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Zur Neuigkeit
Pfarrgemeinderatswahl 2026 im Bistum Regensburg
Endergebnisse
Regensburg, 3. März 2026
Am vergangenen Sonntag, 01.03.2026, fanden in der Diözese Regensburg die Pfarrgemeinderatswahlen statt, die unter dem Motto „gemeinsam gestalten – gefällt mir“ standen. Es wurde zur Kandidatur aufgerufen, um sich gemeinsam für eine lebendige Pfarrgemeinde einzusetzen und den christlichen Glauben zu leben. Bei Pfarrgemeinderat handelt es sich um ein synodales Gremium, in der gemeinsam mit dem Pfarrer über das Pfarrleben entschieden wird.

Die Pfarrangehörigen waren aufgerufen, den Kandidatinnen und Kandidaten mit ihrer Stimme den Auftrag für dieses Amt zu geben und um ihre Wertschätzung für die Arbeit, die dahintersteckt, auszudrücken.
Laut dem vorläufigen Endergebnis vom 03.03.2026 haben 116.929 Wählerinnen und Wähler ihre Stimme abgegeben. Zur Wahl waren knapp 885.000 Gläubige ab 14 Jahren aufgerufen. Das bedeutet eine Wahlbeteiligung von 13,22% für das gesamte Bistum. Gegenüber dem Jahr 2022 ist hier ein leichter Rückgang um 0,4 Prozentpunkte zu verzeichnen.
Die Wahlbeteiligung reicht von 2,3% in relativ großen Stadtpfarreien bis zu über 70% in kleinen Landpfarreien. Den Spitzenreiter bildet die Pfarrei Schwarzenbach mit 76% Wahlbeteiligung. In 80 Pfarreien wurde die Wahl als Allgemeine Briefwahl durchgeführt, so dass alle Wahlberechtigten die Stimmzettel zugestellt wurden (2022: 161 Pfarreien). Der Rückgang der Allgemeinen Briefwahl ist dadurch zu erklären, dass 2022 die Wahl noch unter dem Eindruck der Corona-Pandemie stattgefunden hat. Die überdurchschnittliche Wahlbeteiligung bei Allgemeiner Briefwahl (erheblich höher als der Kirchenbesuch) zeigt, dass auch vielen unregelmäßigen Kirchgängern die Arbeit der Pfarrgemeinderäte und eine lebendige Pfarrei ein Anliegen ist.
Insgesamt wurden 5264 Personen in die Pfarrgemeinderäte gewählt, was einen Rückgang um 231 Personen bedeutet (entspricht 4,39%). Wie bei Vereinen und Verbänden ist es schwieriger geworden, Kandidatinnen und Kandidaten zu finden, die sich über einen längeren Zeitraum zum Engagement verpflichten. Außerdem sind Auswirkungen durch die Bildung von Pfarreiengemeinschaften zu beobachten. Der Frauenanteil liegt bei 65,8%, was gegenüber 2022 eine Steigerung um 1,5 Prozentpunkte bedeutet. Wie schon bei den vorigen Wahlen zu beobachten, setzt sich dieser Trend auch heuer fort. Erstmals in den Pfarrgemeinderat gewählt wurden 1602 Personen (=30,4%). Damit ist zum einen die Kontinuität in der Pfarrgemeinderatsarbeit gewährleistet (70% haben für mindestens eine zweite Amtszeit kandidiert), zum anderen kommen durch die neuen Mitglieder auch neue Ideen in dieses Gremium. Gut 2/3 der Gewählten gehören der Altersgruppe zwischen 35 und 65 Jahren an. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, möchten sich viele wieder mehr in der Pfarrei engagieren und sich einbringen. Die Ehrenamtlichen haben sich nun mit der Wahlannahme verpflichtet, sich für vier Jahre aktiv in der Pfarrei zu beteiligen.
Bei der Wahlbeteiligung setzt sich der leichte Rückgang fort. Da gegenüber 2022 erheblich weniger Pfarreien die Wahl als Allgemeine Briefwahl durchgeführt wurden, ist die Wahlbeteiligung bei der Präsenzwahl gestiegen. In vier Pfarreien (von 631) konnte keine Wahl durchgeführt werden, da keine Kandidaten gefunden werden konnten. In einer Pfarrei wurde deshalb „ad experimentum“ eine Urwahl durchgeführt, bei der die Wähler Namen in einen leeren Stimmzettel eintragen konnten. In drei Pfarreien wurde keine eigene Wahl durchgeführt, weil sie sehr klein sind, aber kirchenrechtlich eine eigene Pfarrei darstellen, wie z.B. Ainau mit 29 Katholiken. Diese werden vom gemeinsamen Pfarrgemeinderat, den sie mit der Mutterpfarrei bilden, betreut.
Die gewählten Pfarrgemeinderäte haben nun für die kommenden vier Jahre den Auftrag sowohl als Beratungsgremium des Pfarrers zu wirken als auch die gesamte Seelsorgstätigkeit in der Pfarrei zu fördern. Bei den konstituierenden Sitzungen, die in den nächsten Wochen stattfinden, können pro Pfarrgemeinderat noch bis zu drei weitere Personen berufen werden, um nichtrepräsentierte Gruppen einzubinden.
Text und Fotos: Manfred Fürnrohr, Geschäftsführer Diözesane Räte im Bistum Regensburg
(chb)




