Suche
Kategorien
Seiten
Nachrichten
Bilder
Videos
{{{_highlightResult.post_title.value}}}
{{#helpers.snippet}}{ "attribute": "content", "highlightedTagName": "mark" }{{/helpers.snippet}}
Zur Seite{{{_highlightResult.post_title.value}}}
{{#helpers.snippet}}{ "attribute": "content", "highlightedTagName": "mark" }{{/helpers.snippet}}
Zur Neuigkeit
Gaza: einzige katholische Schule wieder geöffnet
Nach drei langen Jahren
Gaza / Regensburg, 24. September 2026
Die einzige katholische Schule im vom Krieg zerrütteten Gazastreifen hat nach fast dreijähriger Schließung wieder ihre Türen geöffnet. Die „Holy Family School“, die zur gleichfalls einzigen katholischen Kirche in Gaza, der Pfarrei „Holy Family“, gehört, begrüßte am 15. September laut Angaben der katholischen Hilfsorganisation „Kirche in Not“ (ACN) rund 1.000 Schüler zum Schulbeginn.
Der Pfarrer von „Holy Family“, Pater Gabriel Romanelli, erklärte einer Delegation von ACN bei deren Besuch, er hoffe, dass die Wiedereröffnung der Schule den Schülern und ihren Familien „ein gewisses Gefühl der Normalität“ bringe, „auch wenn in Gaza nichts normal ist“. Es gebe fast keinen Ort in Gaza, der nicht zerstört worden sei, überall herrsche Verwüstung, sagte Romanelli, aber: „Wir haben hart daran gearbeitet, die Schule zu einem sauberen Ort zu machen, an dem sich die Kinder – die so viel durchgemacht haben – sicher fühlen können.“
Die ACN-Delegation war laut Angaben der Hilfsorganisation in Gaza, um die Bedürfnisse vor Ort während des andauernden Krieges mit Israel zu erfassen. Die Mehrheit der 1.000 Schüler der Schule sind Muslime, so George Akroush, Leiter des Projektentwicklungsbüros des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem. Christliche Schüler machen etwa 13 Prozent der Schülerschaft aus.
„Zum ersten Mal werden alle christlichen Schüler in Gaza gemeinsam in einer christlichen Schule unterrichtet“, erklärte Akroush gegenüber ACN. „Dies schafft ein starkes Gemeinschaftsgefühl und zeigt, dass die Kirche ihnen weiterhin nahesteht und sie inmitten all dessen, was sie durchmachen, begleitet.“ Bisher gab es in Gaza fünf christliche Schulen: drei katholische, eine protestantische und eine orthodoxe; diese blieb nun übrig. Romanelli sagte, er hoffe, dass die wiedereröffnete Schule „wie ein Licht in der Dunkelheit für die lokale Gemeinschaft sein wird, die so viel Leid erfahren hat“.
„Jeder in Gaza trägt so viel Trauma mit sich“, sagte er und fügte gegenüber ACN hinzu, dass die Schule ein psychosoziales Betreuungsprogramm integriere, „das ein wichtiger Teil unserer Arbeit mit den Kindern sein wird“, ebenso wie mit den Lehrern, von denen viele „so traumatisiert sind, dass es fast so ist, als wären sie nicht mehr dieselben Menschen, die wir vor Kriegsbeginn kannten“. Er hoffe, dass die Bewohner Gazas, die begonnen haben, in die verwüstete Region zurückzukehren, wenn sie die „Schüler in ihren Uniformen zur Schule kommen sehen, darin ein Zeichen dafür erkennen, dass es eine Zukunft gibt“.
Der Priester berichtete, dass er die Familien sonntags nach der Messe an den Strand mitnehme, „auch wenn das Wasser am Strand voller Trümmer ist – überall in Gaza ist alles voller Trümmer“, denn „wir möchten den Familien etwas Zeit zur Erholung bieten“. Die Not in Gaza sei enorm, sagte und berichtete, dass die Schüler ihn gebeten hätten, die Schule für außerschulische Aktivitäten offen zu halten, weil „wir nichts zu tun haben und nirgendwo hingehen können“.
Text: CNA Deutsch
(sig)




