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Maria von Nazareth und ihre Bedeutung für die Zukunft

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Am Christkönigssonntag lud die Aktionsgemeinschaft katholischer Laien und Priester im Bistum Regensburg in den Pfarrsaal St. Wolfgang zu einem Vortragsnachmittag ein, in dessen Mittelpunkt der katholische Journalist und Autor Michael Hesemann mit seinen Ausführungen zu "Maria von Nazareth und ihre Bedeutung für die Zukunft" stand. Den Referenten freute es besonders, Apostolischen Protonotar Georg Ratzinger willkommen heißen zu dürfen, mit dem er 2011 das Buch "Mein Bruder, der Papst" herausgab, das bereits in 12 Sprachen übersetzt wurde. Im gleichen Jahr erschien im St. Ulrichs-Verlag Augsburg das Buch "Maria von Nazareth. Geschichte, Archäologie, Legenden", das Gegenstand des gehaltvollen Vortrages war.

 

"Maria von Nazareth und ihre Bedeutung für die Zukunft"

In seinem Vortrag, gewidmet der "großartigsten Frau der Weltgeschichte", machte er sich auf eine Spurensuche ins Heilige Land mit der Fragestellung: "Fußt die Lehre der Kirche zu Maria auf historischem Fundament oder ist sie nur fromme Legende?" Er stellte sieben Thesen auf, die er mit zahlreichen Erkenntnissen und Quellen aus Archäologie, den Werken der Kirchenväter und aus der Profangeschichte belegte, von denen hier einige genannt werden sollen:

 

1. Gott offenbart sich in der Geschichte

Sogar das Glaubensbekenntnis hat eine historische Fußnote: "...gelitten unter Pontius Pilatus". Der römische Kaiser Augustus schaffte die Infrastruktur für die Verbreitung des Evangeliums.

 

2. Maria ist die Tochter Zions...

Die Abstammung Mariens aus dem königlichen Hause Davids wurde nicht nur durch einen detaillierten Blick in die beiden Stammbäume Jesu bei Matthäus und Lukas beleuchtet sondern auch durch viele Einzelaspekte des jüdischen Rechts und der Kirchenväter.

 

3. Maria war tatsächlich immerwährend Jungfrau

Nicht ein Übersetzungsfehler vom Hebräischen ins Griechische, von junge Frau (almah) zu Jungfrau (parthénos) läßt Maria von Nazareth Jungfrau sein. Jesus sei der einzige Jude, der nach seiner Mutter benannt werde - "Jesus, der Sohn Mariens" - was zur damaligen Zeit total untypisch gewesen sei.

 

4. Maria war vielleicht arm, aber gebildet

Allein die Worte, die Maria im Magnificat gefunden habe, so Hesemann, wiesen unmissverständlich auf ihren Bildungsstand hin. Kein einfaches "Mädchen vom Lande" habe solche Worte finden können.

 

5. Die Kindheitsgeschichte des Herrn ist historisch zuverlässig

Viele Einzelheiten der Kindheitsgeschichte, so Hesemann, seien historische Fakten: Die Volkszählung unter Kaiser Augustus, Quirinius als Oberbefehlshaber in Syrien oder die Meldepflicht am Ort des Grundbesitzes.

 

6. Die marianischen Dogmen basieren auf der Heilsgeschichte

Alle vier marianischen Dogmen - Theotokos (Ephesus 431), Allzeitjungfräuliche (Lateran 649), Immaculata (Rom 1854) und Mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen (Rom 1950) - stehen in engem Zusammenhang zur Heilsgeschichte. Maria von Nazareth war bei allen heilsgeschichtlichen Eckpunkten dabei, ohne ihr "Ja" hätte es keine Erlösung gegeben.

 

7. Die Marienverehrung ist so alt wie die Kirche

Hier zeichnete Michael Hesemann ein eindrucksvolles Bild von den Worten des Magnificats "Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter" (Lk 1,48) und den frühsten Mariendarstellungen in den Katakomben des 2./3. Jhdts. bis zu der ältesten Ikone, der "Advocata" auf dem Monte Mario in Rom (439 n.Chr.), und dem ältesten Mariengebet, das auf einem ägyptischen Papyrus um 470 n.Chr. festgehalten ist und Vorläufer des "Unter Deinem Schutz und Schirm" darstellt.

 

Stichwort: Aktionsgemeinschaft katholischer Laien und Priester

Die Aktionsgemeinschaft katholischer Laien und Priester in der Diözese Regensburg ist eine von 15 Niederlassungen auf Bistumsebene in Deutschland. Ihre Zielsetzung formulieren die 15 Initiativkreise oder Aktionsgemeinschaften selbst wie folgt: "Die Initiativkreise katholischer Laien und Priester bemühen sich in vielfältiger Weise um die Verbreitung und Verteidigung der Lehre der katholischen Kirche nach den Weisungen der Päpste und der mit ihnen verbundenen Bischöfe (vgl. Lumen Gentium 25).

 

Sie wollen den christlichen Werten in der Gesellschaft wieder Gehör verschaffen und zu einer positiven Gestaltung der Zukunft beitragen". Bundesweite Hauptveranstaltung ist zum einen der Kongress "Freude am Glauben", der vom 22. bis 24. April 2016 in Aschaffenburg zum 16. Mal stattfinden wird und unter dem Generalthema: "Was gibt den Menschen Hoffnung für die Zukunft?" steht. Auch in Regensburg gab es bereits zwei Kongresse (2004 und 2005). In Augsburg findet vom 14. bis 17. September 2016 auch die 24. Theologische Sommerakademie statt, die sich das Thema "Der katholische Glaube - Kraftquelle für den Alltag" gegeben hat.

Wer an den Veranstaltungen der Aktionsgemeinschaft in der Diözese Regensburg interessiert ist, wende sich an: Marianne Müller, Friedrich-Ebert-Straße 13 b, 93051 Regensburg, Telefon 0941/94660477, marianne.mueller@forum-deutscher-katholiken.de.