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Festschrift zum 400-jährigen Bestehen der MMC Amberg

„Ambergs Kongregationen in Vergangenheit und Gegenwart“


Amberg, 30. Juni 2026

Die Marianische Männer-Congregation (MMC) Amberg kann heuer auf ihr 400-jähriges Bestehen zurückblicken. Der erste Höhepunkt des Festjahres war der Besuch von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zum Jubiläumshauptfest am 15. März. Das Erscheinen der von der Kongregation unter dem Titel „Ambergs Kongregationen in Vergangenheit und Gegenwart“ herausgegebenen Chronik, die vom Verlag Michael Laßleben Kallmünz in sein Verlagsprogramm aufgenommen wurde, bildet einen weiteren Höhepunkt im Jubiläumsjahr. 

Das reich bebilderte Buch wurde von zwei Autoren verfasst: von Dr. Johannes Laschinger, dem ehemaligen Amberger Stadtarchivar, und von Stadtpfarrer Markus Brunner. Liegt in dem Part von Laschinger der Akzent auf der Geschichte der Kongregation, so legt Brunner seinen Schwerpunkt auf die Rekatholisierung Ambergs und der Oberpfalz durch das Wirken der Jesuiten. Für ein ansprechendes Erscheinungsbild des Buches sorgte Ehrensodale Franz Meier.

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass sich überall, wo sich die Jesuiten niederließen, Marianische Kongregationen gründeten; in Amberg erfolgte deren Gründung 1626. Im 17. Jahrhundert wurden die Sodalitäten, die großen Anteil an der religiös-kirchlichen Erneuerung hatten, nach Alter und ständischer Ordnung in verschiedene Kongregationen für Studenten, Bürger und „Herren“, in der Regel zumeist adelige Mitglieder der Regierung in Amberg, gestuft und gegliedert. Letztere finden sich bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts häufig als Präfekten, d. h. als die weltlichen Leiter der Kongregation.

Die MMC Amberg verfügt seit 1678 über den prächtigen Kongregationssaal im so genannten Maltesergebäudes, dessen Zweitausstattung im Stil des Rokoko 1766 ihren Abschluss fand. Sie war aber auch Trägerin von in jesuitischem Geist geprägten, barocken Inszenierungen des katholischen Glaubens, wie theatralischen Aufführungen, religiösen Festen und prunkvollen Prozessionen. Trotz des Wegfalls ihres geistig-religiösen Fundaments mit der Aufhebung des Jesuitenordens 1773, gelang es der Kongregation bis zum heutigen Tag fortzubestehen. All das und viel mehr thematisiert die Festschrift. Sie ist zum Preis von 19,95 € im Pfarrbüro St. Georg und im Buchhandel erhältlich.

Text: Michael Koller, Foto: © Rita Meier
(jas)

Unser Titelbild zeigt: Präsentation des Jubiläumsbuches: Präfekt Michael Koller dankte den Autoren Dr. Johannes Laschinger und Zentralpräses Markus Brunner sowie - für das Layout der Festschrift - Ehrensodale Franz Meier.



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