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Zur Neuigkeit
Osternacht: Bischof Rudolf tauft vier Frauen und fünf Männer
Auferstehung ist Ereignis der Geschichte und lebendige Gegenwart
Regensburg, 4. April 2026
„Wenn wir in dieser hochheiligen Nacht die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus feiern, dann ist dies nicht nur ein Ereignis der Vergangenheit, sondern dann ist dies Gegenwart“, so Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in seiner Predigt zu den neun Täuflingen und allen Gläubigen während der Osternacht. Diese lebendige und gegenwärtige Osterfreude und die Hoffnung der Erlösung war im vollbesetzten Dom unter den Gläubigen spürbar. Gemeinsam mit Weihbischof Dr. Josef Graf, Dompropst Dr. Franz Frühmorgen, Domdekan Generalvikar Dr. Roland Batz, dem Regensburger Domkapitel und Kaplan Matthias Merkl, Schulseelsorger bei den Regensburger Domspatzen, feierte der Regensburger Bischof die beeindruckende Liturgie der Osternacht. Für eine besonders feierliche Atmosphäre sorgte der Gesang der Regensburger Domspatzen unter der Leitung von Domkapellmeister Christian Heiß. An der Orgel spielte Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber.
Die Osternacht begann nach Sonnenuntergang mit dem Entzünden des Osterfeuers auf der Südseite des Doms. An dessen Glut wurde die große Osterkerze entzündet und in einer stillen Prozession in den dunklen Dom getragen. Mit dem dreifachen Ruf „Lumen Christi“ verkündete der Diakon das Licht Christi, das anschließend unter den Gläubigen weitergegeben wurde – ein symbolträchtiges Ritual, das den Kirchenraum allein durch den Schein der Kerzen in warmes Licht tauchte.
Nach dem feierlichen Lob der Osterkerze („Exsultet“) folgten die vier Lesungen aus dem Alten Testament, die im Licht Christi gelesen auf das Osterereignis vorausverweisen. Nachdem zum Gloria alle Lichter entzündet wurden und der Klang der Glocken und der Orgel zurückgekehrt waren, wurde im Wortgottesdienst die Osterbotschaft des Neuen Testaments verkündet, das Evangelium von der Auferstehung, die im Sakrament der Taufe für uns alle Gegenwart wird.

Die Taufe als Akt der Gegenwart
Zu Beginn seiner Predigt begrüßte Bischof Rudolf Voderholzer vor allem die Täuflinge mit ihren Paten und ihren Familien und dankte den Täuflingen von Herzen für „ihr Zeugnis und ihre Bereitschaft, eben auch jetzt heute in der großen Öffentlichkeit der Kirche, im Dom zu Regensburg die Sakramente der Eingliederung zu feiern“. Der Bischof wies darauf hin, dass die Auferstehung und das Leben von Christus besonders in der Taufe lebendig werden. Die Taufe symbolisiert den Tod und die Auferstehung Christi, wie der Apostel Paulus in der Lesung (Röm 6, 3-11) erinnert. Durch die Taufe nehmen die Gläubigen Anteil am Tod und an der Herrlichkeit Christi, und wie Christus auferstand, so sollen auch sie in einem neuen Leben wandeln.
Von frühester Zeit an wurde der Tag der Osternacht als der wichtigste Tauftermin der Kirche gefeiert, da an diesem Tag durch die Sakramente der Taufe, der Firmung und der Eucharistie neue Schwester und Brüder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen werden. Bischof Rudolf sprach dabei besonders die Taufbewerber an, die an diesem besonderen Tag mit ihren Familien, Patinnen und Paten an der Osternacht im Dom teilnahmen. So unterschiedlich auch die Lebensgeschichten der Taufbewerber sein mögen. In einem kommen alle überein, und zwar „in der Sehnsucht zu Christus zu gehören“, so der Bischof.
Sie wollten alle Söhne und Töchter des himmlischen Vaters, Schwestern und Brüder des Sohnes Jesus Christus und Tempel des Heiligen Geistes durch die Taufe im Namen des dreifaltigen Gottes werden. Deutlich sagte Bischof Rudolf, dass die Taufbewerber allen Gläubigen dabei helfen, ihr „Taufversprechen zu erneuern“, uns, die wir „zuallermeist als Säuglinge getauft wurden und jetzt von ihnen ermutigt werden, auch als Erwachsene frohgemut und öffentlich zu unserem Glauben zu stehen“. Der Bischof erklärte, dass alle Elemente der Liturgie – das Licht der Osterkerze, das Geläut der Glocken, das Wasser der Taufe – tiefe symbolische Bedeutung haben. Das Licht, das die dunkle Kirche zu Beginn der Feier erleuchtet, steht für das Leben, das von der Auferstehung Christi ausgeht, und soll den Gläubigen den richtigen Weg weisen. Das Geläut der Glocken erinnert an die frohe Botschaft der Auferstehung und dass diese Nachricht die beste und wichtigste aller Zeiten ist, erklärte der Diözesanbischof.

Das Wasser der Taufe
Besonders betonte der Regensburger Oberhirte die Bedeutung des Wassers, das in der Osternacht gesegnet wird. Dieses Osterwasser steht nicht nur für die Reinigung von der Sünde, sondern auch für das ewige Leben, das den Täuflingen durch das Sakrament geschenkt wird. Durch die Taufe wird den Bewerbern das ewige Leben geschenkt, das hier und jetzt beginnt und „ihnen helfen möge in jeder Hinsicht aufzublühen, wie all die herrlichen Blumen, die hier vorne von fleißigen Händen zum Schmuck von Altar und Osterbrunnen vor unseren Augen leuchten“. Der Bischof zitierte das gehörte Osterevangelium (Mt 28, 1-10), das einen ungeheuren Satz enthalte. Den verängstigten Frauen entgegnen sie nämlich: „Er ist nicht hier!“ „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier. Er ist auferstanden“. Dieser Satz geht unter die Haut. Es gibt einen Ort, an dem der allmächtige und allgegenwärtige Gott nicht ist: das Grab. Diese Botschaft ist das Fundament des christlichen Glaubens: Der Tod hat nicht das letzte Wort, sondern das Leben und die Auferstehung. Diese Botschaft gilt nicht nur für die Vergangenheit, sondern für jeden Gläubigen in der Gegenwart. Jesus Christus ist der Auferstandene, er ist die Hoffnung, das Leben und die Wahrheit. Diesen Christus durften die Neugetauften dann auch in der Heiligen Kommunion empfangen, dem Brot des Lebens.
Abschließend dankte Bischof Rudolf den Taufbewerbern ausdrücklich für ihren Mut, ihren Glauben und ihre Bereitschaft, sich taufen zu lassen. Er betonte die Bedeutung ihrer Begleitung durch die Paten und Familien und hob hervor, dass dies ein Moment der Gemeinschaft und der Freude für die gesamte Kirche ist. Er ermutigte alle Gläubigen, sich immer wieder an die Taufe zu erinnern und in ihrem Glauben zu wachsen.
Die Kirche lebt von der Begegnung und vom Zeugnis
Besonders freute sich Bischof Rudolf Voderholzer über einen Täufling aus den Reihen der Regensburger Domspatzen. Dieser hatte aus freien Stücken um die Taufe gebeten. Wie alle anderen Taufbewerber wurde er intensiv auf diesen Moment vorbereit. Ein Mitschüler des Sängerknaben begleitete den Täufling als Paten, „der ihm als Vorbild auf dem Weg des Glaubens vorangegangen ist“, so Bischof Rudolf.
Der Regensburger Oberhirte freute sich, die Taufbewerber mit dem gesegneten Osterwasser hinein in die Lebensfülle des dreifaltigen Gottes taufen zu dürfen und mit dem frischen Chrisam – geweiht in der Chrisammesse am Montag der Karwoche – zu salben. Viele Menschen haben im Vorfeld dieser Taufe für die Bewerber – die Katechumenen – gebetet. Jetzt wünschte ihnen Bischof Rudolf, dass die Taufgnade kräftig in ihnen wirken möge, um sie zu lebendigen Zeugen seiner Auferstehung werden zu lassen.
Zum Abschluss der Osternachtsfeier spendete Bischof Rudolf Voderholzer – nach alter Tradition – noch den Speisesegen für die mitgebrachten Osterspeisen, die in verzierten Körben vor den Stufen des Altares und auf den Bänken der Kathedrale aufgestellt worden waren.
Taufe in der Osternacht
In der Osternacht und in der Osterzeit erhalten insgesamt 19 Personen im Bistum Regensburg das heilige Sakrament der Taufe. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer spendete bei der Feier der Osternacht im Regensburger Dom neun Personen das Sakrament der Taufe. Die Taufe in der Osternacht gehört zu den ältesten Traditionen des Christentums und erinnert an die Taufe Jesu im Jordan. Seit den Anfängen der Kirche markiert sie den feierlichen Eintritt in die Gemeinschaft, die Gott selbst in Jesus Christus gestiftet hat.
Text und Fotos: Christian Beirowski
(jas/chb)
































