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Zur Neuigkeit
Kritik an Haushaltsplänen der Bundesregierung
Familienbund der Katholiken zeigt sich enttäuscht
Berlin / Regensburg, 11. September 2026
Der Familienbund der Katholiken hat deutliche Kritik an den Haushaltsplänen der Bundesregierung für das kommende Jahr geübt. Es gehe um die „Kürzung des Ansatzes für gesetzliche Familienleistungen um mehr als eine Milliarde Euro“ sowie umgekehrt die hohe „Gesamtbelastung für Familien“.
„Die geplanten Kürzungen, etwa beim Wohngeld, beim Elterngeld, beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende und beim Sofortzuschlag für Kinder aus einkommensarmen Familien“ ließen sich nicht mit einer verlässlichen Familienpolitik vereinbaren. Ulrich Hoffmann, der Präsident des Familienbundes, sagte: „Wenn wir über Zukunftsfähigkeit sprechen, dürfen wir Kinder nicht vergessen. Kinder sind Zukunft. Sie entwickeln die Innovationen von morgen. Wer in Familien investiert, investiert in die Innovationskraft unseres Landes.“
„Bei der niedrigsten Geburtenzahl seit 1946 müsste jedes einzelne Kind besonders gefördert werden. Stattdessen treffen die Reformen insbesondere Familien, die es ohnehin schon schwer haben“, fügte er hinzu. „Es wird von Milliardenentlastungen gesprochen“, so Hoffmann weiter, „aber viele Familien merken davon am Monatsende kaum etwas. Inflation sowie gestiegene Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung fressen einen großen Teil der Entlastung wieder auf.“
„Besonders kritisch“ sei ohnehin, „dass die Inflation im Steuertarif nicht konsequent berücksichtigt und die ‚kalte Progression‘ nicht vollständig ausgeglichen wird. Familien haben in den vergangenen Jahren erhebliche Kaufkraft verloren bei gleichzeitig gestiegenen Ausgaben für Wohnen, Energie und Alltag. Statt heimlicher Steuererhöhungen über die ‚kalte Progression‘ müsste eine offene Debatte über Steuerentlastungen und Steuererhöhungen geführt werden.“
„Jeder Euro für Kinder kommt mehrfach zurück“, betonte der Präsident des Familienbundes der Katholiken. „Wer Familien und junge Menschen stärkt, stärkt die Zukunft unseres Landes nachhaltiger als jede kurzfristige Sparmaßnahme.“ Letztlich gelte: „Familien erziehen Kinder, übernehmen Pflege, tragen Verantwortung füreinander und schaffen den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese Leistungen kommen allen zugute. So notwendig aktuell auch schmerzhafte Reformen sein mögen: Die Lasten müssen gerecht verteilt werden. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass Familien immer die Ersten sind, bei denen gespart wird.“
Text: CNA Deutsch
(sig)




