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Zur Neuigkeit
Eröffnung der österlichen Bußzeit mit Auflegung des Aschekreuzes
Hören auf Gottes Wort
Regensburg, 18. Februar 2026
Am Abend des Aschermittwochs feierte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer mit dem Domkapitel und zahlreichen Gläubigen in der Regensburger Niedermünsterkirche den Beginn der österlichen Bußzeit mit Auflegung des Aschekreuzes. In seiner Predigt ging der Bischof auf Worte des Heiligen Vaters zur Fastenzeit ein, der ein Hören auf Gottes Wort und das Fasten in Gestalt von Verzichtsübungen empfiehlt.
„Das Aschekreuz ist begehrt, das Aschekreuz ist ‚in‘“, erklärte der Diözesanbischof einleitend. Das neueste Angebot sei ein Aschekreuz „to go“ für vielbeschäftigte Menschen, die sich an einem Werktag nicht die Zeit nehmen könnten, für eine Stunde in der Kirche zu verweilen, berichtete Bischof Rudolf den Gläubigen. Sie würden damit wenigstens das Wichtigste, dieses unglaublich starke Zeichen, mitnehmen. Er freute sich, dass sich die vielen Kirchenbesucher in Niedermünster mehr Zeit nehmen für den Empfang des Aschekreuzes und für den Empfang der Botschaft des Glaubens. „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“, lautet das zentrale Zitat aus dem Buch Genesis (3,19) bei der Ascheauflegung. Damit verknüpft sei bereits, so der Bischof, die österliche Verheißung: „Der Herr aber wird Dich auferwecken!“
Das Hören auf Gottes Wort
Bischof Rudolf Voderholzer griff sodann einige Gedanken von Papst Leo XIV. zur Fastenzeit 2026 auf. Der Papst spreche zwei Themen an, verbunden mit praktischen Anregungen. Dies sei erstens das Zuhören in zweierlei Hinsicht und zweitens das Fasten. Das Hören auf Gottes Wort sei für das christliche Leben lebenswichtig. Gott ist ein Gott, der uns einbezieht, der uns teilnehmen lässt an seiner Sorge um uns, der auf uns zukommt mit den Gedanken, die sein Herz bewegen. „Gibt es etwas Wichtigeres, als da die Ohren zu spitzen, wenn es wirklich so ist, dass Gott zu uns gesprochen hat und dass wir dies in der Verkündigung der Kirche, in der Liturgie und beim Lesen der Heiligen Schrift auch im Privaten vernehmen können“, betonte Bischof Rudolf.
Sich von Gott anleiten lassen, so zu hören, wie er hört
Das Fasten des Leibes, so Papst Leo, ist erst dann fruchtbar, wenn „das Sich-Nähren“ durch die Worte der Heiligen Schrift hinzukommt. Ein Zweites in diesem Zusammenhang: Das Hören auf das Wort Gottes in der Liturgie erzieht uns zugleich zu einem aufmerksamen Hinhören auf die Wirklichkeit. Die Heilige Schrift befähigt uns, unter den vielen Stimmen, die unser persönliches und gesellschaftliches Leben durchziehen, jene Stimme zu erkennen, die aus Leid und Ungerechtigkeit hervorgeht, damit sie nicht unbeantwortet bleibt. Sich auf diese innere Haltung der Empfänglichkeit einzulassen bedeutet, sich heute von Gott anleiten zu lassen, so zu hören, wie er hört. Wir erkennen: Die Lebenssituation der Armen ist ein Schrei, der in der Geschichte der Menschheit beständig unser eigenes Leben, unsere Gesellschaften, die politischen und wirtschaftlichen Systeme und nicht zuletzt auch die Kirche hinterfragt, so die Worte des Heiligen Vaters.
Hunger und Durst nach Gerechtigkeit wachhalten
In einem zweiten Punkt, so Bischof Voderholzer, blickt Papst Leo XIV. auf das Fasten: Unter den vielen Möglichkeiten des Verzichts (Autofasten, Computerfasten, Handyfasten …) ist und bleibt das leibliche Fasten eine sehr alte und unersetzliche Übung auf dem Weg der Umkehr. Gerade weil es den Körper mit einbezieht, lässt es uns deutlicher erkennen, wonach wir hungern und was wir für unsere Ernährung als wesentlich erachten. Es dient also dazu, unseren Appetit zu unterscheiden, zu ordnen – den Hunger und Durst nach Gerechtigkeit wachzuhalten. Ihn vor Resignation zu schützen und so zu lenken, dass er zum Gebet und zur Verantwortung für den Nächsten wird.
Mit Worten des Wohlwollens der Hoffnung Platz machen
Schließlich, so der Bischof, lädt der Heilige Vater zu einem Fasten in Gestalt von Verzichtsübungen ein, die jeder für sich annehmen kann. Verzichten wir auf Worte, die unsere Mitmenschen verletzen und kränken. Beginnen wir damit, unsere Sprache zu entwaffnen, indem wir auf scharfe Worte, voreilige Urteile, schlechtes Reden über Abwesende, die sich nicht verteidigen können, und auf Verleumdungen verzichten. Bemühen wir uns stattdessen, unsere Worte besser abzuwägen und Freundlichkeit zu pflegen: in der Familie, unter Freunden, am Arbeitsplatz, in den sozialen Medien, in politischen Debatten, in den Medien, in den christlichen Gemeinschaften. Dann werden viele Worte des Hasses Worten der Hoffnung und des Friedens weichen. „Ein wunderbares Programm: Hören auf Gottes Wort, um zu lernen, wie Gott hört. Und Fasten – neben dem leiblichen Fasten – bedeutet: der Verzicht auf ungute Worte; eine Wache vor den Mund zu stellen, um so Worten des Wohlwollens, der Hoffnung und des Segens Platz zu machen“, so Bischof Dr. Rudolf Voderholzer abschließend in seiner Predigt über die Worte des Heiligen Vaters zur beginnenden Fastenzeit.
Im Anschluss folgten die Segnung und Austeilung der Asche. Das erste Aschekreuz erhielt Dompropst Dr. Franz Frühmorgen, darauf folgten die Konzelebranten, der Diakon, der liturgische Dienst und anschließend die Gemeinde. Nach der Eucharistiefeier und dem feierlichen Pontifikalsegen endete der Gottesdienst in stillem Orgelspiel. Das Pontifikalamt wurde musikalisch gestaltet von einem Vokalensemble aus ehemaligen Domspatzen unter der Leitung von Max Rädlinger.
Text und Fotos: Claudia Erdenreich
(jas und SG)










