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Zur Neuigkeit
Durch das Kirchenjahr: der Blog zum Sonntagsevangelium
Lamm Gottes
Zweiter Sonntag im Jahreskreis A – Johannes 1, 29 – 34
„In jener Zeit 29sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt! 30Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. 31Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, damit er Israel offenbart wird. 32Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. 33Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen und auf ihm bleiben siehst, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. 34Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist der Sohn Gottes.“
Johannes der Täufer sieht Jesus auf sich zukommen und erkennt ihn sofort. Er erkennt nicht nur seinen Verwandten (siehe dazu Lk 1,36), sondern er sieht sofort, wer Jesus in Wahrheit ist: „Das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!“ Johannes nimmt nicht nur Äußerlichkeiten wahr; seine Aussage zielt in die Mitte von Wesen und Auftrag Jesu: Er ist gekommen, um die Sünde der ganzen Welt hinwegzunehmen.
Diesen Gedanken greift auch die erste Lesung dieses Sonntags auf (Jes 49,3.5-6). Wir hören dort aus einem der „Gottesknechtslieder“, in denen der Prophet Jesaja von jenem Knecht spricht, der das Volk Israel erlösen soll. Dieser Knecht fasst seine Sendung zusammen. Er wurde von Gott berufen, „damit ich Jakob zu ihm heimführe und Israel bei ihm versammelt werde.“ (Jes 49,5). Doch mehr noch – Gott sagt: „Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht der Nationen, damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht.“ (Jes 49,6).
Das Volk Israel ist das von Gott geliebte und auserwählte Volk. Gott beruft Abraham und verheißt ihm eine große Nachkommenschaft: „Sieh doch zum Himmel hinauf und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst! Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein.“ (Gen 15,5). Gott begleitet dieses Volk von nun an durch alle Höhen und Tiefen. Er führt Israel mit starker Hand aus Ägypten und verlässt sein Volk auch dann nicht, als sich Israel immer wieder von Gott abwendet. Israel ist Gottes Volk. Die Propheten sprechen immer wieder von der Erlösung dieses Volkes, so auch in der heutigen Lesung. Der Gottesknecht soll Jakob zu Gott heimführen und Israel bei ihm versammeln (vgl. Jes 49,5). In der Prophetie öffnet sich jedoch auch diese Heilsbotschaft – über das Volk Israel hinaus, zu allen Völkern. Auch das spiegelt sich in der ersten Lesung: Der Knecht soll nicht nur das Volk Israel aufrichten. Die Sendung des Knechtes geht weiter: „Ich mache dich zum Licht der Nationen, damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht.“ (Jes 49,6).
Gottes Heil soll alle Grenzen von Völkern und Nationen sprengen. So ist Jesus zum Heil aller gesandt. Jesus ist, wie Johannes bekennt, „der Sohn Gottes.“ Diese Sohnschaft Jesu ist universal. Wir hören die Worte des Johannes heut in jeder Eucharistiefeier: „Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!“ Dieses Lamm Gottes, dieser im gebrochenen Brot der Eucharistie gegenwärtige Herr, ist zum Heil der ganzen Erde gekommen. Er ist das „Licht der Nationen“.
Text: Benedikt Bögle
(sig)




