Marsch für das Leben

Deutsche Bischofskonferenz unterstützt Marsch für das Leben

Der Vorsitzende sendet Grußwort


Berlin / Regensburg, 14. September 2026

Zu den beiden Märschen für das Leben in Berlin und Köln am 19. September sendet der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer, ein Grußwort an die Veranstalter und Teilnehmer. Der Marsch für das Leben, so Bischof Dr. Wilmer, erinnere jedes Jahr daran, menschliches Leben „in allen seinen Phasen zu achten, zu schützen und zu fördern“, und „lenkt die Aufmerksamkeit auf Menschen, deren Leben nicht geachtet, anerkannt oder als weniger schützenswert angesehen wird“. Der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer wird in Berlin persönlich anwesend sein.

Bischof Dr. Wilmer mahnt in seinem Schreiben auch zur Wachsamkeit: „Wer menschliches Leben schützen will, kann nicht gleichzeitig Menschen gegeneinander ausspielen, ausgrenzen oder ihre Würde relativieren. Christlicher Lebensschutz gilt jedem Menschen und kennt weder eine Rangordnung menschlichen Lebens noch die Unterscheidung zwischen wertvollem und weniger wertvollem Leben.“ Seine Worte im vollen Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Teilnehmende am diesjährigen Marsch für das Leben, 

der Marsch für das Leben erinnert uns Jahr für Jahr an eine grundlegende Aufgabe jeder Gesellschaft: Menschliches Leben in allen seinen Phasen zu achten, zu schützen und zu fördern. Ja, man könnte sogar noch einen Schritt weiter gehen, wie Papst Leo XIV.: Er betont, dass sich „die moralische Größe eines Landes vor allem in seiner Fähigkeit zeigt, das Leben aller, insbesondere der Schutzlosen und derer, deren Wert infrage gestellt wird, zu unterstützen, zu schützen und wertzuschätzen“. Gerade dort, wo Leben verletzlich ist, wo Menschen keine Stimme haben oder ihr Existenzrecht infrage gestellt wird, zeigt sich, wie ernst wir es mit der Menschenwürde meinen.

Der Marsch für das Leben lenkt die Aufmerksamkeit auf Menschen, deren Leben nicht geachtet, anerkannt oder als weniger schützenswert angesehen wird. Dabei bleibt der Einsatz für das Leben nicht bei einzelnen Fragen stehen. Papst Leo XIV. hat dies in bemerkenswerter Klarheit zum Ausdruck gebracht: „Jemand, der sagt: ‚Ich bin gegen Abtreibung, aber ich bin für die Todesstrafe‘, ist nicht wirklich für das Leben.“ Wer für das Leben eintritt, muss deshalb das Ganze im Blick behalten. Dazu gehören der Schutz ungeborener Kinder ebenso wie die Sorge um kranke und alte Menschen, die Begleitung Sterbender, die Ablehnung der Todesstrafe, die Unterstützung von Menschen in Not sowie das Eintreten für Frieden und Versöhnung.

Gerade deshalb ist Wachsamkeit geboten. Wer menschliches Leben schützen will, kann nicht gleichzeitig Menschen gegeneinander ausspielen, ausgrenzen oder ihre Würde relativieren. Christlicher Lebensschutz gilt jedem Menschen und kennt weder eine Rangordnung menschlichen Lebens noch die Unterscheidung zwischen wertvollem und weniger wertvollem Leben.

Das christliche Ja zum Leben ist daher immer auch ein Ja zu einer solidarischen Gesellschaft. Eine Gesellschaft ist dann human, wenn sie dem ungeborenen Leben Raum gibt, Lasten gemeinsam trägt und niemanden allein lässt. 

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen einen gelingenden Marsch für das Leben 2026.

Bischof Dr. Heiner Wilmer, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Text: Bundesverband für das Leben

(SG / sig)



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