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Zur Neuigkeit
Paris: Papst Leo XIV. singt mit 80.000 jungen Menschen
„Salve Regina“ auf Latein
Paris / Regensburg, 26. September 2026
Papst Leo XIV. ist zu seiner Apostolischen Reise in Frankreich eingetroffen. Erste Impressionen aus dem Rahmenprogramm betreffen Jugendvigil im Stade de France in Paris. Die Kirche bietet den französischen Jugendlichen die katholische, christliche Fülle an, und das war zu Beginn der reise eine eindrückliche Begenung mit der gläubigen Jungend des Landes. Petra Lorleberg berichtete auf dem Portal kath.net.
Partystimmung, Erscheinen eines Weltstars, lebende Pferde im Stadion, mitreißende Musik und ein Feuerwerk: diesen Eindruck könnte ein nur oberflächlicher Zuschauer von der Jugendvigil im Stade de France/Paris mitnehmen. Und tatsächlich waren all diese Elemente ja vorhanden. Okay, vielleicht war der „Weltstar“ – Papst Leo XIV. – ungewöhnlich gekleidet, aber ungewöhnliche Kleidung ist nun bei Stars auch nicht so ungewöhnlich. Doch genau dieser oberflächliche Blick würde nicht den Kern dieser beeindruckenden Veranstaltung aufzeigen.
Das Wesentliche hat sich oberflächlichen Zuschauern wohl nicht enthüllt, außer sie haben ihr Herz dem Geheimnis Gottes zumindest versuchsweise geöffnet. Denn „man sieht nur mit dem Herzen gut“ – dieser bekannte Satz des Franzosen Antoine de Saint Exupéry trifft hier ins Schwarze. Das Rahmenprogramm der Vigil für die 80.000 Jugendlichen im Stadion und für sämtliche Jugendliche Frankreichs und darüber hinaus bietet den jungen Menschen die katholische Fülle an.
Beeindruckend die Prozession mit über 150 Standarten und etwa 60 Reliquien, die im Beisein des Papstes durch das Stadion zieht. Diese Banner machen jeweils auf einzelne Heilige der französischen Kirchengeschichte aufmerksam. Dazu singen die Jugendlichen gemeinsam die Allerheiligenlitanei, die die Namen dieser „katholischen Stars“ nennt und sie um ihre Fürbitte anfleht. Ein Schauspiel greift Szenen aus dem Martyrium der jugendlichen Heiligen Blandina von Lyon, die ungefähr von 150 bis 177 nach Christus lebte, und weiterer christlicher Höhepunkte aus der Geschichte Frankreichs, der „ältesten Tochter der Kirche“. Es geht beispielsweise um den französischen Anteil an der Geschichte der Dornenkrone, um Jeanne d'Arc, um den hl. Priester Jean-Marie Vianney, um die Erscheinungen in Lourdes, um die hl. Karmelitin Thérèse von Lisieux – welch eine beeindruckende Schar französischer Glaubenszeugen!
Und dann: Stille, inhaltsschwer. „Doch als die heilige Tunika kommt, herrscht eine völlige Stille“, schildert die französische katholische Website „Aleteia“. Denn die Heilige Tunika von Argenteuil wurde gebracht und verehrt, man geht davon aus, dass sie das ungenähte Gewand Jesu ist, um das die Soldaten seinerzeit während der Passion des Herrn am Kreuz gewürfelt hatten. Über die Hl. Tunika hatte Pfr. Guy-Emmanuel Cariot, ehemaliger Rektor der Basilika von Argenteuil, zuvor gesagt: „Seit dem hl. Petrus wird Leo XIV. der erste Papst sein, der die Hl. Tunika sehen wird. Es ist ein Moment, der Geschichte schreiben wird.“
Auch die Musik umspannte die katholische Fülle: Vom Gospel über Taizégesänge gab es verschiedenste Stile zu hören. Doch musikalisch war der krönende Abschluss, wie Papst Leo mit den Jugendlichen das „Salve Regina“ sang. ALLE Jugendlichen sangen mit, manche folgten dem Text auf der Leinwand und waren offenbar mit dem Lied ausreichend vertraut, um sich das Mitsingen zuzutrauen. Viele aber konnten das Lied auswendig, manche sangen sogar mit geschlossenen Augen den lateinischen Text.
Den Verantwortlichen für die Gestaltung dieses Abends ist zu danken. Das war keine Schunkelveranstaltung à la ‚Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel‘. Sondern sie haben es gewagt: im modernen Veranstaltungsort, im modernen Kleid präsentieren sie die ganze Fülle des katholischen, christlichen Glaubens. Mögen sich viele Herzen dafür öffnen.
Text: Petra Lorleberg
(sig)




