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Corona: Auch die Jugend macht sich Sorgen – Kirche bietet Hilfe

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Die Corona-Pandemie betrifft auch eine Gruppe, die oftmals vergessen wird: Jugendliche und junge Erwachsenen. Auch für sie war das zurückliegende Jahr schwierig – und auch die Weihnachtstage können zur Zerreißprobe werden. Die katholische Kirche bietet Hilfe an.

Reden, sich aussprechen, Menschen am Telefon treffen: noch bis zum 6. Januar gibt es im Bistum Regensburg das Weihnachtstelefon. Acht Frauen und drei Männer freuen sich auf Ihren Anruf. Wer sich sorgt, wer jemanden zum Reden braucht, wer Freude oder Leid teilen will, wer sich ärgert oder wer enttäuscht ist, der ist herzlich eingeladen, zum Telefon zu greifen.

Gemeindereferentin Claudia Stöckl erreichen Sie beispielsweise bis 06.01.2021 ganztags unter der Nummer 0961 388 673 99. Diakon Michael Weißmann erreichen Sie bis 06.01.2021 von 11:00 bis 15:00 Uhr unter 0151 730 294 84. Weitere Ansprechpartner finden Sie unter www.bistum-regensburg.de/news/erreichbar-fuer-alle-zwischen-dem-2312-und-dem-61-gibt-es-im-bistum-regensburg-das-weihnachtstelefon-7845/

Nicht nur ältere Menschen leiden unter Einsamkeit

Für so viele Menschen wurde 2020 zur Herausforderung. Meist denken wir dabei an die älteren Menschen, die zur Risikogruppe gehören. Wir denken an all die Unternehmer, deren Geschäft in diesem Jahr pleite gegangen ist oder kurz davor steht. Die Ängste in unserer Gesellschaft sind vielfältig: Angst vor einer Infektion, verbunden mit Krankheit, Schmerzen und Tod; Angst vor wirtschaftlicher Unsicherheit, Angst um Angehörige. Dazu kommt Überforderung, etwa bei jungen Familien, die Job, Homeoffice und Homeschooling der Kinder irgendwie unter einen Hut bringen müssen.

Ein weiteres Problem ist die Einsamkeit. Seit einigen Jahren macht der „Edeka“-Konzern mit Weihnachtswerbung auf sich aufmerksam. Meist geht es um Menschen, die einsam leben und auch das Weihnachtsfest einsam werden verbringen müssen. Diese Menschen sind immer eher älter: Einsamkeit verbinden wir mit Alter. Gerade in diesem Jahr wird das Problem durch die Corona-Pandemie und ihre Folgen noch verschärft.

Probleme der jungen Erwachsenen

Doch auch für Jugendliche und junge Erwachsene war dieses Jahr hart. Auch unter ihnen mussten viele bis an ihre Grenzen gehen. Sicherlich, junge Erwachsene gehören eher selten zu den Risikopatienten – alle anderen Probleme dieser Pandemie aber betreffen ebenso junge Menschen. Nicht selten wohnen gerade Studierende alleine, in kleinen Wohnungen. Ein Lockdown ist daher nicht nur anstrengend; er wird zur Zerreißprobe und kann Einsamkeit bedingen. Wie etwa wird es all den Studierenden gehen, die in diesem Jahr ihr Studium begonnen haben – online, ohne Möglichkeit, Freunde kennenzulernen, alleine in einer fremden Stadt? Wie wird es all jenen Studierenden gehen, die von einem Nebenjob leben? Meist ist der Lohn ohnehin schon gering, die Verträge auf ein halbes Jahr befristet. Eine Kündigung ist dann ja gar nicht mehr nötig, der Vertrag läuft einfach aus.

Junge Menschen sind in der öffentlichen Wahrnehmung oft nicht präsent. Denken wir an die von Corona betroffenen Menschen, sind es eher die älteren. Natürlich kann es nicht darum gehen, Bevölkerungsgruppen gegeneinander auszuspielen. Aber auch hinter jungen Erwachsenen liegt ein schwieriges, belastendes Jahr. Diese Generation ist mit einer ausgeprägten Hoffnung in die Zukunft aufgewachsen: Die Arbeitslosigkeit sinkt beständig, die Löhne steigen, die Lebensqualität wird immer besser. Kaum ein Student sorgte sich darum, später einmal einen Arbeitsplatz finden zu können. Diese grundsätzliche Hoffnung hat in diesem Jahr einen Dämpfer erlitten. Es ist eben nicht alles so einfach und leicht. Vor dieser Generation liegen wohl schwierige Monate und Jahre. Es wurde ja immer wieder betont, wer die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu tragen haben wird: die Jugendlichen und jungen Erwachsenen.