News Bild „Die Liebe Gottes in die Herzen weitertragen“ - 9500 Pilger bei der 177. Regensburger Diözesanfußwallfahrt in Altötting

„Die Liebe Gottes in die Herzen weitertragen“ - 9500 Pilger bei der 177. Regensburger Diözesanfußwallfahrt in Altötting

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Altötting 3. Juni 2006 (pdr) Am Samstag, den 3. Juni, hat der Regensburger Bischof die über 9500 Teilnehmer der 177. Regensburger Diözesan-Fußwallfahrt in Altötting empfangen. Darunter waren Pilgerguppen aus Riedenburg, Deggendorf und anderen Gemeinden des Bistums. In der St.-Anna-Basilika zelebrierte er den Abschlussgottesdienst der größten Fußwallfahrt Deutschlands.

Bischof Gerhard Ludwig sowie die Vorbeter um die Geistlichen Beiräte Hannes Lorenz und Norbert Götz gingen in ihren Worten an die Wallfahrer auf das Leitwort der Fußwallfahrt „Gott ist die Liebe!“ ein. Mit diesen Worten hatte Papst Benedikt XVI. seine erste Enzyklika überschrieben. Pilgerführer Bernhard Meiler erinnerte daran, dass Kardinal Ratzinger die Teilnehmer der Diözesan-Fußwallfahrt zu „Unserer lieben Frau von Altötting“ am Pfingstsamstag des Jahres 2001 in Altötting empfangen hatte.

Bei Regen waren rund 5500 Pilger aus der Diözese Regensburg am Donnerstagmorgen nach einem Gottesdienst in der Kirche St. Albertus Magnus, der Pfarrkirche von Geistl. Beirat Hannes Lorenz, auf den 111 Kilometer langen Weg von Regensburg zum berühmten oberbayerischen Marienwallfahrtsort aufgebrochen.
Die erste Station führte sie zum Islinger Feld, wo Bischof Gerhard Ludwig seine Vorfreude auf den bevorstehenden Besuch des Heiligen Vaters in Regensburg zum Ausdruck brachte, ein Grußwort an die Pilger richtete und sie mit dem Segen auf ihren dreitägigen Weg nach Altötting über die Tagesetappen Mengkofen (38 km), Massing (50 km) und Altötting (23 km) verabschiedete.

Zwischen Winhöring und Wald, an der Abzweigung nach Holzen, hatte Bischof Gerhard Ludwig die Pilger am Samstagmorgen, exakt 100 Tage vor dem Besuch von Papst Benedikt XVI. in Regensburg, begrüßt, sie gesegnet und ihnen für die Bereitschaft bei Regenwetter sich auf den Weg zum „Herz des katholischen Bayerns“ aufzumachen gedankt.

Am Altöttinger Kapellplatz empfing Bischof Gerhard Ludwig dann knapp zwei Stunden später die Regensburger Diözesanfußwallfahrer zusammen mit dem Administrator der hl. Kapelle, Domkapitular Alois Furtner, am Gnadenbild der Schwarzen Madonna. Exakt eine Stunde und zwei Minuten hatte der Einzug der Regensburger Fußwallfahrer in Anspruch genommen.

Mit herzlichem Applaus begrüßten die Wallfahrer Bischof Gerhard Ludwig und die zahlreichen Konzelebranten des Pilgergottesdienstes, unter ihnen auch die Geistl. Beiräte und Bischof Victor Akbad aus der westafrikanischen Diözese Lobossa, in der restlos überfüllten St.-Anna-Basilika. In seiner Begrüßung ging Geistl. Beirat Hannes Lorenz auf das Leitwort der diesjährigen Diözesanfußwallfahrt „Gott ist die Liebe!“ ein. Er äußerte die Hoffnung, dass die Pilger in den letzten drei Tagen ein wenig von Gottes Liebe spüren durften. An die Wallfahrer gewandt, sagte der Geistl. Beirat: „Gott ist die Liebe – macht das Herz auf für ihn!“

Bischof Gerhard Ludwig sagte zu Beginn seiner Predigt: „Das Geheimnis des Seins ist Gott selber in seiner Liebe zu uns Menschen.“ Die diesjährige bei Regen und Wind gestartete Wallfahrt sei wieder eine mächtige Darstellung und Prozession des Gottesvolkes, das an der Gnadenmutter in Altötting vorbeigezogen ist. Diese Ankunft erfolge bei Sonnenschein draußen, aber auch mit Sonne in den Herzen, indem wir innerlich erfasst würden von Christus als der Sonne des Heiles. Die Wetterbedingungen dieser Wallfahrt hätten somit dargestellt, was auch der Weg der Kirche sei: Der Weg der Bedrängnis der Zeit hindurch zu den Tröstungen und der Gnade Gottes. „Ohne die Kirche und das Evangelium Jesu Christi gibt es keine Zukunft und kein sinnerfülltes Dasein für die Menschheit, weil uns dann die Liebe Gottes vorenthalten wird. In genau 100 Tagen wird der Heilige Vater mit dem Hubschrauber von Altötting nach Regensburg kommen. Beim Festgottesdienst am 12. September mit dem obersten Hirten der Kirche werden wir hinausrufen in die Welt, dass es einen Sinn für jeden Menschen in der Liebe Gottes gibt, die gegenwärtig in Jesus Christus und durch den Heiligen Geist ausgegossen in unsere Herzen ist“.

Der Gottesdienst wurde musikalisch eindruckvoll gestaltet von der Jugendblaskapelle aus Schwarzenfeld unter der Leitung von Josef Lobenhofer. Pfarrer Hannes Lorenz von der Pfarrei St. Albertus Magnus aus Regensburg sagte in seinen Dankesworten: „Wir waren nicht allein auf dem Weg von Regensburg nach Altötting. Gott selber hat uns begleitet, mit seiner Liebe und unserem Beten und Singen. Er hat diese drei Tage zu einem begeisternden, ergreifenden und frohen Fest unseres Glaubens werden lassen! Nehmt diese Freude nach Hause in Eure Familien und in Eure Pfarrgemeinden, lebt und handelt aus dieser Freude, das ist beste Vorbereitung auf die Tage des Papstbesuches in Regensburg!“ Für das Vergelt’s Gott von Pfarrer Lorenz an alle Pilger für diese frohe Pilgergemeinschaft in den letzten Tagen, gab es einen herzlichen Beifall für die Organisatoren der 177. Regensburger Diözesan-Fußwallfahrt. Ein herzliches Vergelt’s Gott richtete Pfarrer Lorenz an Bischof Gerhard Ludwig für sein Wohlwollen und Begleiten dieser Wallfahrt nach dem Grundsatz „Wer glaubt ist nicht allein“.
Der Dank des Geistl. Beirates galt auch an die vielen ehrenamtlichen Helfer der Regensburger Diözesanfußwallfahrt mit Pilgerführer Bernhard Meiler an der Spitze.

In Anerkennung seiner besonderen Verdienste um diese Wallfahrt überreichte der Geistl. Beirat zusammen mit Bischof Gerhard Ludwig an den Administrator der Hl. Kapelle in Altötting, Domkapitular und Prälat Alois Furtner, der meist auch noch eine Etappe mitgegangen ist, den Ehrenpilgerstab. Von Altötting aus hat der mittlerweile 70-jährige Prälat diese Regensburger-Diözesanwallfahrt über viele Jahre mit einem offenen Ohr und einer helfenden Hand vorbildlich begleitet und gestützt. Ihm, so Pfarrer Lorenz, ist es zu verdanken, dass wir am Ziel unserer Wallfahrt am Gnadenbild vorbeiziehen dürfen.