Kloster in grüner italienischer Landschaft auf einem Hügel

Leo XIV. besucht Montecassino

Beim Patron Europas um Frieden gebetet


Montecassino / Regensburg, 21. juli 2026

Papst Leo XIV. hat die Erzabtei Montecassino besucht. Wie das Presseamt des Heiligen Stuhls mitteilte, handelte es sich um eine private Visite des Kirchenoberhaupts. Offenkundig hatte der Pontifex indessen ein Anliegen, das ihm so wichtig ist, dass er dafür eigens die geschichtsträchtigen Mönchsgemeinschaft aufsuchte, die der heilige Benedikt gegründet hat.

Im Mittelpunkt des Aufenthalts der Abtei Montecassino stand ein langes Gebet am Grab des heiligen Benedikt. Der Papst nutzte diesen Moment, um ein dringendes Anliegen vorzubringen: Er vertraute dem Ordensgründer seine Bitte um Frieden für jene Regionen der Welt an, die gegenwärtig von bewaffneten Konflikten betroffen sind. Im Anschluss an seine Zwiesprache mit dem Heiligen nahm das Kirchenoberhaupt an einem gemeinsamen Mittagessen mit den ansässigen Benediktinermönchen teil. Nach dem Treffen kehrte er in seine Residenz nach Castel Gandolfo zurück.

Die Erzabtei Montecassino gilt als ein zentraler Ort der christlichen und europäischen Geschichte. Das Kloster wurde im Jahr 529 vom heiligen Benedikt von Nursia auf einem Hügel nahe der Stadt Cassino gegründet und ist das Mutterkloster des Benediktinerordens. Hier verfasste Benedikt die berühmte Regula Benedicti, die über Jahrhunderte die abendländische Klosterlandschaft prägte. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte das Kloster mehrfach Zerstörungen und Wiederaufbauten. Die folgenreichste Zerstörung ereignete sich im Frühjahr 1944 während des Zweiten Weltkriegs, als die Anlage durch alliierte Bombenangriffe fast vollständig in Trümmer gelegt wurde, da man dort deutsche Truppen vermutete. Nach dem Krieg wurde die Abtei originalgetreu wiederaufgebaut.

Vatican News

(sig)



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