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Zur Neuigkeit
Eine junge Heilige für Spanien
Einblick in die Weltkirche
Regensburg, 11. Februar 2026
Bald könnte erneut ein junger Mensch aus diesem Jahrhundert selig gesprochen werden. Elena Calero war eine lebhafte und sehr aktive junge Frau. Der wesentliche Unterschied war ihre intensive Liebe zu Christus. Nun das sie Dienerin Gottes genannt werden.
Carlo Acutis, den man gemeinhin auch den ersten Milleniumsheiligen nennt, könnte bald eine Gefährtin in dieser Position bekommen. Vom italienischen Stiefel geht es dazu auf die iberische Halbinsel. Im Oktober 2022 begann der Seligsprechungsprozess von Elena Calero Bahamonde, einer jungen spanischen Frau mit einer gewöhnlichen beruflichen Laufbahn, die jedoch von Freude, Gebet und Hingabe geprägt war. Wird es also bald eine neue Heilige für Millennials geben? Elena Calero, die 2014 im Alter von 23 Jahren starb und heute eine Dienerin Gottes ist, hatte ein kurzes Leben, voller Einfachheit, welches jedoch viele Früchte trug.
Elena wurde am 6. Dezember 1990 in eine christliche Familie geboren. Lidia, ihre Mutter berichtet auf der Webseite der jungen Frau, dass es für sie etwas ganz Normales war, zur Messe zu gehen und das Kruzifix in ihrer Wohnung zu haben. „Sie war von klein auf ein gläubiges Mädchen", das nach der Firmung begann, ihren Glauben und ihre Beziehung zu Christus zu vertiefen. „Das Erste ist das Gebet“, so sagte sie zu ihrer Jugendgruppe in der Pfarrei, deren Leitung sie übernommen hatte.
„Wir begannen wegen ihr jeden Tag zur Messe zu gehen“, so berichtet eine Freundin. Und weil sie selbst so oft in der Messe war, erinnert sich ihre Mutter, war Christus ihr Leben. „Ich hätte sein Leben nicht verstanden, wenn es nicht ein Leben mit Christus gewesen wäre“, sagte Elena. Ihr geistlicher Begleiter, Pater Fermín , berichte, Sie hätte nicht ohne das Wort Gottes, ohne Anbetung, ohne Zeit vor dem Herrn zu verbringen das Kreuz auf sich nehmen können, als die Krankheit kam. Als Studentin der Wirtschaftswissen hatte Elena einen Freund und plante die Zukunft. Was sie von anderen unterschied, war ihre Liebe zur Eucharistie. „Sie war tief in Christus verliebt. Er war das Zentrum ihres Lebens", bezeugt auch ihre Schwester Belén. Zunächst fühlte sich die junge Frau ihrer Gemeinde stark verpflichtet, doch dann fand Elena ihren Platz in einer Gruppe junger Menschen, in der ihre Bindung und Hingabe an die Reale Gegenwart Gottes in der Eucharistie reiften. Elena ist überzeugt, dass die Kirche von der Eucharistie lebt und dass es ohne Priester keine Sakramente gibt. Fast alle ihre Botschaften enden mit einem Gebet für Seminaristen und Berufungen. Ihre Hingabe ist keine abstrakte Idee, sondern ein gelebtes Engagement. „Ich möchte mein Leiden für Priester und neue Berufungen opfern“, schrieb sie später in eines seiner Notizbücher.
Ohne Gebet ist nichts möglich
Der Kern von Elenas Spiritualität liegt allen Beschreibungen ihres Lebens zufolge in ihrer Bindung an das Gebet. Für sie ist Beten ebenso wichtig wie Atmen, Essen oder Schlafen. So besuchte sie nicht nur fast jeden Tag die Messe, sie verbrachte auch lange Zeit vor dem Allerheiligsten. Jeden Freitag nahm sie an der Anbetung teil. Es war für sie normal, auf dem Heimweg von der Schule kurz in die Kirche zu gehen, um zu beten.
„Zuerst das Gebet. Ohne Gebet ist nichts möglich“, wiederholt sie oft, wie Zeitzeugen berichten. Als das Gebet in ihrer Gruppe zu erlöschen droht, denkt sie sich eine Aktion aus, um es wieder zu entfachen. Sie sendet jede Woche ein Zitat eines Heiligen per E-Mail herum, das Anleitung und Beispiel geben soll. Sie wird als eine sehr natürliche Anführerin beschrieben, zeichnet sich Elena doch eher durch ihr Beispiel als durch ihren Führungswillen aus.
Der Herr ruft mich, ihm näher zu folgen
Am 18. Juni 2013 wurde bei ihr nach einem einfachen Bluttest eine chronische myeloische Leukämie diagnostiziert. Die chronische myeloische Leukämie (CML) ist eine seltene, langsam fortschreitende Krebserkrankung des Knochenmarks, die zu einer Überproduktion weißer Blutkörperchen führt. Sie ist heute meist gut behandelbar und so hofft Elena zunächst auf eine schnelle Genesung. Nach und nach nimmt sie ihre Krankheit als persönlichen Ruf Gottes wahr. In ihren Notizen findet sich eine Meditation über ihr Leiden: „Manchmal entstehen Hindernisse auf unserem Weg. Wir möchten rebellieren, dem Herrn sagen, dass es zu viel ist. Aber anstatt ihm unseren Kummer zu überlassen, verschwenden wir unsere kleine Kraft mit Beschwerden.“ Sie fragt nie „Warum“, doch eine Frage begleitete sie während ihrer gesamten Krankheit: „Wie kann man das aufopfern, was passiert?“
Sie selbst beschreibt es in ihrem Tagebuch so: „Jetzt tue ich das Notwendigste von allem: Ich opfere mein Leben wie Jesus am Kreuz, um viele zu retten.“ In den folgenden Monaten verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand nach und nach, bis sie schließlich ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Pater Fermín erinnert sich an einen bewegenden Moment, als er ihr die Kommunion reichen wollte: „Sie schloss die Augen und man konnte erkennen, dass es für sie ein entscheidender Moment in ihrem Kampf war, den sie innerlich führte.“ Ihr geistlicher Begleiter hat dies auch in der Dokumentation für die Seligsprechung so beschrieben. Der Bischof ihrer Diözese, Juan Antonio Reig Pla, besuchte sie ebenfalls im Krankenhaus und war überrascht, weil „sie einerseits sehr müde aussah, aber ihr Blick die Ruhe ihrer Seele und ihre Ruhe in der Liebe Gottes vermittelte.“ Selbst in den letzten Tagen ihres kurzen Lebens, betroffen von herpetischer Enzephalitis, die Fieber, Krampfanfälle und Halluzinationen verursachte, gelang es ihr dennoch, mit Gesten um das Kreuz und die Eucharistie zu bitten, berichtet Pater Fermín.
Elena hörte auf zu atmen
Elenas starb am 20. November 2014 gegen 19:10 Uhr. Von einem Moment zum anderen hörte ihr Atem auf. Der Kampf war beendet. Sicherlich ging Elena dank der Gnade Gottes siegreich daraus hervor. Die Worte ihres Vaters an ihre jüngere Schwester, als er ihr die Nachricht überbrachte, waren sehr bewegend: „Elena ist im Haus des Vaters.“ Es ist uns Christen auch in solchen Momenten erlaubt uns der Glaube, unsere Hoffnung in den Himmel zu setzen. Das ist unser größter Schatz. Sobald Pater Fermín von ihrem Tod erfuhr, eilte er ins Krankenhaus und fand dort Elenas Körper zwar voller Wunden durch die schreckliche Krankheit, doch in ihrem Gesicht sah er Glück und Frieden.
Während der Totenwache wurde das Allerheiligste ausgesetzt, vor dem sie in ihrem Erdenleben so oft gebetet hatte. Viele Menschen kamen und beteten mit. Besonders junge Menschen waren es, die bei der Verstorbenen und vor dem Herrn ausharrten. Die Beerdigung wurde von Bischof Reig Pla selbst geleitet, der sich lebhaft daran erinnert. Wir haben an diesem Tag, so der Bischof, Elenas Sieg über den Tod gefeiert. Es war die Feier der Auferstehung Jesu Christi. Elena hatte Flügel. Flügel, um dem Höchsten zu begegnen.
Elena Calero war, so schreibt der Bischof, „ein schönes Mädchen, berührt von Gottes Gnade, von großer innerer Schönheit in ihren Gesten und Haltungen. Das ist nicht zufällig, sondern das von Gott aus ihrer Familie gesät und durch ihr Gebet gewässert.“ Für Pater Fermín ist Elena ein Vorbild für junge Menschen, weil „sie ihre Jugend sehr genoss und keine Zeit verschwendete, weil sie Gott gegenüberstand und sehr aufmerksam auf andere war", angefangen bei Familie und Freunden“.
Alle Informationen über das Leben und die Schriften der Dienerin Gottes Elena Calero Baamonde sowie alle weiteren Nachrichten zu ihrer Sache finden Sie auf der offiziellen Website: https://www.causaelenacalerobaamonde.es/.
Ein Film über ihr Leben findet sich auf Youtube.
Text: Peter Winnemöller
Foto: Shutterstock




