News Bild Die Gegenwart Gottes erfüllt das Haus – 300 Jahre Abteikirche von Weltenburg

Die Gegenwart Gottes erfüllt das Haus – 300 Jahre Abteikirche von Weltenburg

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Am vergangenen Sonntag, 14. Oktober, hat Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in der Abteikirche von Weltenburg ein Pontifikalamt gefeiert. Anlass war das 300-jährige Jubiläum der Weihe der Kirche. Am 9. Oktober 1718 hatte der Freisinger Fürstbischof Johann Franz Eckher von Kapfing die Klosterkirche geweiht.

Der Bischof von Regensburg hielt die Predigt und legte das Evangelium aus. Er sprach über die Bedeutung des Zachäus, zu dem Jesus kommen wollte. Dr. Voderholzer gab zu bedenken, dass dies ein besonderer Vorgang war, denn bis heute ist es unüblich, sich selbst einzuladen. Das maßgebliche Thema der Predigt war, wie die Gegenwart Jesu das Haus Gottes erfüllt und konstituiert. Immer wieder schlug der Bischof von Regensburg thematisch den Bogen zum beeindruckenden Bau der Klosterkirche. Die Brüder Asam hatten diesen im Stile des Spätbarock ausgestattet.

Unter der Leitung von Prof. Josef Kohlhäufl gestalteten Musiker und Sänger der Weltenburger Musikgemeinschaft das Pontifikalamt musikalisch. Es erklang die Spatzenmesse von Wolfgang Amadeus Mozart.

Am Nachmittag des Jubiläumstages fand ein Festakt im Festsaal des Klosters statt. Der Münchner Pastoraltheologe und Professor Dr. Ludwig Mödl sprach in seinem Festvortrag über: „Im Spiegel des Heiligen. Die Botschaft eines Sakralraumes.“ Hier war das Thema, wie die Heiligkeit des Raums etwa den vielen Besuchern Weltenburgs zu erschließen sein könnte, die keinen direkten Bezug zur Bild- und Symbolwelt der Kirche haben.

Abt Thomas sagte, dass in Weltenburg die Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges noch viele Jahrzehnte nach dem Friedensschluss von 1648 spürbar waren. Einen wichtigen Neubeginn aber setzte Maurus Bächl, der 1713 zum Abt gewählt wurde, mit dem vollständigen Neubau der Klosteranlage.