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Zur Neuigkeit
Kolping-Bezirksverband Jura: Generationswechsel im Vorsitz nach 27 Jahren
Josef Liedtke folgt auf Reinhard Rauner
Beratzhausen, 18. Mai 2026
Der Posten des Vorsitzenden des Kolping-Bezirks Jura bleibt in Beratzhausen. Diesen übernimmt nun Josef Liedtke von Reinhard Rauner, der 27 Jahre lang dieses Amt innehatte. Auch die weiteren Posten waren bei der Jahreshauptversammlung auf der Friesenmühle schnell vergeben. Im Fokus stand vor allem die Altkleider- und Altpapiersammlung, die zuletzt weniger Erträge brachte.
Vor der Versammlung feierten die Mitglieder des Kolping-Bezirksverbands Jura eine Maiandacht in der Beratzhausener Wallfahrtskirche Maria Hilf. Der Bezirkspräses Pfarrer Richard Bayer, Seelsorger in Laaber, charakterisierte dabei die Gottesmutter Maria als Mittlerin zu Jesus und als „Mutter des Trostes“. Mit Blick auf häufig nötige Auszeiten aus der Hektik des Alltags, auf das wirklich Wesentliche und Sinnvolle empfahl der Präses, sich „Zeit für liebe Menschen und für Gott“ zu nehmen – konkret auch für das Gebet. Hier diene Maria als Vorbild, die „alles betend zu Gott getragen und betend im Herzen bewahrt“ habe. „Nehmen wir uns wie Maria Zeit zum Beten, gönnen wir uns dazu Auszeiten. Maria führt uns zu Gott. Lassen wir den Geist Mariens wirken“, riet der Geistliche. Auch der selige Adolph Kolping habe Beten und Leben als Grundhaltung gesehen, fasste Pfarrer Bayer zusammen.
Bei Kolping-Diözesanwallfahrt fest mit eingebunden
Bei der Versammlung im Landgasthof Friesenmühle blickte Bezirksvorsitzender Rauner auf die schwierigen Rahmenbedingungen in den Corona-Jahren zurück. „Diese Zeit ist Gott sei Dank vorbei. Jetzt haben wir wieder die bewährten oder neuen Veranstaltungen in den Kolpingfamilien“, führte Rauner aus. Als seiner Ansicht nach einzigartig und nicht in jedem Bezirk organisiert nannte er die Bezirksmaiandacht und den Bezirksrosenkranz an wechselnden Orten des Bezirks. Ein für den Bezirk Jura herausragendes Ereignis war zudem die Kolping-Diözesanwallfahrt zum Eichlberg am Kirchweihsonntag letzten Jahres. Besonders die Pfarrverbände Parsberg (Kaffee und Kuchen), Beratzhausen (Grillen) und Hemau (Organisation) waren stark mit eingebunden. Ehrenvorsitzender Josef Eibl (Kolping Beratzhausen) berichtete über die seit 1968 vom Bezirksverband durchgeführten Altkleider- und Altpapiersammlungen. „Wir haben tiefe Preise, es ist mengenmäßig weniger, der Altkleidermarkt ist zusammengebrochen“, skizzierte er die jüngste Entwicklung. Damit reduzierten sich auch die Gelder für die Ortsverbände sowie für die Unterstützung des Kolpinghauses in Lambach. Seit dem Start im Jahr 1968 haben die Sammlungen, so Eibl, rund eine Million Euro eingebracht. Aktuell sei der Preis wieder etwas gestiegen, so dass bei der Sammlung im Herbst vielleicht wieder ein besseres Ergebnis erreicht werden kann.
Auch 2. Vorsitzender Stefan Brey neu
Nach dem Kassenbericht von Bernhard Ferstl (Kolping Beratzhausen), dem Kassenprüfbericht durch Georg Weinzettl (Kolping Laaber) und der einstimmigen Entlastung der Vorstandschaft stand die Neuwahl der Vorstandschaft an. Wahlvorstand Franz Hübl (Kolping Kallmünz) dankte Reinhard Rauner für seine langjährige Arbeit. Als dessen Nachfolger wurde Josef Liedtke vorgeschlagen, der wie die weiteren Mitglieder der Vorstandschaft einstimmig gewählt wurde. Neuer 2. Vorsitzender ist Stefan Brey (Kolping Kallmünz; bisher Ingrid Eibl, Kolping Hemau), die weiteren Amtsinhaber sind die bewährten: Kassier Bernhard Ferstl und Schriftführerin Elisabeth Bauer (Kolping Beratzhausen). Die Kasse prüfen weiterhin Georg Weinzettl und Klaus Meier (Kolping Hohenfels).
Reinhard Rauner seit 60 Jahren bei Kolping
Der neue Vorsitzende Josef Liedtke würdigte seinen Vorgänger als eine „Kolping-Ikone“. Denn Reinhard Rauner trat bereits im Jahr 1966 in die Kolpingfamilie Hemau ein, wo er kurz auch „Senior“ (heute „Vorsitzender“) war, die Jungkolping-Gruppe leitete und sich im Bezirksverband Jura einbrachte. „Unter dem damaligen Diözesanpräses Wilhelm Schraml übernahm er für rund fünf Jahre das Amt des Diözesanjugendleiters. Die Arbeit mit Jungkolping war für Reinhard immer eine Herzensangelegenheit“, blickte Liedtke zurück. Seit Anfang bis heute ist Rauner bei der Altkleider- und Altpapiersammlung am Sammelplatz aktiv. Sechs Jahrzehnte engagiert er sich bei Kolping, 27 Jahre an führender Position beim Bezirksverband Jura. „Als kleines Dankeschön wollen wir vom Bezirk unserem Reinhard zunächst einen Tagesausflug nach Lambach schenken. Über eine gesonderte Ehrung vom Bezirksverband Jura wird sich die neue Vorstandschaft in Kürze beraten“, schloss Liedtke die Laudatio. Mit einer Urkunde für Rauner unterstrich er die Würdigung.
Begegnung mit Katja Ebstein
„Für mich war es eine Selbstverständlichkeit“, erwiderte der Geehrte. In Anlehnung an das Motto des jüngsten Katholikentages und ein Zitat Adolph Kolpings meinte er weiter: „Mut und Tat ziert den Mann und die Frau.“ Er verwies aber auch auf die Unterstützung vieler Kolping-Mitglieder im Bezirk, ohne die sein Wirken nicht möglich gewesen wäre. Natürlich sind ihm auch einige Ereignisse und Anekdoten in Erinnerung geblieben, die er im Gespräch erzählte. So zum Beispiel der Bau eines Schneemanns mit dem Schriftzug „Schraml“, worüber der damalige Diözesanpräses „sehr staunte“. Oder das vollkommen überschwemmte Zeltlager in Berchtesgaden beim Bayerischen Kolpingtag 1974. Bei diesem Treffen gab es auch Begegnungen mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten Alfons Goppel und der Schlagersängerin Katja Ebstein, die bei einer Busexkursion mit dabei war. Beim „Spiel ohne Grenzen“ zum Kolping-Diözesantag 1976 in Abensberg holte das Kolpingteam Beratzhausen den Sieg – mit drei Liedtke-Brüdern.

Text: Markus Bauer
(kw)




