News Bild Lebendige Weihnachtsgeschichte - Holzkrippenausstellung in Pleystein

Lebendige Weihnachtsgeschichte - Holzkrippenausstellung in Pleystein

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Eine Krippe gehört für viele Menschen einfach zu Weihnachten dazu. Es gibt sie in allen möglichen Farben und Formen. Sei es eine echte handgeschnitzte Holzkrippe, eine bunt zusammengewürfelte, oder vielleicht nur eine Pappkrippe für den Schreibtisch. Sie ist eine fester Bestandteil, neben dem Weihnachtsbaum, oder den Geschenken. Denn sie führt uns ganz plastisch vor Augen, was an Weihnachten passiert: Die Geburt von Jesus Christus!

Sie lädt uns ein, sich vor ihr zu versammeln und sich Gedanken über dieses Ereignis zu machen. Oft verbindet man auch mit einer Krippe schöne Kindheitserinnerungen. Etwa, wenn man die Krippe mit dem Opa zusammen aufgebaut hat, oder jedes Jahr eine neue Figur zu Weihnachten bekommen hat.

Eine Krippe entsteht über viele Jahre


Eine Krippe entsteht meist über viele Jahre. Jedes Jahr kommt eine neue Figur hinzu, sie wird erweitert, oder man muss das Moos erneuern. Etwas länger dauert es natürlich, wenn man seine Krippe sogar selbst schnitzt. So wie die Holzschnitzer aus Pleystein. Den Verein der „Pleysteiner Holzschnitzer“ gibt es bereits seit 1970. Der Verein zählt rund 50 Mitglieder, von denen rund 30 aktive Holzschnitzer sind.

Alle fünf Jahre findet eine große Krippenausstellung der „Pleysteiner Holzschnitzer“ statt. Dieses Jahr ist es wieder soweit. Ausgestellt werden nur handgefertigte Holzkrippen. Jedes Schaf und jede Figur wurde handgeschnitzt. Gezeigt werden verschiedene Arten von Krippen, wie z.B. im Oberpfälzer-Stil.


Impressionen von der Holzkrippenausstellung in Pleystein.


Die Schnitzsaison beginnt meist Mitte Oktober und dauert bis Ende März. In dieser Zeit treffen sich die Holzschnitzer zweimal in der Woche und schnitzen was das Holz hergibt. Viele Werkzeuge benötigt man als Holzschnitzer. Angefangen vom Geißfuß, Flacheisen, oder Schneidemesser. Die Profis geben für ein gutes Werkzeug richtig viel Geld aus, so Gerhard Müller.

Das Holz für ihre Schnitzereien bekommt der Verein aus einem Lindenwald bei Wernberg-Köblitz. Das Lindenholz wird mit einer Säge auf verschiedene Breiten geschnitten und wird dann ungefähr vier Jahre getrocknet. Erst nach dieser Trockenzeit kann man das Lindenholz zum Schnitzen verwenden.

Aus einem Holzklotz etwas erschaffen

Jetzt könnte man ja denken Holzschnitzen ist eher etwas für Männer. Doch weit gefehlt. Auch viele Frauen schnitzen gerne. Eine davon ist Angelika Kleiner. Sie ist Schriftführerin der „Pleysteiner Holzschnitzer“ und schnitzt bereits seit über 30 Jahren. Sie wird auch von ihren Schnitzerfreunden liebevoll „Mädchen für Alles“ genannt. Sie stellt nicht nur eine eigene handgeschnitzte Krippe aus, sondern kümmert sich bei der großen Krippenausstellung auch um das leibliche Wohl der Besucher. Von Kaffee, über Kuchen und Plätzchen ist alles dabei.


Für Angelika Kleiner liegt die Faszination des Holzschnitzens im Entstehungsprozess: „Wenn ich am Anfang einen Holzklotz in der Hand habe und aus diesem dann eine schöne Figur herausbekomme, ist das ein tolles Erlebnis!“.



Holzschnitzen + Gemeinschaft = Eine tolle Sache !

Gezeigt werden aber nicht nur klassische Holzkrippen. Es gibt auch andere Holzschnitzarbeiten zu sehen. Etwa Darstellungen von Heiligenfiguren, Symbolen oder Masken. Die Besucher können den Holzschnitzern bei der Ausstellung auch über die Schultern schauen. Jeden Tag gibt es Schnitzvorführungen und man kann mit den Ausstellern ins Gespräch kommen.

Besonders stolz sind die Schnitzer nicht nur auf ihre tollen Krippen, sondern auch auf den Zusammenhalt ihrer Mitglieder. Jeder bringt seine Talente ein und unterstützt die anderen so gut er kann, so Vereinsvorsitzender Gerhard Müller.

Wenn sich jemand für das Holzschnitzen interessiert, ist er jederzeit bei den „Pleysteiner Holzschnitzern“ willkommen. Die Schnitzer treffen sich jeden Dienstag und Freitag von 19 –22 Uhr im Werkraum der Volksschule in Pleystein.

Ausgestellt werden die Holzkrippen im Bachofnersaal(Marktplatz 13) in Pleystein. Vom 26.12 bis 30.12, sowie vom 01.01. bis 08.01. (jeweils von 13 bis 18 Uhr) können die Kunstwerke bestaunt werden.