News Bild „Frauen und Mädchen auf der Flucht“ – Studientag zu frauenspezifischen Fluchtgründen, Fluchtbiographien und neuen Aufbrüchen

„Frauen und Mädchen auf der Flucht“ – Studientag zu frauenspezifischen Fluchtgründen, Fluchtbiographien und neuen Aufbrüchen

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Um auf die Problematik von frauenspezifischen Fluchtgründen aufmerksam zu machen, veranstaltete das Referat Gemeindecaritas der Caritas Regensburg einen Studientag zu diesem Thema. Gemeinsam mit einigen Kooperationspartnern rückte der Studientag am vergangenen Samstag Geschichten von geflüchteten Frauen in den Fokus. In Workshops und Vorträgen wurde über die Situation geflüchteter Frauen weltweit berichtet, sowie deren Perspektiven und Möglichkeiten nach einer Flucht, vor allem in Deutschland.

 

Vielfältige Ursachen für eine Flucht

Frauen sind auf der Flucht oft körperlicher und sexueller Gewalt ausgesetzt. Sie brauchen deshalb auf der Flucht besonderen Schutz. Viele Hilfsorganisationen und Frauenverbände setzen sich für diese Themen und Probleme ein. So waren unter anderem auch Terre des Femmes, oder der Katholische Frauenbund Regensburg Partner des Studientages. Die Themen der Workshops richteten ihren Blick auf alle Probleme einer Flucht  wie etwa: "Flüchtlingscamps in Entwicklungsländern - wie leben Frauen hier?", "Flüchtlingscamps in Regensburg - und die Situation von Frauen", "Frauenspezifische Fluchtgründe und die deutsche Rechtssprechung", sowie "Aufbruch und Empowerment von geflüchteten Frauen - Ideen und Beispiele". Den Teilnehmern des Studientages sollte vermittelt werden, dass es weit mehr Themen hinter einer Flucht gibt, als man auf den ersten Blick vermuten mag. Vieles geht in der Berichterstattung über Fluchtursachen einfach unter, deswegen wollte die Caritas mit diesem Studientag ein Zeichen setzen. Geflüchtete Frauen aus Syrien oder Afrika erzählten den Teilnehmern aus erster Hand von ihren Fluchtgründen und wie es ihnen auf der Flucht ergangen ist. Diese bewegenden Lebensgeschichten gingen den Teilnehmern sichtlich unter die Haut.

"Gemeinsam sind wir stark!"

Zu Beginn des Studientages sprach Sozialwissenschaftlerin Dr. Abir Alhaj Mawas  über die geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen und Mädchen im Nahen Osten im Kontext von Flucht und Krieg. Abir Alhaj Mawas ist Referentin für Gleichberechtigung und Integration bei Terre des Femmes. Die Organisation Terre des Femmes setzt sich für eine gerechte Welt ein, in der Mädchen und Frauen das Recht haben, selbstbestimmt, frei und in Würde zu leben. Der Fokus des Studientages lag besonders auch auf Afrika. Denn Äthiopien ist dieses Jahr als Projektland für den Weltmissionsmonat Oktober ausgewählt worden. Aus diesem Grund kam auch Schwester Meskel Kelta nach Regensburg.

Sie reist momentan für das internationale katholische Hilfswerk  "missio" durch das Bistum Regensburg, um über die Situation in ihrem Heimatland zu berichten. Beim Studientag erklärte sie, wie sich die Situation von geflüchteten Frauen in Äthiopien darstellt. Für die rund 70 Teilnehmer war der Studientag ein spannender Einblick in das Leben von geflüchteten Frauen weltweit. Am Ende wurde deutlich, dass man die Fluchtursachen und die Situation der Frauen weltweit nur gemeinsam lösen kann. Abgerundet wurde der Studientag mit äthiopischer Musik und einer Tanzeinlage afrikanischer Tänzerinnen und Tänzer.

Schwester Meskel Kelta

Schwester Meskel Kelta gehört zur Missionsgemeinschaft "Institute of the Maids of the Poor" und bekämpft Krankheiten, die durch Mangel an sauberem Wasser und Nahrungsmitteln entstehen. Ihre Gesundheitsstation im Süden Äthiopiens ist Anlaufstelle für die Armen. In ihrem "Taza Catholic Health Center" behandelt  Schwester Meskel Magen-Darm-Erkrankungen, Augeninfektionen und unterernährte Kinder. Jeden Tag versorgen sie weit mehr als 100 Patienten. 

Weitere Informationen über Schwester Meskel und ihre Projekte findet man auf der Homepage von "missio München"