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Misereor Fastenaktion 2016

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„Das Recht ströme wie Wasser“ – Unter diesem biblischen Motto steht die diesjährige Fastenaktion des Hilfswerks Misereor, das armen und benachteiligten Menschen in Afrika, Asien und Südamerika helfen will. Besonders im Blick steht in diesem Jahr Brasilien; Misereor arbeitet mit dem dortigen Rat der christlichen Kirchen zusammen, um die von Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato si‘“ angestoßene gemeinsame Sorge aller um die Erde umzusetzen. 

Die Menschen in brasilianischen Armenvierteln haben mit Wasserknappheit und Zwangsräumungen zu kämpfen; Misereor will gegen Ausbeutung kämpfen und so für die verletzten Rechte der Armen eintreten.

Misereorsucht gezielt Partner in Südamerika und unterstützt sie bei ihrer Arbeit und ihrem Kampf. In Sao Paulo ist das eine Menschenrechtsorganisation, die Rechtsaufklärung betreibt: Sie wollen den Menschen ihre Rechte bewusst machen und ihnen dabei helfen, diese auch geltend zu machen.

Daneben unterstützt Misereor auch eine Aktion in einem Regenwalddorf: Dort soll ein Staudamm gebaut werden, der das Leben der Menschen bedroht. Seit Jahrhunderten wird diese Region und ihr Regenwald ausgebeutet, ein geplanter Stausee wird es in Zukunft unmöglich machen, dort zu leben. Das will der regionale Misereor Partner, die „Landpastoral CPT“, verhindern und setzt auf die finanzielle Unterstützung aus Deutschland.

 

Geld für soziale Projekte

Um diesen benachteiligten Menschen in Südamerika helfen zu können, braucht das Hilfswerk Misereor die finanzielle Unterstützung der Christen in Deutschland. Am fünften Fastensonntag wird für das Hilfswerk gesammelt, Sie können jedoch auch online für diesen guten Zweck spenden.

Misereor bietet darüber hinaus viele unterschiedliche Materialien, um in der Pfarrei, der Schule und ehrenamtlichen Gruppen in den Pfarreien über die sozialen Projekte informieren zu können.

 

 

Hungertuch: Die Erde ist für alle da

Für Pfarreien bieten sich besonders die liturgischen Bausteine von Misereor an. Wer das soziale Anliegen in der Fastenzeit betonen möchte, findet dort Formulare für Bußgottesdienste, Morgen- und Abendgebete sowie Texte zum fünften Fastensonntag, an dem traditionell die Misereorkollekte durchgeführt wird. Für Pfarrbriefe und kirchliche Internetauftritte bieten sich zudem Bilder und Logos zum Download an.

Im Zentrum der Fastenaktionen steht in jedem Jahr auch ein „Hungertuch“, das in diesem Jahr vom Künstler Dao Zi gestaltet wurde. Er interpretiert in seinem Hungertuch einen Satz aus der Bergpredigt: „Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ (Mt 6,21) Das Tuch zeigt einen großen, auf die Erde stürzenden Goldklumpen. Damit will der Maler ausdrücken, dass die Erde – Gottes Geschenk – und ihre Ressourcen für alle Menschen genügen; noch aber ist die Welt nicht vollendet, sie ist noch nicht so, wie sein sollte und könnte. Besonders in der Pfarrei kann man mit dem Hungertuch arbeiten und in Gesprächskreisen seine Aussage diskutieren. Dafür stellt Misereor online unterschiedliche Gestaltungshilfen zur Verfügung: Meditationen, Predigten und einen Film über das Tuch. Dort kann das Hungertuch auch als Bilddatei heruntergeladen werden.

 




Kinder für soziale Anliegen schulen

Auch in der Schule kann mithilfe der Fastenaktion von Misereor der Blick für Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit in der Welt geschärft werden – etwa durch das Hungertuch oder die exemplarischen sozialen Projekte in Brasilien. Misereor bietet dafür unterschiedliche Unterrichtsmaterialien an, etwa vorformulierte Musterstunden für die unterschiedlichen Jahrgangsstufen.

Eigens für Kinder hat Misereor weitere Unterlagen und Informationen zum sozialen Projekt im brasilianischen Regenwald zur Verfügung gestellt. Dort finden sich kindgerecht aufgearbeitete Erklärungen und Unterlagen, dort kann man auch das kleine Opferkästchen für Kinder kostenlos bestellen.


Ins Gespräch kommen

Für Frauenvereine, Gebetskreise und Bibelgruppen ergeben sich im Rahmen der Fastenaktion unterschiedliche Möglichkeiten, das soziale Anliegen von Misereor zu thematisieren. Als Grundlage dazu kann ein kurzer Film dienen, der die wesentlichen Fakten über Misereor und die Fastenaktion präsentiert. Ebenso finden sich auf den Misereor-Seiten verschiedene Literaturangaben und Links, um in kleinen Gruppen über soziale Gerechtigkeit, Umweltzerstörung und die grundlegenden Menschenrechte ins Gespräch zu kommen.