News Bild Naturwissenschaften und Theologie versöhnt – Bischof Voderholzer besucht Lauingen zum Jahrestag der Heiligsprechung Albert des Großen

Naturwissenschaften und Theologie versöhnt – Bischof Voderholzer besucht Lauingen zum Jahrestag der Heiligsprechung Albert des Großen

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Bischof Dr. Rudolf Voderholzer hat in Lauingen am dritten Adventssonntag ein Pontifikalamt gefeiert. Anlass für die Einladung in die schwäbische Stadt, die im Nachbarbistum Augsburg liegt, war der 85. Jahrestag der Heiligsprechung Albert des Großen, der am 16. Dezember 1931 zur Ehre der Altäre und zum Kirchenlehrer erhoben worden war. Von 1260 bis 1262 wirkte der Dominikaner als Bischof von Regensburg. Um das Jahr 1200 war er in Lauingen geboren worden. Er trat in die Gemeinschaft der Predigerbrüder (Dominikaner) ein und wurde einer der bedeutendsten Theologen und Wissenschaftler des Mittelalters.

 

Unterschiedliche Ansätze, kein Widerspruch

Im spätgotischen Lauinger Martinsmünster feierte Bischof Dr. Voderholzer ein festliches Pontifikalamt, bei dem Stadtpfarrer Raffaele De Blasi konzelebrierte. Während des Gottesdienstes wurde die Reliquie der Schädeldecke des heiligen Albert, die seit 1768 im Lauinger Münster aufbewahrt wird, erhoben und verehrt. Die Kernbotschaft des Bischofs in seiner Predigt lautete: Albert von Lauingen, der „doctor universalis“, versöhne Naturwissenschaften und Theologie. Es gäbe keinen Widerspruch, sagte der Bischof weiter, sondern lediglich unterschiedliche Ansätze zur Erklärung der Welt. Am Ende des Denkens seien dann aber „beide Disziplinen wieder vereint“. Dieses „wertvolle Vermächtnis“ des bedeutendsten Sohnes ihrer Stadt sollten die Lauinger weitergeben, damit dieser beglückende Gedanke in der unruhigen Zeit vermehrt die Menschen erreiche, ermutigte der Bischof die zahlreichen Gläubigen. Mit dem filigranen Rokokoreliquiar eines Lauinger Goldschmiedemeisters, das die Hirnschale Alberts des Großen enthält, spendete der Bischof am Schluss der heiligen Messe auf die Fürsprache des heiligen Albert der Pfarrgemeinde und der Stadt den Segen. Mit dem Te Deum, dem großen Lob Gottes, endete der Gottesdienst im Lauinger Münster, einer der bedeutendsten Hallenkirchen der Spätgotik im süddeutschen Raum.

 

Stilvolles Mittagessen mit Ehrengästen

Anschließend trug sich Bischof Dr. Voderholzer im nahen katholischen Pfarrheim in das goldene Buch der Stadt Lauingen ein, ehe er nach einer Begegnung mit Vertretern von Pfarrei, evangelischer Gemeinde, Stadt und Öffentlichkeit im Pfarrheim und einem stilvollen Mittagessen mit Ehrengästen in der Elisabethenstiftung mit vielen guten Wünschen nach Regensburg zurückkehrte.