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Zur Neuigkeit
Marienkapelle am Köferinger Weinberg feierlich gesegnet
Von einer Idee zum Gemeinschaftsprojekt
Regensburg/Köfering, 21. August 2026
Einen Tag nach dem Hochfest Mariä Himmelfahrt wurde die neu errichtete Marienkapelle am Köferinger Weinberg von Pfarrer Pater Jospeh Puthussery vor über 250 Gläubigen feierlich gesegnet und ihrer Bestimmung übergeben. Die Kapelle soll künftig allen Menschen als Ort der Ruhe, des Gebets und der Besinnung offenstehen. „Möge diese Kapelle für ihre Besucher ein Ort der Stille werden und ihnen Kraft für ihre Anliegen schenken“, betonte Initiator Kirchenpfleger Thomas Kleinert im Rahmen der Segnungsfeier.
Der Ursprung des Projekts reicht ins Jahr 2020 zurück. Bei den Feierlichkeiten zur Wiedereröffnung der Wieskapelle in Alteglofsheim erzählte Thomas Kleinert Gräfin Marie Therese von und zu Lerchenfeld von seiner die Idee, auch in Köfering eine Kapelle zu errichten. Ihre Ermutigung, das Vorhaben weiterzuverfolgen, war entscheidend für die weitere Entwicklung. Gemeinsam mit dem gräflichen Haus wurde der Standort am Köferinger Weinberg gefunden.
Große Spendenbereitschaft und ehrenamtliches Engagement
Nach ersten Planungen und Kostenschätzungen wurde das Projekt der Pfarrgemeinde vorgestellt. Zahlreiche Bürger unterstützten das Vorhaben mit Spenden. Auch ein Benefiz-Orgelkonzert von Organist und Kantor Matthias Fäth trug zum Gelingen bei.
Im Mai 2025 begannen die Bauarbeiten. Was folgte, war ein außergewöhnliches Gemeinschaftsprojekt: Insgesamt wurden an mehr als 40 Arbeitstagen knapp 500 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet. Zahlreiche Helfer brachten ihr handwerkliches Können, ihre Zeit und ihre Tatkraft ein.
Handwerkskunst prägt das Bauwerk
Besonderen Anteil am Gelingen hatten viele Handwerker und Unterstützer aus der Region. So entstand ein Bauwerk, das traditionelle Handwerkskunst und Liebe zum Detail vereint. Hervorzuheben sind dabei insbesondere der von Maximilian Schöberl geschaffene markante Dachstuhl mit seinem Türmchen, die kunstvoll gestalteten Windbretter sowie die historische Kronendeckung, die der Kapelle ihr besonderes Erscheinungsbild verleihen.
Wertvolle Spenden für den Innenraum
Auch die Ausstattung der Kapelle wurde durch großzügige Spenden ermöglicht. Ein großes Kreuz von Rupert Dirschl, ein restauriertes Kreuz aus dem Besitz von Rudi Chrisam sowie die handgeschnitzte Marienfigur des verstorbenen Köferinger Künstlers Roman Illing fanden ihren Platz im Innenraum. Bastian Kleinert brachte aus Rom ein goldenes Kreuz mit und stiftete es für den Altar der Marienkapelle.
Ein besonderer Blickfang ist der Altar aus historischen Stelen, die vom gräflichen Haus zur Verfügung gestellt wurden und nach behutsamer Restaurierung in die Kapelle integriert werden konnten. Zu den besonderen Ausstattungsstücken der Kapelle zählt zudem eine historische Darstellung der Gottesmutter. Die Marienfigur wird in Kürze von der Firma Rappenegger sorgfältig restauriert und ein weiteres prägendes Element der Kapelle am Köferinger Weinberg.
Dank an alle Beteiligten
Bei der Segnungsfeier dankte Initiator Thomas Kleinert sichtlich bewegt den zahlreichen Spendern, Helfern, Firmen und Unterstützern, die das Projekt ermöglicht haben. Besonderer Dank galt auch den Mitgliedern des Bautrupps. Diese Gruppe hat durch ihren außerordentlichen Einsatz zum Bau dieser Kapelle beigetragen. „Auf diese Männer war immer verlass“, sagte Kleinert dankbar. Zu der Gruppe zählten Klaus Schönborn, Darius Giec, Franz Steinberger, Karl Hagen, Dietmar Knopff, Victor Woekessou und Bastian Kleinert. Auch die Familie des Initiators begleitete und unterstützte über die gesamte Bauzeit hinweg.
Pfarrer Pater Joseph Puthussery zeigte sich sehr erfreut über die Fertigstellung der Marienkapelle. Sie bereichere das geistliche Leben in der Gemeinde, betonte er. Er wünscht sich, dass die Kapelle künftig ein von Vielen genutzter Ort des Gebets und der Begegnung werde an dem regelmäßig Maiandachten und Marienfeiern stattfinden, der aber auch für persönliche Besuche genutzt wird. Die Menschen seien eingeladen, diesen besonderen Ort anzunehmen und mit Leben zu erfüllen.
Text und Fotos: Wolfgang Voigt
(chb)







