Suche
Kategorien
Seiten
Nachrichten
Bilder
Videos
{{{_highlightResult.post_title.value}}}
{{#helpers.snippet}}{ "attribute": "content", "highlightedTagName": "mark" }{{/helpers.snippet}}
Zur Seite{{{_highlightResult.post_title.value}}}
{{#helpers.snippet}}{ "attribute": "content", "highlightedTagName": "mark" }{{/helpers.snippet}}
Zur Neuigkeit
Lehrerfortbildung der Schulstiftung zu Christenverfolgung und Religionsfreiheit
Nachfolge bis in den Tod
Regensburg, 16. Oktober 2026
In Kooperation mit dem internationalen Hilfswerk Kirche in Not stand bei einer Fortbildung der Schulstiftung der Diözese Regensburg die Situation verfolgter Christen weltweit im Fokus. Besonders eindrücklich war dabei das sehr persönliche Glaubenszeugnis eines koptischen Christen. Die Idee zur Schulung war aus dem Wunsch heraus entstanden, das Phänomen der Christenverfolgung interessierten Lehrkräften der Stiftungs- und anderer kirchlicher Schulen näherzubringen.
Nach der Begrüßung in der Bischof Manfred Müller Schule in Regensburg und einer kurzen Einführung in die Thematik durch Stiftungsdirektor Ltd. OStD i.K. Günter Jehl gab André Stiefenhofer, Leiter der Medienabteilung bei Kirche in Not Deutschland, einen Einblick über die aktuelle Lage der Religionsfreiheit. Das Recht auf Religionsfreiheit war im Jahr 1948 von den Vereinten Nationen als offizielles Grundrecht in die Charta der Menschenrechte aufgenommen worden. Laut Religionsfreiheitsbericht 2025 wird dieses Recht in 62 Ländern der Welt missachtet. Insgesamt sind 64,7% – fast zwei Drittel der Weltbevölkerung, darunter sowohl Christen als auch Gläubige anderer Konfessionen – religiöser Verfolgung (4,1 Mrd.) bzw. Diskriminierung (1,3 Mrd.) ausgesetzt.
Darüber hinaus ging Stiefenhofer exemplarisch auf die konkrete Lage in einzelnen Ländern wie China, Indien und Nigeria ein. Der zweijährlich von Kirche in Not herausgegebene Religionsfreiheitsbericht bietet eine Übersicht über die gesamte Weltlage, genauere Details zu einzelnen Ländern können unter www.religionsfreiheit-weltweit.de eingesehen werden.
Als koptischer Christ verfolgt
In einem bewegenden Zeugnis berichtete Kiro Lindemann, der als christlicher Influencer auf mehreren Social-Media-Kanälen aktiv ist, von seinen Erfahrungen als koptischer Christ in Ägypten. In der Silvesternacht 2010/11 wurde auch seine Familie Opfer eines islamistischen Selbstmordanschlags, bei dem seine Mutter, seine ältere Schwester und seine Tante ums Leben kamen und seine jüngere Schwester schwer verletzt wurde. Nach einer abenteuerlichen Flucht landete Lindemann schließlich in Bayern und musste dort sieben Jahre auf die Genehmigung seines Asylantrags warten. Trotz der vielen schmerzvollen Erfahrungen und nach einem langen Prozess des Ringens mit Gott fand er durch seinen christlichen Glauben zur Heilung und konnte sogar dem Attentäter vergeben. Heute ist er glücklich verheiratet, Vater von drei Töchtern und lebt mit seiner Familie im Westen Deutschlands.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen beschäftigten sich die Anwesenden im Rahmen eines Workshops von André Stiefenhofer mit der Bedeutung des Wortes „Martyrium“. In einem Kurzfilm wurden zwei moderne Märtyrer vorgestellt, die verschiedene Arten von Martyrium erfahren haben: das „rote“, das mit dem Blut (d.h. mit dem Tod) bezahlt wird, und das „weiße“, das sich in einer opferbereiten Lebenshingabe äußert, ohne dass die betreffende Person dabei zu Tode kommt.

Vorbereitung auf den Red Wednesday
Als Vorschlag zur didaktischen Umsetzung der Themen Christenverfolgung und Religionsfreiheit im Unterricht präsentierte die Pädagogische Referentin der Schulstiftung, OStRin i.K. Christine Maierhofer, eine eigens erstellte Unterrichtssequenz, die ab Klasse 9 durchgeführt werden kann. Diese dient zum Beispiel als Vorbereitung auf den Red Wednesday, einer Aktion des Hilfswerks Kirche in Not, die jährlich im November auf die Verfolgung von Christen auf der ganzen Welt aufmerksam macht. Das Unterrichtsmaterial kann im Downloadbereich des Red Wednesday kostenfrei heruntergeladen werden.
Den Abschluss der Tagung bildete eine musikalisch gestaltete Andacht für verfolgte Christen und für ein friedliches Miteinander der Menschheit, geleitet von dem Augustinerchorherren Dirk-Henning Egger. In seiner Predigt erzählte er von einer persönlichen Erfahrung mit einem verfolgten Christen, dessen fester Glaube und Einstehen für die Wahrheit – auch unter Inkaufnahme schwerer Verluste – ihn mit tiefer Demut erfüllt hatte.
Die Veranstaltung endete mit dem priesterlichen Segen und einem Schlusswort des Stiftungsdirektors.

Text: Christine Maierhofer/Schulstiftung der Diözese Regensburg
(kw)
Weitere Infos
Der Aktionszeitraum des Red Wednesday erstreckt sich dieses Jahr vom 1. bis zum 22. November, der offizielle Termin ist der 18. November 2026.
Das päpstliche Hilfswerk Kirche in Not, das im Jahr 1947 von Pater Werenfried von Straaten gegründet wurde, ist heute mit über 5000 Projekten in etwa 140 Ländern tätig und setzt sich u.a. für Kirchenbau, pastorale Ausbildung und Nothilfe ein. Seine Arbeit ist zu hundert Prozent spendenfinanziert und erhält weder öffentliche Gelder noch Kirchensteuermittel.




