News Bild Das „Landgewitter“ der Katholischen Landjugend-Bewegung präsentiert sich vor dem Dom - „Die Jugendlichen wollen auf dem Land bleiben. Es ist uns ein Herzensanliegen, hier etwas zu bewegen“

Das „Landgewitter“ der Katholischen Landjugend-Bewegung präsentiert sich vor dem Dom - „Die Jugendlichen wollen auf dem Land bleiben. Es ist uns ein Herzensanliegen, hier etwas zu bewegen“

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(pdr) Mit Traktor und Anhänger waren Vertreter der Katholischen Landjugend-Bewegung (KLJB) im Bistum auf den Domplatz in Regensburg gekommen, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wichtigste Botschaft: „Die Jugendlichen wollen auf dem Land bleiben. Es ist uns ein Herzensanliegen, hier etwas zu bewegen.“ Das sagte Josef Schwaiger, Referent für Agrar, Verbraucherschutz und Ökologie (AVÖ) der KLJB: „Wir sind jung, wir sind vom Land, wir sind das Gewitter.“ Vor Journalisten auf dem Traktoranhänger, umgeben von Regensburger Touristenleben, stellte KLJB-Diözesanvorsitzende Elisabeth Schirmbeck das Großprojekt „Landgewitter“ des katholischen Verbandes vor. Mit dem Diözesanprojekt, das im vergangenen März angefahren worden ist, stärken die jungen Katholischen die Kompetenz der Menschen auf dem Land. Vor allem durch die Rückbesinnung auf die Stärken der Menschen und ihrer Lebensweise dort soll die Zukunft angepackt werden. Das Problem: Bedauerlicherweise verlassen viele Jugendliche anlässlich von Ausbildung und Studium ihre Heimat und kehren häufig genug auch nicht wieder zurück.

„Das Landgewitter ist ein Kreativitätswettbewerb, ein lebendiger Prozess mit Überraschungen, flankiert von Bildungsmaßnahmen.“ Mit diesen Worten beschrieb Diözesanvorsitzende Elisabeth Schirmbeck das bisher einmalige Großprojekt im Bistum Regensburg. Es läuft bis Oktober 2013 und ist diözesanweit dezentral organisiert: Die Ortsverbände veranstalten Wettbewerbe, Events und Gottesdienste. Zunächst aber geht es um die „Dorfanalyse“: Was gibt es an Gutem? Was ist verbesserungswürdig? Der KLJB-Vorstand auf Diözesanebene unterstützt die Initiativen, die auf Vernetzung und politischer Arbeit gegründet sein sollen, und vergibt für die dokumentierten Veranstaltungen Punkte, die gesammelt und addiert werden. Eine Herausforderung etwa ist es, sich in Form von Gstanzeln oder in einem eigenen Theaterstück mit der Frage zu beschäftigen: „100 Jahr vorbei – wie kannt mei Dorf dann sei?“ Der rührigste Ortsverband wird dann mit einem Preis ausgezeichnet.

Als besonders wertvoll beschrieb Maria Baumer, Mitglied der AG Dorf, die das Projekt umsetzt, die Erfahrung, dass die Jugendlichen ihre Perspektiven – symbolisch oder praktisch – selbst organisieren lernen. Damit sind sie der Stadt voraus, wo eine Diskothek zu besuchen keinen eigenen Aufwand erfordert. Auch gilt es buchstäblich neue Wege auf dem Land zu finden, wo die Wege länger und der ÖPNV in der Regel schwächer ist. „Persönlichkeitsbildung auf dem Land ist etwas anderes als in der Stadt“, stellte die Diözesanvorsitzende vor dem Hintergrund erheblicher Herausforderungen fest.

Als überzeugte junge Katholiken auf dem Lande möchten die KLJBler, dass die „Kirche im Dorf“ bleibt. Gezeigt werden soll, dass der Glaube „auch in der Fläche gelebt werden kann“. „Dieses Thema läuft nicht nebenbei, sondern es bewegt uns schon sehr“, sagt Schwaiger. „Einen Haufen Rückmeldungen haben wir schon bekommen“, beschreibt er die vielen E-Mails, die in den vergangenen Wochen eingelaufen sind in Punkto „Landgewitter“. Übrigens wird das Projekt seinen Schlussakkord finden im Oktober des kommenden Jahres mit einer großen Abschlussparty. Natürlich laufen auch dazu schon die Planungen. Aber, wie gesagt: Mit Überraschungen ist auch hier zu rechnen …