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Zur Neuigkeit
Warum Kinder im digitalen Raum besonderen Schutz brauchen
KI im Kinderzimmer
Regensburg, 16. Oktober 2026
Die katholische und die evangelische Kirche setzen sich für kindgerechte digitale Angebote und einen verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz ein. Auch die kirchliche Bildungsarbeit steht vor neuen Fragen.
Künstliche Intelligenz begegnet Kindern zunehmend im Alltag – etwa beim Lernen, Spielen oder in Gesprächen mit Chatbots. Damit sie die Chancen dieser Technologie nutzen können, brauchen sie altersgerechte Angebote, verständliche Orientierung und Schutz vor möglichen Gefahren.
Nicht nur schützen, sondern auch befähigen
Gemeinsam mit dem Verein Seitenstark wollen deshalb beide Kirchen Kinder für eine von KI geprägte Welt stärken. Die Initiative „KI kindgerecht!“ setzt sich für Qualitätsstandards interaktiver KI-Angebote ein. Zugleich fordert sie verbindliche gesetzliche Regeln und eine stärkere Förderung der Medienbildung.
Verantwortung für die digitale Zukunft
Bischof Georg Bätzing betonte am Mittwoch, dass die Verantwortung für den Schutz von Kindern nicht allein bei den Eltern liegen dürfe. Auch Politik, Anbieter und Bildungseinrichtungen seien gefordert. Künstliche Intelligenz müsse dem Menschen dienen und das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt stellen.
Ein Auftrag auch für die kirchliche Bildungsarbeit
Das Thema betrifft auch die kirchliche Bildungsarbeit. Ob in Schulen, Pfarreien oder der Jugendarbeit: Kinder und Jugendliche brauchen Möglichkeiten, digitale Technologien kennenzulernen und kritisch zu hinterfragen. Zugleich gilt es, Werte wie Menschenwürde, Rücksichtnahme und Verantwortung zu vermitteln.
Auch für das Bistum Regensburg bietet sich hier ein wichtiges Handlungsfeld. Entscheidend ist, die Möglichkeiten neuer Technologien verantwortungsvoll zu nutzen und dabei den Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren.
Denn Kinder sollen die digitale Zukunft nicht nur erleben, sondern sie verstehen und mitgestalten können – gut begleitet und wirksam geschützt.
Text: KNA/Silke Schötz
(SSC)
Weitere Infos
Der Verein Seitenstark engagiert sich bereits seit 2007 für Kinderrechte im digitalen Raum. Seit 2022 zeichnet er hochwertige digitale Kindermedien mit einem eigenen Gütesiegel aus. Das Netzwerk „KI kindgerecht!“ soll offen für weitere Einrichtungen, Verbände und Institutionen sein, die sich für eine sichere und altersgerechte digitale Umgebung einsetzen möchten.



