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Zur Neuigkeit
Kardinal Mathieu in Rom angekommen
Evakuierung aus Teheran
Rom, 11. März 2026
Kardinal Dominique Mathieu OFMConv, der katholische Erzbischof von Teheran-Isfahan, ist aus dem Iran evakuiert worden und wohlbehalten in Rom angekommen. Nach den militärischen Eskalationen zwischen den USA und Israels einerseits und dem Iran andererseits hatte man mehrere Tage lang nichts von Mathieu gehört.
Mathieu gehört seit über 40 Jahren den Franziskaner-Minoriten an. 2021 machte Papst Franziskus ihn zum Erzbischof von Teheran-Isfahan, der einzigen Jurisdiktion des lateinischen Ritus im Iran. Daneben gibt es mehrere Erzeparchien der mit Rom unierten chaldäisch-katholisch und armenisch-katholischen Ostkirchen. Nun meldete sich der Tehraner Erzbischof wohlbehalten „in der Hoffnung, dorthin zurückkehren zu können“, und er ermahnte: „Beten Sie für die Bekehrung der Herzen zum inneren Frieden!“
Im Iran-Krieg konzentrieren sich die Kampfhandlungen derzeit besonders auf die iranische Hauptstadt Teheran sowie auf den Libanon. Die Luftangriffe gehen von den USA und vom Staat Israel aus. Der Iran wiederum versucht, Schläge gegen den Staat Israel sowie gegen arabische Staaten zu verüben, in denen die USA militärische Stützpunkte haben. Dazu gehören fast alle Staaten auf der arabischen Halbinsel.
Bereits im Juni 2025 hatten mehrtägige Angriffe der beiden Regierungen das Atomprogramm des Iran zerstört. Damals, im Juli 2025, schrieb Mathieu für Agenzia Fides: „Israel und der Iran beschuldigen sich gegenseitig, in Gefahr zu sein, vernichtet zu werden. Der eine greift den jüdischen Zionismus an, der muslimische Palästinenser unterdrückt. Der andere greift das Regime der Mullahs an, das mit seinem Atomprogramm die Existenz Israels bedroht. Die Hauptursache des Konflikts liegt in der Ideologie, die den anderen und seine vermeintlichen Ambitionen dämonisiert.“
Die Völker wollten „in Frieden leben“, so der Kardinal. „Aber ihre Führer sind in Feindschaften verstrickt, die nur die Sprache der Waffen kennen. Seit 1979 unterhalten der Iran und Israel keine diplomatischen Beziehungen mehr und befinden sich weiterhin in einem Spannungszustand. Seit 46 Jahren gibt es keine Versuche einer Annäherung, Versöhnung oder Friedensprozesse.“
Das Christentum im Iran ist besonders von Verfolgung betroffen, wie etwa das christliche Hilfswerk Open Doors darlegt: „Die Regierung sieht in christlichen Konvertiten einen Versuch westlicher Länder, den Islam und die islamische Regierung des Iran zu untergraben. Leiter von Gruppen solcher christlicher Konvertiten sowie Mitglieder derjenigen Denominationen und Kirchen, die christliche Konvertiten unterstützen, werden verhaftet, vor Gericht gestellt und wegen ‚Verbrechen gegen die nationale Sicherheit‘ zu langen Haftstrafen verurteilt.“ Im Iran leben nurmehr etwa 25.000 Katholiken.
Text: CNA Deutsch
(sig)




