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Durch das Kirchenjahr: Salz der Erde, Licht der Welt

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 … mit Benedikt:

5. Sonntag im Kirchenjahr A – Matthäus 5,13-16

Fades Essen ist langweilig. Man wünscht sich dann Salz, eine Prise nur würde schon genügen, um dem Mahl etwas mehr Würze zu verleihen. Ohne Salz schmeckt Essen fade. Es ist geschmackslos. Im Evangelium dieses Sonntags nutzt Jesus daher gerade das Bild des Salzes, um etwas über das christliche Leben auszusagen. „Ihr seid das Salz der Erde“, sagt der Herr (Matthäus 5,13). Und noch weitere Bilder schiebt Christus nach: Wir Christen seien das Licht der Welt und wie eine Kerze, das allen Bewohnern eines Hauses leuchtet.

Jesus umschreibt damit eine Wesensart von uns Christen. Denn all seine Bilder haben etwas gemeinsam. So wie er die Bilder nutzt, wird deutlich: Weder würzt das Salz sich selbst noch leuchtet das Licht für sich selbst. Wie wir als Christen leben, ist damit nicht nur eine Frage, die uns selbst angeht. Es ist nicht nur unsere Sache, ob wir uns an das Wort des Herrn halten. Es hat nicht nur etwas mit unserem Wohlbefinden oder unserem Seelenheil zu tun. Unsere christliche Existenz hat eine Außenwirkung, sie ist kein reiner Selbstzweck. Wie das Salz die Suppe schmackhaft macht, müssen wir diese Welt schmackhaft machen. Wir müssen dafür einstehen, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen, an dem aufscheinen kann, was die Welt immer schon und doch noch nicht ganz geworden ist: Das Reich Gottes.

Wenn wir den Herrn in unser Leben lassen, wenn wir es zulassen, Salz und Licht für die Welt zu werden, dann kann unser Leben den durchscheinen lassen, der uns berufen hat: Den Herrn. Sowenig Salz sich selbst würzt noch Licht sich selbst leuchtet, so wenig haben wir Christen unseren eigenen Schein durch die Welt zu tragen. Der Apostel Paulus schreibt: „Wir sind Gesandte an Christi statt“ (Zweiter Korintherbrief 5,20). Wenn wir diese Herausforderung ernstnehmen, dann können wir wirklich Salz der Erde, Licht der Welt sein.