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Zur Neuigkeit
Pontifikalvesper anlässlich des 13. Jahrestages der Bischofsweihe von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer
„Von der Treue, die Zukunft schafft“
Regensburg, 26. Januar 2026
Bischof Rudolf Voderholzer feierte anlässlich des dreizehnten Jahrestages seiner Bischofsweihe am gestrigen Sonntag, 25. Januar 2026, eine Pontifikalvesper im Regensburger Dom. Im Anschluss ehrte er im Rahmen eines Bistumsempfangs sieben Weltchristen aus dem Bistum mit der Wolfgangsmedaille und ernannte drei Diözesanpriester zu Bischöflichen Geistlichen Räten.
Voderholzers bischöfliche Selbstverpflichtung
Anders als die Erneuerung des Weiheversprechens für Priester im Rahmen der Chrisammesse in der Karwoche, gebe es diese bei Bischöfen nicht, erklärte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in seiner Predigt: „Es gibt zwar keinen offiziellen Termin für eine Erneuerung des bischöflichen Weiheversprechens, das ein Treueversprechen ist, aber für mich ist der Weihetag ein Anlass, für mich selbst dieses Versprechen zu erneuern, ein Tag nicht nur der vielleicht nostalgischen Erinnerung, sondern ein Tag der Erneuerung, auch vor Ihnen und vor der Kirche, neu zu versprechen, das Evangelium Christi und den Glauben der Kirche treu und unermüdlich zu verkünden und dabei die Einheit der Kirche in treuem Gehorsam zum Bischof von Rom als Nachfolger des Apostels Petrus zu wahren und gerade so nach vorne in die Zukunft zu schauen. Das ist die Selbstverpflichtung, die ich mir auferlege!“ Bischof Rudolf nutzte die Gelegenheit besonders auch dafür, allen Mitbrüdern, Mitarbeitern und Wegbegleitern für ihre treue Unterstützung im Dienst der Kirche zu danken.
Papst Leo XIV. ermahnt zur Treue im kirchlichen Dienst
Die Treue im kirchlichen Dienst ist ein Thema, das jüngst Papst Leo XIV., dem Bischof Voderholzer wenige Wochen zuvor erstmals persönlich begegnen konnte, in den Fokus gerückt hat. Anlässlich des 60. Jahrestages der Verabschiedung der beiden das Priesteramt betreffenden Dekrete des Zweiten Vatikanischen Konzils („Presbyterorum ordinis“ und „Optatam totius“) habe der Pontifex ein bemerkenswertes Apostolisches Schreiben unter dem Titel „Von der Treue, die Zukunft schafft“ veröffentlicht, welches hohe Beachtung verdiene.
„In eine Zeit hinein, welche die Treue, also das Stehen zu einem Versprechen, das Sich-Halten an das Überlieferte und Bewährte oft gerade im Gegenteil als hinderlich und einengend verdächtigt und oft dazu ermutigt, vermeintlich alte Zöpfe abzuschneiden und kühn das ganz Neue zu wagen, in einen solchen Kontext hinein das Wort: ‚Von der Treue, die Zukunft schafft‘. Anders als manche überkritische Kommentatoren nimmt Leo XIV. die Konzilstexte als Einheit, nicht als faule Kompromisstexte, er nimmt sie in ihrer Tiefe ernst und hebt ihre bleibende Aktualität hervor“, erklärte Bischof Rudolf in seiner Predigt und empfahl den Gläubigen das päpstliche Schreiben zur Lektüre.
Glauben macht Zukunft fruchtbar
Gleichzeitig unterziehe der Papst die Texte einer inhaltlichen Prüfung unter dem Gesichtspunkt der Treue. Dabei übersieht der Papst nicht, dass sich in den 60 Jahren auch manches weiterentwickelt hat, und ermutigt zur Aktualisierung des Dienstes und Lebens der Priester. Unter den neu ins Bewusstsein getretenen Erkenntnissen ragt die Erfahrung der Synodalität hervor, des gemeinsamen Hörens auf den Heiligen Geist, wie es vor allem bei der Synode über die Synodalität in Rom eingeübt und als fruchtbar erkannt wurde, und damit das Achten und Einbeziehen all der Charismen und Begabungen aller getauften und gefirmten Christinnen und Christen, präzisierte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer. Zu den Konstanten des Priesterverständnisses gehöre, so der Bischof weiter, die Gründung in der Beziehung zu Christus, in der Freundschaft zu Christus, auf den zu verweisen, den zu vergegenwärtigen, dem Sein und Stimme zu leihen die Aufgabe des Priesters ist, der gerade auch noch einmal bei der Feier der Messe unter dem Messgewand verschwindet, um auf diese Weise Christus in den Mittelpunkt zu stellen. „Der Papst ermutigt, keine Angst davor zu haben, den überlieferten Glauben ernst zu nehmen. Er steht der Zukunft nicht im Weg, er ermöglicht sie überhaupt erst und macht sie fruchtbar“, so Bischof Rudolf.
Am Altar feierten mit Bischof Rudolf Domdekan Generalvikar Dr. Roland Batz, Dompropst Dr. Franz Frühmorgen, Weihbischof Dr. Josef Graf und die Mitglieder des Domkapitels. Die Regensburger Domspatzen gestalteten die Feier musikalisch und an der Domorgel spielte Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber. Im Rahmen der Vesper wurde das Allerheiligste am Altar ausgesetzt, Bischof Rudolf spendete nach dem Inzens den sakramentalen Segen an die Gläubigen.
Feierstunde mit Ehrung von Weltchristen und Würdigung von Priestern
In einem anschließenden Festakt im Regensburger Kolpinghaus verlieh Bischof Rudolf Voderholzer an sieben verdiente Weltchristen die Wolfgangsmedaille und ernannte drei Priester aus dem Bistum Regensburg zu Bischöflichen Geistlichen Räten.
Die Wolfgangsmedaille erhielten:

Dietmar Breu aus Thalmassing. Sein Wirken in seiner Heimatgemeinde, so der Bischof, sei ein leuchtendes Beispiel gelebter Christlichkeit im Alltag. Seit vielen Jahren setze er sich als Gemeinderat und Seniorenbeauftragter mit großer Herzenswärme für ältere Menschen ein. Zugleich wirke er als Obmann der Marianischen Männerkongregation (Bezirk VII) und setze sich für die Thalmassinger Fußwallfahrt, die er 1984 mitbegründet habe, als Pilgerleiter ein.

Mit Helmut Langhammeraus Pressath ehrte Bischof Voderholzer einen weit über die Grenzen des Bistums hinaus bekannten Künstler. Er stammt aus Nieder-Ullersdorf im Sudetenland und fand, wie viele Hunderttausende seiner Landsleute nach Krieg und Vertreibung in Bayern eine neue Heimat. Seine Werke wurden in etlichen Ausstellungen gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. Dazu gehöre eine monumentale Plastik am Grenzübergang bei Waidhaus. Sein Entwurf würdige, so der Bischof, die positive Veränderung der Beziehung beider Staaten und zugleich das Spannungsfeld von „Zusammenhalten“ und „Öffnen“. Auch zeichne er verantwortlich für die Ausstattung zahlreicher sakraler Räume, wie beispielsweise die Gestaltung der Sailer-Kapelle im Regensburger Dom oder den Bertholdsschrein in der Bischofsgrablege. Mit seiner Kompetenz brachte er sich auch in die „Kommission für Kirchliche Kunst im Bistum Regensburg“ ein. Darüber hinaus engagiert er sich als gläubiger Katholik in seiner Heimatparrei in Pressath.

Margret Lukas-Fuchs aus Moosbach und Christine Schwab aus Luhe-Wildenau erhielten aus der Hand des Diözesanbischofs die Wolfgangsmedaille für die Wiederbelebung einer wertvollen kirchlichen Tradition nach dem Fall des Eisernen Vorhangs: Die Fußwallfahrt von der nördlichen Oberpfalz zum Wallfahrtsort Maria Kulm im Egerland. Maria Kulm, der größte Wallfahrtsort in Westböhmen, war über Jahrhunderte ein Zentrum marianischer Frömmigkeit. Bis zu 70.000 Wallfahrer aus der Oberpfalz, aus Oberfranken und zahlreichen tschechischen Bezirken versammelten sich an Pfingsten hier. Die Wallfahrt kam aber durch Krieg und Kommunismus zum Erliegen. Auf Initiative der beiden Frauen wurde die Wallfahrt 1990 wiederaufgenommen. Wallfahrtsgebete wurden durch sie neu erarbeitet, der alte Wallfahrtsweg erkundet. Seit nunmehr 35 Jahren planen und organisieren Christine Schwab und Margret Lukas Fuchs die Wallfahrt. Durch ihr beispielhaftes Engagement, so der Bischof, sei es ihnen gelungen, eine Brücke des Gebets, der Versöhnung und des Friedens nach Böhmen zu schlagen.

Martina Martha Mark aus Falkenberg wurde bereits als 15-Jährige in den Vorstand der Kolpingfamilie Falkenberg gewählt. „Ein außergewöhnlicher Vertrauensbeweis und der Beginn eines Weges, der von Kontinuität, Herzblut und Verlässlichkeit geprägt ist“, lobte Bischof Rudolf. Sie wirkte nahezu 20 Jahre als Vorsitzende, 10 Jahre als Gruppenleiterin, über 25 Jahre leitete sie den Kolpingchor Falkenberg. Unvergessen bleibe der Auftritt zum 100-jährigen Jubiläum der Marienerscheinung in Fatima, als der Chor sogar in der Erscheinungskapelle singen durfte. Seit 1997 steht Martina Mark dem Bezirksvorstand Tirschenreuth als Vorsitzende vor und leitet seit einigen Jahren zudem den Kolping-Stammtisch Falkenberg. Ihr persönliches Leitwort von Adolf Kolping her bringt all dies auf den Punkt: „Wer Menschen gewinnen will, muss sein Herz zum Pfande setzen“, präzisierte Bischof Voderholzer.

Hans-Peter Summer aus Landshut ist seit vielen Jahren in der Pfarrei St. Wolfgang in Landshut verwurzelt. Seit seiner Jugend engagiert er sich in vielfältiger Weise ehrenamtlich. Ein besonderer Schwerpunkt seines Engagements liegt in der Kolpingfamilie. Dort ist er erster Vorsitzender und zugleich Mitglied der Kolpingblaskapelle. Auch bei der Landshuter Hochzeit bringt er sich in der Gruppe der „Zinkisten“ ein. Seit vielen Jahren wirkt er in der Kirchenverwaltung St. Wolfgang. „Hans-Peter Summer ist ein Mensch, dem es ein echtes Anliegen ist, dass Kirche und Glaube im öffentlichen Leben sichtbar bleiben“, erklärte Bischof Rudolf. Seine christliche Überzeugung bringt er als Mitglied des Landshuter Stadtrats auch in der kommunalen Politik ein. Seit 2021 ist er zudem Aufsichtsratsvorsitzender der Lebenshilfe Landshut e. V. Hier setzt er sich mit Nachdruck für Menschen mit Behinderung ein. Seit über 30 Jahren kümmert er sich darüber hinaus liebevoll, treu und verantwortungsbewusst um seine auf den Rollstuhl angewiesene Ehefrau Renate.

Josef Unterholzner aus Straubing ist seit 1991 beim Straubinger Tagblatt tätig. Er ist der Lokalredaktion eng verbunden und wirkt seit 13 Jahren als stellvertretender Redaktionsleiter. Als studierter Theologe ist er innerhalb der Redaktion ein geschätzter Ansprechpartner in allen kirchlichen, liturgischen und religiösen Fragen. Für den Verlag betreut er die Misereor-Seiten, die überregionale Verbreitung finden. Damit trägt er dazu bei, dass „Fragen weltweiter Gerechtigkeit, Solidarität und christlicher Verantwortung einen festen Platz in der Berichterstattung haben“, hob Bischof Rudolf hervor. Besonders hervorzuheben sei sein Wirken im kirchlichen Bereich der redaktionellen Arbeit. Er berichtet über Festgottesdienste, über kleine und große Ereignisse in den Pfarrgemeinden, über Kirchenmusik und das vielfältige Leben vor Ort. Zu den hohen Festen Weihnachten und Ostern lädt er die Pfarrer ein, ihre Predigtgedanken im Tagblatt zu veröffentlichen. Ein lebendiges Zeugnis seines Glaubens gibt er durch die Kirchenmusik. Seit 2020 wirkt er regelmäßig als Organist in der Straubinger Ursulinenkirche und mit seinem Gesang als Kantor und stiftet so Gemeinschaft und Freude in der Gottesdienstgemeinde.
Den Bischöflichen Ehrentitel Bischöflicher Geistlicher Rat erhielten:

Pfarrer Pater Paul Binkowski OSPPE aus Volkenschwand. Nach dem Studium der Philosophie und Theologie an der Katholischen Fakultät in Krakau legte der in Polen geborene Paulinermönch 1997 die Ewige Profeß ab und empfing im gleichen Jahr noch die Diakonenweihe. Im Juni 1998 wurde er zum Priester geweiht und unmittelbar zum seelsorglichen Dienst nach Deutschland geschickt. Zum 1. September 2020 kam er ins Bistum Regensburg in die Ordensniederlassung Mainburg und betreute von hier aus die Pfarreien Großgundertshausen und Volkenschwand. 2024 kamen die Pfarreien Attenhofen, Pötzmes und Walkertshofen dazu. Vergangenes Jahr kamen noch die Pfarreien Elsendorf und Appersdorf mit der Expositur Berghausen hinzu, so dass er mittlerweile – unterstützt von einem Pfarrvikar – für sieben Pfarreien mit vier Filialen bzw. Exposituren, d. h. für elf Kirchenverwaltungen zuständig ist. Diese große Einheit habe man Pater Paul nicht ohne Grund anvertraut, erklärte der Bischof: „Pater Paul spricht hervorragend Deutsch, er hat eine große Liebe zu Bayern, er ist ein Mann mit einer bodenständigen, tiefen Frömmigkeit, er hat Überblick und was zu sagen, er kann organisieren, strukturieren und inspirieren, er kann auf Menschen zugehen, zur Mitarbeit motivieren und mit Gremien und Gruppen gut zusammenarbeiten“, so der Bischof u. a. in seiner Begründung.

Dekan Johannes Plank, Straubing. 2008 wurde Plank Pfarrer in der Pfarrei St. Elisabeth im Osten der Stadt Straubing. Hier liegt auch das Klinikum der Stadt. Er erwarb sich dort schnell das Vertrauen der Gläubigen durch seine engagierte und interessierte Art. Pfarrer Plank ist ein Mann, der hohe Wertschätzung auch bei seinen Mitbrüdern genießt. 2013, fünf Jahre nach seinem Dienstantritt in Straubing, wählten sie ihn erstmals zum Dekan, 2018 erneut und zuletzt 2023 noch einmal. Ob Stadtjugendseelsorger in Straubing oder längere Aushilfen, stets hat er zusätzliche Belastungen wie selbstverständlich angenommen. Diese Einsatzbereitschaft zeigt sich auch, als er im September 2024 zusätzlich die frei gewordene Pfarrei St. Peter/St. Michael übernommen hat. Damit kamen auf einen Schlag nicht nur 5.400 Katholiken mehr zu betreuen, sondern auch der riesige Stadtfriedhof und der historische Friedhof St. Peter. Neben all diesen Aufgaben widmet sich Pfarrer Plank mit besonderer Hingabe auch dem Dienst der Predigt. Er ist gern gehörter Rundfunkprediger in der katholischen Morgenfeier auf BR 1. 2001 wurde er hier auch in den Homiletischen Arbeitskreis des Bayerischen Rundfunks berufen.

Pfarrer Reinhard Röhrner, Kelheim. Pfarrer Röhrner ist über die Spätberufenenschule in Fockenfeld zum priesterlichen Dienst gekommen. Am 30. Juni 2001 wurde er in Regensburg zum Priester geweiht. Er zeichnet sich durch eine Kombination aus Traditionsbewusstsein, Medienpräsenz und einer sehr nahbaren, humorvollen Art aus, erklärte Bischof Rudolf Voderholzer. Er besitzt eine intellektuelle Tiefe, was sich in seinen Predigten und Rundfunkbeiträgen niederschlägt. Er besitzt eine große Medienaffinität und nutzt verschiedene Medienkanäle, um die christliche Botschaft zu verbreiten. Neben seiner Präsenz in den sozialen Medien gestaltet er regelmäßig die Sendung „Gedanken zum Tag“ auf Radio Charivari. Seine Heiterkeit, die von vielen Menschen geschätzt wird, kommt für ihn aus der Gewissheit des Glaubens. Bewusst belebt er deshalb die Tradition des „Osterlachens“. Neben seiner Liebe zur Liturgie und zur Kirchenmusik engagiert er sich in der Notfallseelsorge, begleitet dabei Einsatzkräfte und Angehörige. Als Mitglied der Katholischen Studentenverbindung Alemannia München hält er Kontakt zu Studenten und Akademikern und fördert damit den Dialog zwischen Kirche und Wissenschaft. Zudem wirkt er als Mitglied des Diözesanverwaltungsrates, der die Aufsicht über den Bischöflichen Stuhl und die Bischöflichen Stiftungen ausübt, so Bischof Rudolf abschließend in seiner Begründung zur Ernennung zum Bischöflichen Geistlichen Rat.
Text und Fotos: Jakob Schötz
(jas)












