News Bild Gedenken an Bischof Rudolf Graber – Pontifikalamt im Regensburger Dom St. Peter

Gedenken an Bischof Rudolf Graber – Pontifikalamt im Regensburger Dom St. Peter

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Am vergangenen Sonntagvormittag hat Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in einem Pontifikalamt im Regensburger Dom St. Peter anlässlich des Todestages von Dr. Rudolf Graber seines Vorgängers gedacht. Am 31. Januar 1992 war Dr. Graber, der 75. Bischof auf dem Regensburger Stuhl (*1903), in Regensburg verstorben. Von 1962 bis 1982 hatte er das Bistum geleitet, seit 1981 als Apostolischer Administrator. Der Wahlspruch des Konzilsteilnehmers lautete „In Liebe dienen“. Mit Bischof Voderholzer feierten die Mitglieder des Domkapitels die heilige Messe, die von zahlreichen Gläubigen besucht wurde.

Gleich in der Begrüßung wies Bischof Rudolf auf das Jahrgedächtnis hin, erinnerte daran, dass einige der Konzelebranten noch von Bischof Graber zu Priestern geweiht wurden und sicher einige der anwesenden Gläubigen durch ihn das Firmsakrament erhalten hätten. Im gesungenen Gotteslob wechselten sich die Gläubigen mit dem Chor der Regensburger Domspatzen ab, der unter Leitung von Domkapellmeister Prof. Roland Büchner sang, an der Orgel begleitet von Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber.

 

„Der Kreuzestod gehört zur Messianität Jesu“

In seiner Predigt richtete der Bischof nicht nur den Blick auf das aktuelle Sonntagsevangelium von der Dämonenaustreibung in der Synagoge von Kafarnaum, sondern auf das gesamte Markusevangelium, das uns in diesem Kirchenjahr begleitet. Ein zentrales Moment darin sei das sogenannte Messiasgeheimnis, das Anliegen Jesu, seine Identität als Sohn Gottes nicht zu offenbaren. So trieb er den Dämon in Kafarnaum aus und befahl ihm zu schweigen, damit er seine Gottessohnschaft nicht verbreite. Weil Jesus seinen Heilsauftrag nicht gefährden wollte und weil seine Botschaft keine politische war, so führte Bischof Rudolf in seiner Predigt aus, deshalb bestand Jesus auf dem Messiasgeheimnis. Jesus wusste um sein Kreuzesopfer zum Heil der Menschen - der Kreuzestod gehörte demnach zur Messianität Jesu.

Nun ging der Prediger auf Bischof Rudolf Graber ein, der zwar nicht das Kreuz gesucht habe, ihm aber in den verschiedenen Lebenssituationen auch nicht ausgewichen sei. Bischof Graber habe das Kreuz der öffentlichen Verunglimpfung und des Nichtverstandenseins gut gekannt und angenommen. Beim intensiven Studium der Predigten seines Vorgängers habe er feststellen dürfen, dass das Kreuz bei Bischof Graber eine wichtige Rolle gespielt habe, das  Kreuz als Kampf, als Verzicht und auch als Quelle des Heils.

 

Gebetsgedenken für Bischof Rudolf Graber

Im Anschluss an den Pontifikalsegen zog Bischof Rudolf Voderholzer mit den Konzelebranten und dem Liturgischen Dienst in feierlicher Prozession in die Domkrypta an das Grab Bischof Grabers, der dort am 6. Februar 1992 beigesetzt worden war. Hier beteten alle gemeinsam für den langjährigen Regensburger Oberhirten ein Vaterunser und ein Gegrüßet seist Du, Maria. Abschließend grüßten sie mit dem Salve Regina die Gottesmutter, die Bischof Graber besonders verehrt hatte. So war er 1966 u.a. Gründer des Institutum Marianum Ratisbonense, das sich die Aufgabe gesetzt hat, sowohl die marianische Frömmigkeit als auch die wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Mariologie zu fördern.