Gruppenbild in der Kirche

Kloster Ensdorf

Salesianer Don Boscos feierten Professjubiläen


Ensdorf, 20. August 2026 

An Mariä Himmelfahrt, 15. August 2026 feierten die Salesianer Don Boscos in Ensdorf im Rahmen eines Festgottesdiensts ihre Professjubiläen und die Amtseinführung von P. Slawomir Niemczewski als neuer Direktor bei Don Bosco Ensdorf. 

Für die Salesianer Don Boscos hat Mariä Himmelfahrt eine besondere Bedeutung. Traditionell legten die Novizen an diesem Tag ihre ersten Gelübde ab. Deshalb versammeln sich jedes Jahr am 15. August zahlreiche Ordensmitglieder im Kloster Ensdorf, das über viele Jahrzehnte Ausbildungsstätte des Ordens war, um gemeinsam ihre Professjubiläen zu feiern.

In diesem Jahr feierten sechs Salesianer Don Boscos ein Jubiläum und den Start von P. Slawomir Niemczewski als neuen Direktor.

Immer wieder „Ja“ zur Berufung im Dienst Gottes

Es ist Brauch, an Mariä Himmelfahrt kunstvoll gebundene Kräutersträuße zu weihen – ein Zeichen für Maria, die als schönste Blume in Gottes Garten verehrt wird. In ihr zeigt sich beispielhaft, was es bedeutet, die eigene Berufung immer wieder neu anzunehmen. „Maria hat immer wieder ‚Ja‘ zu ihrer Berufung durch Gott gesagt“, erklärt P. Reinhard Gesing, Provinzial des Ordens in Deutschland. „Auch als es schwer wurde, hielt sie an ihrem ‚Ja‘ zum Willen Gottes fest.“

Dieses beständige Ja zur eigenen Berufung prägt auch das Leben der Ordensbrüder. P. Gesing ermutigt sie deshalb in seiner Predigt, dankbar auf das zurückzublicken, was ihnen auf ihrem Weg gelungen ist, und zugleich offen zu bleiben für das, was Gott ihnen weiterhin anvertraut: „Blühe, wo du gepflanzt bist – wie Maria, der heilige Don Bosco oder der heilige Franz von Sales.“

Ein solches treues und über viele Jahre gelebtes Ja zur Berufung wird an diesem Tag in besonderer Weise sichtbar: Mit der Feier des Professjubiläums würdigt die Ordensgemeinschaft Menschen, die sich über Jahrzehnte hinweg in den Dienst Gottes und ihrer Mitmenschen gestellt haben. 50-jähriges Jubiläum feierten P. Josef Knupp aus Beromünster und Br. Johannes Schlüter aus Straubing. Seit 40 Jahren sind P. Norbert Schützner, P. Hans Kastl und P. Heinz Menz aus Benediktbeuern und P. Albert Krottenthaler aus Chemnitz als Salesianer Don Boscos im Einsatz für junge Menschen.

Im Anschluss erneuerten die Jubilare ihr Ordensgelübde und bekräftigten damit erneut ihr persönliches Ja zu ihrer Berufung.

P. Slawomir Niemczewski ist neuer Direktor

Ein besonderer Dank des Provinzials galt P. Ulrich Schrapp für seinen langjährigen Einsatz als Direktor der Ensdorfer Salesianergemeinschaft. Nach sieben Jahren in dieser verantwortungsvollen Aufgabe verabschiedet er sich nun in den Ruhestand.  Sein Nachfolger ist P. Slawomir Niemczewski. 

Als Direktor ist P. Niemczewski für die örtliche Ordensgemeinschaft verantwortlich. Zu seinen Aufgaben gehören die Sorge um seine Mitbrüder sowie die Gestaltung des gemeinschaftlichen und geistlichen Lebens. Gleichzeitig bleibt er Pfarrer und Seelsorger der Pfarreiengemeinschaft Ensdorf-Rieden-Vilshofen.

P. Slawomir Niemczewski wurde am 25. September 1961 in Bydgoszcz, Polen, geboren und 1988 zum Priester geweiht. Nach verschiedenen seelsorglichen und ordensinternen Aufgaben in Polen kam er 2004 nach Deutschland. Er war zunächst Pfarrer in Oberwildenau und ab 2008 in Limbach-Oberfrohna bei Chemnitz. Im Oktober 2019 übernahm er die Pfarrei St. Jakobus in Ensdorf.

Text und Fotos: Mona Stangl, Don Bosco Ensdorf
(chb) 



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