Mitgliederversammlung verein bistumsgeschichte

Mitgliederversammlung des Vereins für Regensburger Bistumsgeschichte e.V. tagt in Stadtamhof

Geschichte lebendig gestalten


Regensburg, 9. Juli 2026 

Im Kleinen Saal der Gaststätte des Katharinenspitals in Stadtamhof fand vergangene Woche ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins für Regensburger Bistumsgeschichte e.V. statt. Zu den Gästen zählte auch der Schirmherr des Vereins, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer.

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden, Domkapitular und Offizial emeritus Prälat Dr. Josef Ammer, standen zunächst die turnusgemäßen Vereinsangelegenheiten auf der Tagesordnung. Dazu gehörten unter anderem der Bericht zur Mitgliederentwicklung sowie der Kassenbericht. Anschließend stellte die Schriftführerin des Vereins und Bischöfliche Archivdirektorin Dr. Camilla Weber den neuen Jahresband vor. Den Abschluss des offiziellen Programms bildete ein kurzer Vortrag von Domvikar Dr. Werner Schrüfer über Wissenswertes zur Kathedrale St. Peter in Regensburg. Auch Bischof Voderholzer, Protektor des Vereins, richtete ein Grußwort an die Anwesenden.

Beständigkeit – und Wandel – im Vereinsleben

Nach dem Rückblick auf das Jahresgeschehen folgte ein Ausblick, der vor allem durch anstehende Jubiläen geprägt ist: 900 Jahre St. Johann, 750 Jahre gotischer Dom St. Peter sowie der 800. Todestag des heiligen Franziskus. Bischof Rudolf Voderholzer verwies zudem auf das Gründungsjahr 1226 des St.-Katharinenspitals, „… welches damit eine der ältesten sozialen Einrichtungen der Welt ist.“ Auch die Lehrausstellung zu den Statuten des Kollegiatstifts St. Johann in Regensburg (Philipp Winkler) kamen zur Sprache.

Beiträge zur Geschichte des Bistums

Dr. Camilla Weber stellte sodann die Inhalte des diesjährigen Bandes der „Beiträge zur Geschichte des Bistums Regensburg“ (Band 60) vor. Sie verwies auf das breite Spektrum der wissenschaftlichen Beiträge und stellte diese einschließlich ihrer Autorinnen und Autoren in Kürze vor. Dazu zählen unter anderem Untersuchungen zu romanischen Halbsäulenfragmenten aus der profanierten Katharinenkirche in Altmannstein von Wolfgang Vogl, über den Chor der Franziskanerkirche St. Salvator von Johanna Grunwald, ein Blick auf die Kirche St. Michael in Rackendorf von Camilla Weber, die Symbolwappen in der St.-Anna-Kirche in Großprüfening von Dieter Schwaiger, Betrachtungen der sieben Pergamenturkunden aus dem Pfarrarchiv Nittendorf von Ferdinand Sturm, Schlaglichter zur Geschichte des Domkapitel’schen Krankenhauses und des Altenheims St. Josef in Regensburg werden in einem Beitrag von Josef Ammer beleuchtet, zum 10. Todestag von Dr. Friedrich Fuchs schrieb Xaver Luderböck, Franz von Klimstein trug einen Beitrag bei über außergewöhnliche Objekte im Dekanatsarchiv Kötzting: Blaue Tücher und besondere Gläser.

Eine feste Heimat mit St. Peter

Abschließend verwies Msgr. Dr. Werner Schrüfer auf die reiche und mittlerweile auch umfassend erforschte Tradition von St. Peter in Regensburg. Er bezeichnete den Dom als „… einen der bestanalysierten Dome Europas“ und hob insbesondere die fortschreitende digitale Erfassung hervor. Als Regensburger könne man froh sein, „… um diese gute und starke Unterbringung mit St. Peter.“

Informationen rund um den Verein

Der neue Band ist ab sofort erhältlich. Postalisch ist der Verein unter Postfach 11 02 28, 93015 Regensburg, erreichbar. Seinen Sitz hat er im Bischöflichen Zentralarchiv. Per E-Mail ist der Verein unter bistumsverein(at)bistum-regensburg.de erreichbar. Alle an der Geschichte des Bistums Regensburg Interessierten sind herzlich eingeladen, Mitglied zu werden. Ein Verzeichnis älterer Jahresbände findet sich unter www.bistum-regensburg.de/bistum/einrichtungen-a-z/verein-fuer-regensburger-bistumsgeschichte.

Text und Fotos: Simon Färber
(jas)



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