News Bild "Die geistlichen Gemeinschaften sind ein Geschenk des Heiligen Geistes" Bischof Rudolf feiert Liturgie der Versöhnung mit dem Neokatechumenalen Weg

"Die geistlichen Gemeinschaften sind ein Geschenk des Heiligen Geistes" Bischof Rudolf feiert Liturgie der Versöhnung mit dem Neokatechumenalen Weg

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Im Antonius-Haus in Regensburg feierte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer mit rund 250 Mitgliedern des Neokatechumenalen Weges aus ganz Bayern eine "Liturgie der Versöhnung". An dieser Gottesdienstfeier, in deren Zentrum das Wort Gottes und die persönliche Beichte der Anwesenden stehen, nahmen auch noch zwanzig weitere Priester teil. Sie bildete den Auftakt eines dreitägigen Treffens von Verantwortlichen und Katechisten aus Gemeinschaften des Neokatechumenalen Weges aus München, Regensburg, Augsburg und Nürnberg.

 

"Papst Paul VI. gab uns den Namen..."

 

Der Neokatechumenale Weg ist eine geistliche Bewegung, die von der spanischen Katechetin María Carmen Hernández (1930-2016) und dem Maler Francisco Argüello genannt Kiko (*1939) im Jahre 1964 in den Armutsbaracken von Madrid ins Leben gerufen wurde. Beide sprechen bewusst nicht von einer "Gründung", da sie ja nichts Neues geschaffen haben, sondern nur altbekanntes wiederbelebt haben. Es handelt sich dabei, so erklärt Tobias Spandri, Verantwortlicher für das Neokatechumenale Zentrum München, um einen mehrjährigen Glaubenskurs, der dem urkirchlichen Katechumenat gleicht. Papst Paul VI. war es, der diesen Vergleich mit der frühchristlichen Taufvorbereitung machte und somit der Bewegung den Namen gab: Neokatechumenaler Weg.

 

Weltweit gehen Menschen, die ihren Glauben neuerschließen wollen, diesen Weg, nach Deutschland kam er auf Vermittlung des damaligen Professors Joseph Ratzinger. Kleine Gemeinschaften von 20 bis 30 Personen bilden da die Keimzellen für die Glaubenserneuerung, stets immer begleitet von einem Priester und eingebunden in die Pfarrei und das jeweilige Bistum. "Der Neokatechumenale Weg steht im Dienst des Bischofs als eine der diözesanen Durchführungsweisen der christlichen Initiation und der ständigen Glaubenserziehung", so ist es in Artikel 1 § 2 im Statut des Neokatechumenalen Weges zu lesen. Die Gemeinschaften wollen wie die Heilige Familie von Nazareth in Demut, Einfachheit und Lob leben und im Nächsten Christus erkennen.

 

"Die geistlichen Gemeinschaften sind, und da stehe ich ganz im Einklang mit den letzten Päpsten, ein Geschenk des Himmels, ein Geschenk des Heiligen Geistes zur Verlebendigung der Kirche. Vor allem im Bezug auf Missionierung und Neuevangelisierung der Kirche sind nach meiner Erfahrung die geistlichen Bewegungen der erste Träger", so Bischof Rudolf Voderholzer. "Der Neokatechumenale Weg ist ein Weg davon und zwar ein ganz vitaler, den man ja nun auch hier in Regensburg an zwei Orten versucht, zu begründen und ich begrüße das sehr."

 

"Liturgie der Versöhnung"

 

Der große Saal im Antonius-Haus war zu einem Liturgischen Raum umgestaltet worden, eine überdimensionale Ikone vom Jüngsten Gericht, gemalt vom spanischen Künstler Kiko Argüello, schmückte die Kopfseite. Rund um den Ambo standen Stuhlreihen, die den rund zwanzig Priestern und 250 Neokatechumenalen Platz boten. Nach dem Evangelium vom Messias-Bekenntnis des Petrus und einer Predigt von Bischof Rudolf, leitete dieser im Blick auf den heiligen Petrus, der auch der Patron der Bußfertigen ist, zur eigentlichen Feier der Versöhnung über. Dem allgemeinen Schuldbekenntnis folgte dann die persönliche Beichte. Die anwesenden Priester, allen voran Bischof Rudolf, verteilten sich über den ganzen Antoniussaal und spendeten den Anwesenden nacheinander das Bußsakrament. Geistliche Lieder mit Gitarren- und Geigenbegleitung schufen nicht nur eine geistliche Atmosphäre sondern auch die Klangkulisse für die notwendige Diskretion beim Beichten.

 

Bischof Rudolf bemerkte dazu: "Das Zweite Vatikanische Konzil hat, neuere theologie- und liturgiegeschichtliche Erkenntnisse aufgreifend, auch den Gemeinschaftscharakter der Buße wieder betont. Das Bußsakrament hat eine große Wandlung mitgemacht in den Jahrhunderten. In der Urkirche war es ja öffentlich, vor der gesamte Gemeinde. Im Frühmittelalter hat es sich dann zur Privatbeichte hin entwickelt. Schuld und Sünde haben auch immer etwas mit der Gemeinschaft zu tun." Weiter sagte der Bischof zu: "Man kann es beim Neokatechumenalen Weg nur dankend begrüßen, das hier versucht wird, die Einzelbeichte mit einer gemeinsamen Feier der Versöhnung zu verbinden, ohne das die Diskretion dabei verloren geht". Mit einem gemeinsamen Lobpreis und dem Schlusssegen des Bischofs endete die Liturgische Feier, im Anschluss trafen sich alle zum gemeinsamen Abendessen.

 

Informationen zum Neokatechumenalen Weg findet man unter: www.neokatechumenaler-weg.de