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Zur Neuigkeit
Kirchliche und weltliche Vertreter aus Brixen besuchen Regensburg
Zu Gast bei Freunden
Regensburg, 7. April 2026
Am gestrigen Dienstag besuchte eine fünfköpfige Delegation aus Brixen Bischof Dr. Rudolf Voderholzer. Auf dem Programm standen unter anderem eine Führung durch die Krippensammlung der Diözese Regensburg sowie eine Besichtigung des neueröffneten Instituts für religiöse Alltagskultur in der Schwarzen-Bären-Straße in Regensburg.
Fünf Vertreter aus Kirche und Politik aus der Südtiroler Stadt Brixen sind mehrere Tage zu Gast in Regensburg. Mit dabei der Brixener Bischof Ivo Muser, Ordinariatskanzler Offizial Fabian Tirler, Mag. Michael Horrer vom Bischöflichen Sekretariat Brixen, Dr. Thomas Schraffl, Verwalter des Priesterseminars Brixen und Andreas Jungmann, der Brixener Bürgermeister.
Brixen ist eine von acht Regensburger Partnerstädten. Auch die Bistümer teilen eine historisch gewachsene Verbindung. Beide Bischöfe freuten sich sehr, sich nun wieder in Regensburg treffen zu können. Im Vorfeld spielte auch die langjährige Stadträtin Bernadette Dechant eine wichtige Rolle. 2024 besuchte sie Brixen als Teil einer Delegation der Stadt Regensburg. Die Kontakte, die sie dort knüpfte und die Gespräche, die sie dort führte, legten den Grundstein für das Treffen vom Dienstag.
Viel Zeit nahm sich Bischof Rudolf, um die Brixener Gruppe durch die Highlights der großen Krippensammlung zu führen. Im Krippengeschehen, so der Bischof, werde die Menschwerdung Gottes anschaulich und begreifbar. So könne man die Verkündigung auf bildliche Art und Weise den Menschen nahebringen. Die Brixener Besucher waren begeistert von der Sammlung und den Ausführungen von Bischof Rudolf. Besonders angetan hatte es ihnen die deckenhohe Passionskrippe.
Nach der Führung ging es weiter in die Schwarze-Bären-Straße im Herzen der Regensburger Altstadt. Dort steht das erst vor einigen Tagen eingeweihte Institut für religiöse Alltagskultur. Für Bischof Rudolf ist das neue Institut ein wichtiger Ort gelebter Glaubenskultur: „Wir wissen, welche Alltagskultur sich im Glauben schon im Judentum ausgeprägt hat. Wie der Glaube bis in die alltäglichen Vollzüge hineinwirkt, wie er hilft, den Tag und die Woche zu strukturieren. Wie der Glaube im Erzählen, in praktischen Vollzügen und in täglichen Symbolen an die nachfolgende Generation weitervermittelt wird und wie er die Freude am Glauben mehrt.“
Für die Delegation aus Brixen ist der Besuch in Regensburg noch nicht vorbei. Am Mittwoch feiert der Regensburger Oberhirte mit ihnen die Heilige Messe in der Kirche St. Kassian, es folgt eine Führung durch den Regensburger Dom, ein Treffen mit den Vertretern der Stadt Regensburg im Historischen Rathaus, eine Führung durch das Document Niedermünster und einiges mehr. Für die beiden Bistümer Brixen und Regensburg steht fest: ihre Partnerschaft wollen sie in Zukunft noch weiter ausbauen.
Der heilige Kassian als Brückenbauer
Die Verbindung zwischen den Bistümern Regensburg und Brixen geht bis ins frühe Mittelalter zurück und ist vor allem kirchengeschichtlich geprägt. Beide Diözesen standen in enger Beziehung innerhalb der Missions- und Organisationsstrukturen des bairischen Raumes. Geistliche, liturgische Traditionen und kirchliche Einflüsse wurden zwischen Nord und Süd über die Alpen hinweg ausgetauscht. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Heilige Kassian von Imola. Er gilt als einer der bedeutenden Heiligen in Brixen (besonders verehrt in Säben/Brixen) und wurde auch im bairischen Raum bekannt und verehrt. Kassian wurde als Märtyrer des 4. Jahrhunderts bekannt, und seine Verehrung verbreitete sich entlang wichtiger Verkehrs- und Missionswege, die auch Regensburg mit Norditalien verbanden. Der heilige Kassian steht somit für die geistliche Verbindung zwischen den beiden Regionen: Er verkörpert die gemeinsame christliche Tradition, die über die Alpen hinweg wirksam war und bis heute gelebt wird. 2015 wurde auf Anfrage des Regensburger Stiftsdekans Prof. Norbert Glatzel im Dom von Brixen eine Reliquie des Heiliger Kassian von Imola entnommen und der Kassianskirche in Regensburg für ihren neuen Altar übergeben. Dazu wurde die aus dem Jahr 1703 stammende bedeutende Kassiansbüste geöffnet und ein Reliquienpartikel entnommen.
Text: Maximilian Wagner, Fotos: Maximilian Wagner/Christian Beirowski
(jas)











