Erdbebengebiet in Venezuela

Misereor bittet um Spenden für Venezuela

Sofort­hilfe für Erdbeben­opfer


Aachen / Regensburg, 2. Juli 2026

Nach den schweren Erdbeben in Venezuela reißen die katastrophalen Nachrichten nicht ab. Misereor-Partnerorganisationen berichten, dass sich die Lage für die Überlebenden des Erdbebens von Tag zu Tag verschärft. Spenden für die Erdbebenopfer werden von Tag zu Tag notwendiger.

Die venezolanische Misereor-Partnerorganisation Cáritas de Venezuela versorgt Hunderte Familien in den besonders stark betroffenen Diözesen La Guaira, Caracas und Miranda mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und medizinischer Versorgung. Auch psychologische Hilfe wird den traumatisierten Menschen angeboten. Misereor stellt zunächst 50.000 Euro für diese Nothilfemaßnahmen zur Verfügung und prüft weitere Hilfen für die Menschen in Venezuela.

„In den vom Erdbeben betroffenen Städten und Regionen herrschen chaotische Zustände. Unsere venezolanischen Partner berichten von einer deutlich höheren Anzahl an Toten und Verletzten als offiziell verkündet werden. In Venezuela geht man inzwischen von 4000 Toten und zudem von über 50.000 Vermissten aus. Die Menschen benötigen also dringend weitere Unterstützung“, erklärt Barbara Schirmel, Länderreferentin für Venezuela bei Misereor. Viele Familien verbringen weiterhin die Nächte aus Angst vor weiteren Einstürzen im Freien. Zugleich ist die Wasserversorgung in den betroffenen Gebieten stark beeinträchtigt. 

Die Hilfe von „Cáritas de Venezuela“ durch ein Netzwerk von lokalen Teams und Freiwilligen umfasst nun die Bereitstellung von Zelten, Decken, Planen, Lebensmittelpaketen, Säuglingsnahrung, Hygienesets sowie Medikamenten. „Das Beben trifft die Menschen in der ohnehin sehr schwierigen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Lage besonders hart“, betont Schirmel. Schon vor dem Beben lebten Millionen von Menschen unterhalb des Existenzminimums. Etwa acht Millionen Menschen waren auf humanitäre Hilfe angewiesen. 

Gerade deshalb kommt es jetzt auf langfristige Unterstützung der Bevölkerung an, um das Leid der Betroffenen zu lindern und den Wiederaufbau zu ermöglichen. „Die Menschen in den betroffenen Regionen verlieren die Hoffnung und können nur schwer an eine bessere Zukunft glauben. Wir rechnen damit, dass sehr viele ihren Heimatort verlassen und es zu verstärkten Migrationsbewegungen kommt“, so ein Vertreter von „Cáritas de Venezuela“.

Text: Tobias Bader

(sig)

Weitere Infos

Misereor ist für die Hilfe in Venezuela auf Spenden angewiesen: 

IBAN: DE75 3706 0193 0000 1010 10 
BIC: GENODED1PAX 
Bank: Pax-Bank für Kirche und Caritas  
Stichwort: Erdbeben Venezuela



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