News Bild Die alternativen Wege der Sterndeuter – Weihnachten verändert (auch uns)

Die alternativen Wege der Sterndeuter – Weihnachten verändert (auch uns)

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Das Hochfest der Erscheinung des Herrn (Sollemnitas in Epiphania Domini) am 6. Januar wird volkstümlich und in zahlreichen Kalendern als Dreikönigsfest, Dreikönigstag oder schlicht als Heilige Drei Könige bezeichnet. Im 2. Kapitel des Matthäusevangeliums, das an diesem Festtag in der Liturgie vorgetragen wird, heißt es u.a.: „Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, siehe, da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? (…) Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.“

Verwirklicht findet sich die beeindruckende Szene häufig in Krippen, so in St. Elisabeth Kareth (siehe Bild). Dr. Hans Rauch, vormaliger Vorsitzender des Regensburger Krippenvereins, hat diese Aufnahme zur Verfügung gestellt. Als geistliche Ausdeutung des Geschehens ist dort zu lesen: „Auch Weihnachten verändert! Wer wie die drei Weisen an der Krippe stand und das Wunder der Weihnacht wenigstens erahnt hat, in wessen Herzen Christus zur Welt kam, der kann nicht weggehen, als wäre nichts geschehen, der kann nicht wieder auf den alten Pfaden in den Alltag zurückkehren. Auch von den drei Weisen berichtet das Evangelium (Mt 2,12), dass sie auf einem anderen Weg zurück in ihr Land zogen.

Auch wir gehen seit Weihnachten auf anderen Wegen durch unseren Alltag, auf Wegen, die erhellt sind von den Laternen der Hoffnung und auf denen die Spurrillen der göttlichen Liebe verlaufen.“