News Bild Mut zum Frieden, Mut zum Brennen für Gott – das Friedenslicht aus Bethlehem erleuchtet Regensburg

Mut zum Frieden, Mut zum Brennen für Gott – das Friedenslicht aus Bethlehem erleuchtet Regensburg

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Der dritte Adventssonntag in Regensburg ist ein besonderer Tag. Denn an diesem "Gaudete" Sonntag kommt das Friedenslicht aus Bethlehem in die Stadt. Es wird von Bischof Rudolf im Rahmen einer Lichtfeier an zahlreiche Gläubige weitergegeben, damit es die Straßen und Häuser erleuchte und die Botschaft von Weihnachten - Frieden auf Erden - verkünde. Auch an diesem Abend, dem 15. Dezember war der Regensburger Dom so voll wie lange nicht mit Frauen, Männern, Kindern, Jugendlichen und natürlich zahlreichen kirchlichen Pfadfindergruppen (PSG und DPSG), die auf die Ankunft des so lange gereisten Lichtes aus dem Geburtsort Jesu warteten. Die Pfadfinder waren es, die  vor mehr als 30 Jahren den Mut aufgebracht und die Aktion Friedenslicht gestartet hatten. Seither verbreitet sich die frohe Botschaft vom Frieden in der Welt mithilfe des Friedenslichtes während der Adventszeit wie ein Lauffeuer durch ganz Europa. Doch noch war der Regensburger Dom ganz dunkel. Keine der zahlreichen mitgebrachten Kerzen brannte. Alle warteten auf das Friedenslicht aus Bethlehem, das außerhalb des Domes einsam vor sich hinflackerte.


Wann warst Du mutig?

Mut zum Frieden lautete das diesjährige Motto der Aktion Friedenslicht aus Bethlehem. Vor der Feier hatte jeder die Möglichkeit, kurz innezuhalten und sich zu überlegen: Wann war ich einmal richtig mutig? Die Antworten konnten aufgeschrieben werden und wurden hinterher vorgelesen. Da gab es viele interessante Aussagen wie zum Beispiel "Als ich das erste Mal geflogen war", "Als ich das erste Mal Weihnachtslieder in der Fußgängerzone laut gesungen habe" oder "Als ich meine Klassenkameraden gebeten habe, einen Mitschüler in Ruhe zu lassen und nicht mehr zu mobben".

"Mutig waren auch die Apostel und die ersten Christen", erinnerte Bischof Rudolf die vielen versammelten Menschen im Dom. "Denn nur, weil sie es sich von niemandem haben verbieten lassen, von Jesus zu erzählen; weil sie sich durch nichts davon abhalten ließen, gewaltlos für das Evangelium einzustehen, ist die Kirche gewachsen und deshalb hat sich das Licht des Glaubens verbreiten können." Bischof Rudolf rief dazu auf, Mut zu haben und sich öffentlich zu seinem christlichen Glauben zu bekennen, auch wenn man - trotz Religionsfreiheit - hier oft dafür belächelt oder gar gemobbt wird. Denn der große Friede in der Welt fange immer im Kleinen an. Zuletzt bedankte sich der Regensburger Bischof bei allen, die gekommen waren,  für ihren Mut, das Licht zu empfangen, es hinauszutragen und damit zu zeigen: "Das ist das Licht, das in Bethlehem entzündet wurde und uns an die Ankunft Jesu, den christlichen Glauben und den Frieden in der Welt erinnern soll."


Dann wurde es Licht!

Endlich war er gekommen, der große Moment, auf den die Gläubigen in der noch immer stockfinsteren Kirche gewartet hatten. Das Friedenslicht wurde von zwei Pfadfindern des Stammes Mitterteich nach vorne gebracht, wo es zunächst den Altarraum in helles Licht tauchte, bevor der Bischof schließlich das Licht an die Versammelten weitergab. Und nach und nach wich die Dunkelheit. Mit jeder Kerze, mit jeder Laterne, die entzündet wurde, kam ein bisschen mehr Helligkeit in den Raum. Ein schöner, ruhiger und äußerst friedlicher Moment stellte sich ein, als Bischof Rudolf alle dazu aufrief, die Lichter nicht "unter den Scheffel zu stellen", sondern gemeinsam für einen Augenblick in die Höhe zu halten.

 

"..sonst ändern wir die Erde nie..."

"Kommt lasst uns den Anfang machen. Wir probieren neue Sachen, brauchen Mut und Fantasie, sonst ändern wir die Erde nie! Flinke Hände, flinke Füße, wache Augen, weites Herz, Freundschaft, die zusammenhält, so verändern wir die Welt", so schallte der Schlussgesang durch das Kirchenschiff. Die Musikgruppe "Impeesa" aus Ammersricht hatte während der gesamten Feier für die richtige Stimmung gesorgt und machte mit diesem Schlusslied so richtig Mut, das Friedenslicht mit Hand und Herz in die Straßen und Häuser von Regensburg hineinzutragen.


Was ist die Aktion Friedenslicht?

Die Aktion Friedenslicht gibt es seit 1986. Sie wurde vom Österreichischen Rundfunk ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem. Das Friedenslicht ist ein Zeichen der Hoffnung und der Solidarität - unabhängig von Religion, Weltanschauung oder Hautfarbe. Es wird an alle Menschen verteilt,  die sich Frieden wünschen. Das entzündete Licht wird  am dritten Adventswochenende an Pfadfindergruppen aus ganz Europa gegeben. Anschließend wird die kleine Flamme mit dem Zug in mehr als 30 Städte in Deutschland gebracht und dort in zentralen Aussendefeiern an die Pfarreigruppen gegeben, die es zu Weihnachten (meist während der Christmette) an die Gläubigen weiterreichen. Das diesjährige Motto lautet: "Mut zum Frieden". Mehr Infos unter www.friedenslicht.de