Resalgarten mit angelegten, gepflegten Blumenbeeten und einem hübschen Häuschen

Konnersreuther Reslgarten öffnet ab Mai täglich

Zwanzig Jahre Blütenpracht


Konnersreuth, 27. April 2026

Bislang rund 150.000 Menschen haben den Reslgarten in Konnersreuth besucht: Die 1100 Quadratmeter große Gartenanlage bietet über 600 verschiedene Pflanzen und Blumen. Heuer feiert der Garten zwanzigjähriges Bestehen und öffnet wieder am 1. Mai.

Nichts von seiner Attraktivität eingebüßt hat der Resl-Garten in der Waldsassener Straße. Die Gartenanlage feiert heuer zwanzigjähriges Bestehen seit der Wiedereröffnung am 24. Mai 2006 im Rahmen der Grenzüberschreitenden Gartenschau Marktredwitz-Eger. Als Außenstelle wurde der Garten laut Statistik damals von 43.375 Menschen besucht. Bislang, so Barbara Wenisch, Vorsitzende des örtlichen Obst- und Gartenbauverein, die die Anlage federführend betreut, besuchten mehr als 150.000 Menschen die von der Resl von Konnersreuth geschaffene Gartenanlage mit ihrer Blumenpracht. Heuer öffnet der Garten ab 1. Mai bis 3. Oktober wiederum täglich von 10 bis 18 Uhr seine Tore, der Eintritt ist frei.

Einst von der Resl geschaffen

Viele Jahrzehnte lag der 1100 Quadratmeter große Garten brach, ehe Barbara Wenisch und der örtliche Obst- und Gartenbauverein sich ein Herz fassten und den Garten rechtzeitig zu Beginn der Gartenschau im Mai 2006 mit viel Eigenleistung wieder auf Vordermann brachten. In unzähligen Arbeitsstunden wurden die Wege und die Blumenbeete wie einst zu Resls-Zeiten wieder hergerichtet. Rund 35 Ehrenamtliche arbeiteten ab 2003 im Garten. Das, was sie geschaffen haben, erfreut auch heute noch die Menschen. Nahezu originalgetreu haben sie den Garten so wieder hergerichtet, wie die Resl ihn zu Lebzeiten selbst pflegte. Täglich, so wird berichtet, verbrachte die Resl bei schönem Wetter im Garten und genoss die Blumen- und Sträuchervielfalt. Über Jahrzehnte entnahm sie aus dem Garten den Blumenschmuck für die Konnersreuther Pfarrkirche. Die neu angepflanzten Blumen und Pflanzen wurden anhand historischer Dokumente, Fotos und Zeitzeugen wieder so angebracht, wie es einmal war.

Heute, zwanzig Jahre nach der Eröffnung, erfreut sich der Garten noch immer großer Beliebtheit, wie Einträge und Aufzeichnungen im Gästebuch des Gartens belegen. Barbara Wenisch, die von Anfang an federführend mit dem Garten betraut war, verweist auf insgesamt elf vollgeschriebene Gästebücher aus den vergangenen zwanzig Jahren. Gäste aus aller Welt haben sich hier eingetragen, sogar aus Australien, Kanada, Indien, China und den USA kamen die Besucher. Auffallend ist, dass in den vergangenen Jahren mehr und mehr Besucher aus dem benachbarten Tschechien kamen. Beliebt sind Rundfahrten mit der Petersklausen-Bimmelbahn, wobei deren Besitzer Gerhard Lang seine Gäste nahezu jedes Mal zu einem Kurzbesuch in den Reslgarten bittet. Prominenter Besucher war Kardinal Joachim Meisner aus Köln, der am 6. September 2016 den Garten besuchte und sich damals vollends begeistert über die Gartenanlage zeigte. Weitere Gäste waren Bischof Moses aus Indien, der frühere Luisenburg-Intendant Michael Lerchenberg oder der aktuelle Antisemitismus-Beauftragte der bayerischen Staatsregierung Ludwig Spänle.

Vom Ehrenamt getragen

22 ehrenamtliche Betreuer und Betreuerinnen sind vor Ort und kümmern sich um die Gäste, als Aushilfen sind weitere zehn Personen mit eingebunden. Viele vom Aufsichtspersonal sind seit Beginn an dabei, etwa Hermine Schaumberger, Kornelia Rosner, Fine Fischbach, Lotte Reindl, Andrea Schulz, Thomas und Barbara Wenisch und Josef Scharf, der sich zudem um die Rasenpflege kümmert. Vierzehn Personen, die ebenfalls als Aufsicht mitwirkten, sind mittlerweile verstorben.

Ein 25-köpfiges Team hält die Gartenanlage mit regelmäßigen Arbeitseinsätzen in Schuss. Besonders dankbar ist Barbara Wenisch einer ukrainischen Gruppe von 18 Leuten, alle beheimatet in der Region, die nun schon seit Jahren aktiv ehrenamtlich mitarbeiten. Hinzu kommt die Gruppe „Netzwerk Inklusion“, die dreimal jährlich bei einem Arbeitseinsatz in der Gartenpflege tätig sind. Der nächste Aktiveinsatz ist am 26. Juni geplant. Frau Wenisch spricht von einer großartigen Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen, ohne die der Garten nicht so aussehen würde, wie er aussieht. „Wir suchen immer ehrenamtliche Helfer, sei es in der Gartenarbeit oder als Aufsicht. Wer Interesse hat, kann sich bei mir unter Tel. 0175/6472509 gerne melden“, sagte Frau Wenisch. Gartenaufsichten leisten in der Regel pro Woche zwei Stunden lang Dienst, in denen sie ihre Gäste betreuen.

Abschließenden Dank zollt Frau Wenisch der Kirchenverwaltung und der Marktgemeinde für die jahrelange Unterstützung, sei es beim Druck von Flyern oder dem Winterdienst. Die Besucher dürfen sich auch heuer wieder auf einen lebendigen und blütenreichen Aufenthalt im geschichtsträchtigen Garten freuen.

Text und Fotos: Josef Rosner

(kw)

Weitere Infos

Termine zum Jubiläum und Eröffnung

Im Jubiläumsjahr ist der Obst- und Gartenbauverein gemeinsam mit der Tourist-Info der Marktgemeinde und dem Pilger- und Tourismusverein am 11. Juli bei der Jubiläumsfeier im Marktredwitzer Auenpark dabei, ebenso am 28. Juni beim landkreisweiten Tag der offenen Gartentür.

Zur Eröffnung am Freitag, 1. Mai gibt es ab 14 Uhr einen Staudentausch sowie Kaffee und Kuchen. Mit vor Ort sind die Staudenfreunde Oberfranken e.V., die sogar Samentütchen zum Mitnehmen und viele Infos parat haben. Familienbeauftragte Andrea Schwägerl lädt junge Besucher zu Tattoos, Blumendeko und Blumenstecker basteln ein. 



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