Suche
Kategorien
Seiten
Nachrichten
Bilder
Videos
{{{_highlightResult.post_title.value}}}
{{#helpers.snippet}}{ "attribute": "content", "highlightedTagName": "mark" }{{/helpers.snippet}}
Zur Seite{{{_highlightResult.post_title.value}}}
{{#helpers.snippet}}{ "attribute": "content", "highlightedTagName": "mark" }{{/helpers.snippet}}
Zur Neuigkeit
Generationenübergreifendes Treffen der Ackermann-Gemeinde Regensburg
Alt und Jung erkundeten Walhalla und Burg in Donaustauf
Donaustauf, 20. Mai 2026
Zu einem gut besuchten Veranstaltungsformat haben sich die generationsübergreifenden Treffen der Ackermann-Gemeinde Regensburg mit der Jungen Aktion der Ackermann-Gemeinde (JAG) entwickelt. In den letzten beiden Jahren fanden an unterschiedlichen Orten und zu verschiedenen Themen und Inhalten fünf solche Begegnungen statt. Die jüngste – und erste im Jahr 2026 – führte die über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von vier bis 72 Jahren diesmal nach Donaustauf. Die dortige Burg und natürlich die Walhalla waren die Stätten, die zur Besichtigung anstanden.
Über die gute Resonanz im nunmehr dritten Jahr dieser Reihe freute sich der Bundessprecher der Jungen Aktion Sebastian Panten. Von ihm und seiner Bundessprecher-Kollegin Luise Olbert, die auch mit dabei war, ging damals die Initiative für dieses neue Format aus. Beim Regensburger Diözesanverband der Ackermann-Gemeinde koordiniert Florian Würsch vom Leitungsteam diese Treffen. Auch er hieß die mehreren Generationen zugehörigen Teilnehmer willkommen und gab einen Überblick über den Ablauf.
Viele Sudetendeutsche im Friedhof auf dem Burgberg
Gleich zum Start war ein kräftezehrender Fußmarsch vom Parkplatz im Ortskern hoch zur Burgruine angesagt, den aber alle bravourös meisterten. Im Eingangsbereich der Burgruine startete Martin Sarnezki vom Diözesanleitungsteam seine Erläuterungen. Dabei ging er unter anderem auf die Bedeutung der Wortsilbe „stauf“ (kegelförmiger Berg), die Macht- und Besitzverhältnisse im Mittelalter in und um Regensburg, den Weinanbau mit Export auch nach Böhmen und die Präsenz von früher sieben Brauereien in Donaustauf ein. „Auf dem Friedhof hier am Burgberg sind viele Sudetendeutsche bestattet“, erklärte Sarnezki. Die Bedeutung der Rundbögen und drei Tore (nur das dritte Tor ist noch erhalten) erklärte er ebenso wie die Gräben, wo wohl auch Bären zur Abschreckung der Feinde gehalten wurden. Die bei den Einfällen der Schweden stark zerstörte Burganlage wurde in den späten 1980er, frühen 1990er Jahren – so weit es möglich war – wiederaufgebaut und ist heute im Besitz des Marktes Donaustauf. „Unter Kaiser Karl IV. waren der Markt und die Burg kurz böhmisch“, ergänzte Sarnezki. Die Teilnehmer genossen bei angenehmem Wetter den Blick hinunter auf Donaustauf, auf die Donau, nach Regensburg mit dem Dom und weit über Wörth a.d. Donau hinweg.
Auch Gregor Mendel aus Brünn in der Walhalla
Auf dem Weg zur zweiten Station, der Walhalla, ging es an der Nepomuk-Statue vorbei – ein Gruppenfoto war hier natürlich für die Ackermänner und -frauen Pflicht. An einem anderen Ort hatten an diesem Nachmittag die Walhalla-Schafe „Dienst“, die sonst für die Pflege der Wiesen im Umfeld der Walhalla zuständig sind. Auch die zahlreichen steinernen Stufen erklommen die jungen und auch etwas älteren Ackerleute, so dass Andrea Steinbach der Gruppe viel Wissenswertes über die Walhalla erläutern konnte: „Idole deutscher Zunge“ sollten hier gewürdigt werden, so die Idee des späteren Königs von Bayern Ludwig I. Nach zwölf Jahren Bauzeit wurde das Gebäude am 18. Oktober 1842, dem Gedenktag der Völkerschlacht von Leipzig, eröffnet. Aktuell werden 194 Personen mit Büsten gewürdigt, darunter auch der aus Brünn stammende Gregor Mendel. Derzeit geplant ist die Aufstellung der Büsten von Franz Josef Strauß und Hannah Arendt. Sophie Scholl, deren Büste hier seit 2003 ausgestellt ist, hätte am Tag der Veranstaltung, übrigens Europa-Tag, ihren 105. Geburtstag begehen können.
Im Garten des Historischen Armen Spital klang bei Brotzeit und Abendessen das wieder gut gelungene intergenerationelle Treffen gemütlich aus.
Text und Fotos: Markus Bauer
(chb)







