Positive Stimmung im Gespräch dreier Leute mit dem Bischof bei einem Seminar

In Hochaltingen und Heiligenkreuz ausgebildete Katechisten treffen Bischof Voderholzer

„Gemeinsam die Sache voranbringen“


Regensburg, 11. Februar 2026

„Ich bin dankbar für Ihre Ausbildung“, so Bischof Rudolf Voderholzer bei einem Treffen mit Katechisten und Katechistinnen, die ihre Ausbildung in Hochaltingen und Heiligenkreuz absolviert haben. Die Begegnung soll ein Schritt zu einer besseren Vernetzung der unterschiedlich ausgebildeten Katechisten im Bistum Regensburg sein.

Angestoßen durch Papst Franziskus existiert seit 2021 im Bistum Regensburg eine eigene diözesane Ausbildung zum Katechisten. Was vielen unbekannt ist: Schon länger bieten die Hochschule Heiligenkreuz und das Exerzitienhaus St. Ulrich in Hochaltingen eine Ausbildung für den Katechistendienst an, die auch zahlreiche Menschen im Bistum absolviert haben. Etliche von ihnen sind in den Pfarreien des Bistums tätig. Diese einzubinden und die unterschiedlichen Wege der Ausbildung zusammenzuführen, ist ein Ziel der kommenden Jahre. Die Katholische Erwachsenenbildung (KEB), die auch für die diözesane Katechistenausbildung zuständig ist, ist dabei der verantwortliche Ansprechpartner für alle Katechistinnen und Katechisten.

Zwölf der in Hochaltingen und Heiligenkreuz Ausgebildeten haben sich mit den Verantwortlichen der KEB und Bischof Rudolf Voderholzer im Diözesanzentrum Obermünster zu einem Treffen zusammengefunden. Ziel war es in erster Linie, sich kennenzulernen und „herauszufinden, was Sie für Bedürfnisse haben“, so Wolfgang Stöckl, Leiter der KEB im Bistum Regensburg. Neben ihm waren auch Raphael Edert, Leiter der Fachstelle Theologische Bildung und Neuevangelisierung, sowie Ordinariatsrat Dr. Walter Zahner, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, anwesend.

Ausbildung als Fundament für den Glauben

Tatsächlich kristallisierten sich im Gespräch mit den anwesenden Katechisten einige gemeinsame Nenner heraus. So vielfältig die Werdegänge der Katechisten auch sind, die Beweggründe sind oft die gleichen: Antworten geben und eine Glaubensgrundlage für sich selbst schaffen, sprachfähig werden. „Für mich war dieser Kurs ein Fundament“, so ein Absolvent aus Heiligenkreuz. „Ich wollte den Katechistenkurs haben, damit ich Antworten geben kann, da hat es die Ausbildung in Regensburg noch nicht gegeben“, so eine Katechistin aus Hochaltingen, „ich habe dieser Ausbildung wahnsinnig viel zu verdanken.“ Auch der Wunsch nach Einbindung in den beruflichen Alltag kann ein Grund sein, etwa bei der Arbeit im Pfarrbüro, wie eine weitere Katechistin aus Heiligenkreuz schilderte: „Wir haben jeden Tag offen und wollen den Leuten ein Ohr schenken. Da hat mir die Ausbildung viel gebracht.“

Einbringen können die Katechisten ihr Wissen in so manchen Bereichen. Viele von ihnen leiten Bibelkreise oder halten katechetische Vorträge, darüber hinaus haben einige in ihrer Pfarrei die Möglichkeit einer regelmäßigen Anbetung geschaffen. Von großer Bedeutung ist der Einsatz der Katechisten in der Kommunionvorbereitung. Diese sei zunehmend schwieriger, weil das Wissen selbst bei den Kommunions- oder Tischmüttern sinke, so die recht einstimmige Meinung der Anwesenden. Die Problematik sei zwar sehr groß, „aber die Kinder sind aufnahmefähig, und das spornt mich an“, schilderte ein Katechist aus Heiligenkreuz seine Erfahrungen.

Begeisterung der Kommunionkinder einfangen

Die gleiche Thematik sprach auch Bischof Rudolf Voderholzer an. Ihm sei eine wichtige Zielgruppe die Ministranten, hier käme es darauf an, die vorhandene Begeisterung der Kommunionkinder aufzufangen. Die Katechisten, so der Bischof, sollten eine zusätzliche Hilfe in den Pfarreien sein, denn Arbeit gebe es in Hülle und Fülle in den verschiedensten Bereichen, vor allem in der Sakramentenvorbereitung. In vielen Pfarreien sei viel guter Wille da, aber es gebe wenig Begleitung. Es brauche einen Ort für Leute, die mehr wissen wollen und die das Bedürfnis haben, sprachfähiger zu werden. 

Dankbar zeigte sich der Bischof sowohl für die Zeugnisse der anwesenden Katechisten als auch für die vielfältigen Angebote, die sie in den Pfarreien übernehmen, etwa die Bibelkreise. Genauso galt sein Dank auch den Ausbildungsmöglichkeiten in Heiligenkreuz und Hochaltingen. Ihm sei es ein Anliegen, dass die verschiedenen Wege voneinander wissen und sich die Katechisten gegenseitig vernetzen, dass Austausch und gegenseitige Unterstützung stattfinden. Dabei sei es durchaus möglich und sinnvoll, dass auch die außerhalb der Diözese Regensburg ausgebildeten Katechisten, wenn sie es wünschen, die durch Papst Franziskus eingeführte dauerhafte bischöfliche Beauftragung erhalten könnten. „Es gibt alle Hände voll zu tun“, so Bischof Voderholzer, „lassen Sie uns gemeinsamen die Sache voranbringen!“

Text und Fotos: Katharina Winterlich

(kw)

Weitere Infos

Informieren Sie sich über die diözesane Ausbildung zum Katechisten: Katechistin/Katechist im Bistum Regensburg

Weitere Infos, Ausbildungstermine und Anmeldemöglichkeiten bietet die KEB Regensburg an.

Infos über die Katechisten-Kurse: an der Hochschule Heiligenkreuz und dem Haus St. Ulrich in Hochaltingen.



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