News Bild „Kirche in Not“ veranstaltet Begegnungstag in Regensburg

„Kirche in Not“ veranstaltet Begegnungstag in Regensburg

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In diesem Jahr veranstaltete das internationale katholische Hilfswerk "KIRCHE IN NOT" seinen jährlichen Begegnungstag in Regensburg. Aus diesem Anlass feierte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, am vergangenen Herz-Mariä-Samstag, einen Pontifikalgottesdienst mit allen Teilnehmern der Veranstaltung. Am Altar in der Basilika Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle zelebrierten neben Bischof Voderholzer auch Pater Firas Lutfi OFM(Aleppo/Syrien), Father John Bakeni(Maiduguri/Nigeria), Pater Hermann-Josef Hubka CVRC(Geistl. Assistent v. KIRCHE IN NOT), sowie der emeritierte Kurienkardinal Paul Josef Cordes aus Rom.

 

"Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen verfolgt werdet!"

"Wir haben an diesem Tag bewusst das Messformular für die um ihres Glaubens willen verfolgten Christen gewählt", so Bischof Rudolf zu Beginn seiner Predigt. Die Schrifttexte, die für dieses Messformular vorgeschlagen werden, greifen jeweils das Thema der Verfolgung auf. In der Lesung aus der Apostelgeschichte und der Bergpredigt aus dem Matthäusevangelium ist aber auch jeweils im Zusammenhang mit der Verfolgung von der Freude die Rede. "Das mag uns im ersten Moment etwas erschrecken, oder empören, doch in der Apostelgeschichte steht: Die Apostel freuten sich, dass sie gewürdigt worden waren, für Jesu Namen Schmach zu erleiden", zitierte Bischof Rudolf die Schrifttexte. Er merkte an, dass es für uns in einem freien Land durchaus schwierig ist, die Verbindung zwischen Verfolgung und Freude herzustellen, wie wir es in den Schrifttexten lesen können. "Verfolgung macht dem Herren ähnlich", so der Regensburger Bischof weiter.

Bischof Rudolf stellte klar: "Die junge Kirche wusste, das Blut der Märtyrer ist der Samen für neue Christen. Eine Kirche die überhaupt nicht mehr anecken würde und keinerlei Verfolgung ausgesetzt ist, müsste sich in der Tat fragen, ob sie noch uneingeschränkt und vollständig, die Lehre Jesu Christi vorträgt und noch ganz in seinen Fußspuren unterwegs ist. Oder ob sie sich vielleicht nicht zu sehr dem Zeitgeist angepasst hat". Doch mit diesen Worten wollte er keinesfalls Verfolgung gutheißen: "Verfolgung und Schmach um des Evangeliums willen darf man sich nicht wünschen und es ist auch nicht etwas, wonach man sich sogar sehnt!". Die Schrifttexte dürfen auch keinesfalls als Rechtfertigung für Verfolgung, Einschränkung der Religionsfreiheit, oder Unterdrückung religiöser Praxis missbraucht werden.

Hilfsorganisation "KIRCHE IN NOT" ist Anwalt aller verfolgten Christen weltweit

"Vielmehr sind wir als Schwestern und Brüder unserer aktuell für ihren Glauben Verfolgten, zur Solidarität, Hilfe und Unterstützung aufgerufen!", stellte Bischof Voderholzer unmissverständlich klar. Für ihn ist die Hilfsorganisation "KIRCHE IN NOT" einer der "großen Anwälte der verfolgten Christen weltweit." Deshalb bedankte er sich in seiner Predigt auf das herzlichste bei allen Verantwortlichen, Helfern und Unterstützern von "KIRCHE IN NOT".  Denn Christen sind die am meisten verfolgte und bedrängte Religionsgemeinschaft. Am Ende seiner Predigt forderte er die Vertreter von "KIRCHE IN NOT" noch einmal auf: "Lassen sie bitte nicht nach in ihrem Engagement um verfolgte Christen auf der ganzen Welt!"

 

Eindrucksvolle Berichte aus erster Hand

Nach dem feierlichen Pontifikalamt versammelten sich alle 120 Teilnehmer im Regensburger Kolpinghaus, um den thematischen Teil ihres Begegnungstages fortzusetzen. Als Ehrengast war der emeritierte Kurienkardinal Paul Josef Cordes aus Rom angereist. Er war unter anderem Präsident des Päpstlichen Rates "Cor Unum" in Rom. Sein Vortrag drehte sich um das Thema: "Neuevangelisierung - Modewort oder Lichtblick". Im Anschluss berichteten Pater Firas Lutfi aus Aleppo und Father John Bakeni aus Nigeria über die aktuelle Situation in ihren Ländern, deren Probleme und Herausforderungen. Sie bedankten sich auch im Namen ihrer Länder bei allen Verantwortlichen, Unterstützern und Helfern von "KIRCHE IN NOT" für die Hilfe im Kampf gegen die Verfolgung der Christen.

Mehr über die katholische Hilfsorganisation "KIRCHE IN NOT" erfahren Sie auf der Homepage www.kirche-in-not.de