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Zur Neuigkeit
Hochgrab des Albert von Oberalteich erfolgreich versetzt
Verehrung seit über 700 Jahren
Regensburg/Oberalteich, 16. Januar 2026
Kennen Sie den Benediktinermönch Albert von Haigerloch, genannt „Albert von Oberalteich“? Er galt als der Begründer der Leprosenseelsorge und starb im Jahr 1311 im Ruf der Heiligkeit. Kürzlich, im Dezember 2025, wurde in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Oberalteich die Versetzung seines Hochgrabs vorgenommen.
Schon seit mehreren Jahren war die Versetzung des Hochgrabes geplant und konnte, nachdem alle Verantwortlichen ihre Zustimmung gegeben hatten, durchgeführt werden.
Wie geht eine Grabversetzung von statten?
Wenn ein Heiligengrab geöffnet oder verändert wird, dann gibt es dafür genaue Vorschriften: Bischof Dr. Rudolf Voderholzer ernannte hierzu einen eigenen Gerichtshof, der entsprechend den Vorgaben der römischen Instruktion „Die Reliquien in der Kirche: Echtheit und Aufbewahrung“ die Maßnahme vornehmen sollte. Domvikar Msgr. Georg Schwager als Bischöflicher Delegat, Offizial Domkapitular Dr. Peter Stier als Glaubensanwalt und Bischöflicher Notar Lic. iur. can. Ulrich Kaiser waren dazu eigens aus Regensburg angereist. Auch Bürgermeisterin Andrea Probst aus Bogen und Vertreter der Pfarrei Oberalteich und des Freundeskreises „Albert von Oberalteich“ waren gekommen.
Zuerst wurden die Zeugen Pfarrer BGR Richard Meier, Wolfgang Werner Gruber, Thomas Saller und Hans Neueder über die Reliquien befragt, dann konnten die handwerklichen Arbeiten beginnen. Steinwerkstätterin Kerstin Weinert aus Regensburg und Restauratorin Stephanie Pfeffer samt Mitarbeitern waren mit großer Fachkompetenz am Werk: Zunächst wurde die aus dem Mittelalter stammende Rotmarmor-Deckplatte mit dem Relief des „seligen“ Albert von der Tumba abgehoben. Dann wurde die Tumba selbst mit dem Reliquienschrein zum neuen Standort in die Westkapelle übertragen und abschließend wieder mit der Rotmarmor-Deckplatte versehen.
Nach Beendigung der Arbeiten bedankte sich der Bischöfliche Delegat bei allen Beteiligten und lobte die hervorragende Durchführung der Versetzung des Hochgrabes. Auch dankte er für die stets gute Zusammenarbeit mit Pfarrer Meier und Pfarrsekretärin Sigrid Scharrer während der Zeit der Vorbereitungen. Als Organistin bereicherte Karin Saller die Transferierung mit gekonntem Orgelspiel. Fotograf Michael Saller, der eigens dafür vereidigt worden war, hielt die Arbeiten fotografisch zur Dokumentation und Archivierung in der Diözesankurie und im Pfarramt Oberalteich fest.
Warum wurde das Grab versetzt?
Durch die Versetzung des Hochgrabes in die Westkapelle haben alle Gläubigen und Besucher leichter Zugang zum Hochgrab und können ihre Verehrung gegenüber dem „seligen“ Albert zum Ausdruck bringen, auch wenn das Gitter geschlossen ist. Die Pfarrgemeinde hatte eine Kultanerkennung für Albert angestrebt: Ihm sollte der Titel „Seliger“, welchen er seit Jahrhunderten trägt, offiziell von der römischen Kirche anerkannt werden, damit er auch beim Messopfer und im Stundengebet gefeiert werden kann.
Wer war Albert von Oberalteich?
Albert wurde 1238 oder 1239 im schwäbischen Haigerloch geboren und stammte aus einer ritterlichen Familie im Dienst eines Grafen. Seine Jugend war von einem ausschweifenden Lebensstil geprägt, doch im Jahr 1261 kam es zu einem Wendepunkt: Er trat in das Kloster Oberalteich ein. Dort entwickelte er sich zu einem vorbildlichen Mönch, der sein Leben dem Fasten, dem Gebet und dem Dienst an anderen widmete. Albert betreute die Klosterbibliothek, gründete die bedeutende Oberalteicher Schreibstube und wurde schließlich zum Prior des Klosters ernannt. Besonders am Herzen lag ihm jedoch die Sorge um die Kranken. Mit großem Engagement begründete er die Leprosenseelsorge im Donaugau und setzte den Bau eines Siechenhauses in Gang – aus dem sich möglicherweise die heutige Pfarrkirche von Bogen entwickelt hat.
Text: Abteilung Selig- und Heiligsprechungen der Diözese Regensburg
(SSC)
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