News Bild „Christus ist das Licht der Völker und auch wir sollen Licht in die Welt bringen“ - Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller spendete in der Niedermünsterkirche den Blasiussegen

„Christus ist das Licht der Völker und auch wir sollen Licht in die Welt bringen“ - Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller spendete in der Niedermünsterkirche den Blasiussegen

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In der Dompfarrkirche Niedermünster feierte Bischof Gerhard Ludwig Müller am Abend des 2. Februar mit zahlreichen Gläubigen ein Pontifikalamt zum Fest „Darstellung des Herrn“. Eröffnet wurde die Liturgie mit der feierlichen Kerzensegnung in der Vorhalle der altehrwürdigen, ehemaligen Damenstiftskirche. Unter dem Gesang von Kantor und Gemeinde „Werde Licht, Jerusalem“ zog dann die Lichterprozession mit dem Bischof, den Konzelebranten aus Domkapitel und Vorstand des Priesterseminares, dem Liturgischen Dienst sowie allen Regensburger Seminaristen in die Niedermünsterkirche ein.

Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller schlug in seiner Predigt dann auch eine inhaltliche Brücke von der Licht-Thematik der Messe an diesem Festtag zu Jesu Auftrag in der Heilsgeschichte. Christus ist zu allen Menschen gekommen und damit zum Licht der Völker geworden. „Lumen Gentium“ - „Licht der Völker“, ist auch der Titel der bedeutenden dogmatischen Konstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils über die Kirche. Und da Christus das Haupt der Kirche ist und wir deren Glieder, richtet sich dieser Auftrag auch an uns. Wir alle sollen als Christen Licht in der Welt sein und die Finsternis und Hoffnungslosigkeit dort erhellen. In Zeiten zunehmender Verweltlichung und Entkirchlichung, so der Bischof weiter, sei es unsere Aufgabe, getreu dem Auftrag Jesu aus der Bergpredigt zu handeln - „Ihr seid das Licht der Welt“ - und unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen
Vor dem Bischöflichen Segen zum Abschluß der Liturgie, lud Dompfarrer Monsignore Harald Scharf die Gläubigen zum Empfang des Blasiussegens ein. Wenn auch der Gedenktag des heiligen Märtyrer-Bischof Blasius von Sebaste ( verstorben um 316), dem Schutzpatron gegen Halserkrankungen, erst am 3. Februar begangen wird, so ist es üblich geworden, den Gläubigen bereist am Vorabend den Segen zu spenden. Dazu legte der Bischof mit den Konzelebranten die Messgewänder in der Sakristei ab und kehrte dann mit einer violetten Stola über dem weißen Untergewand und den beiden gekreuzten Kerzen zurück, um jedem einzeln den Segen zu spenden: „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.“ Erst segnete er selbst die Priester, allen voran Domdekan Prälat Robert Hüttner, dann dieser den Bischof, und alle gemeinsam dann die zahlreich erschienenen Gläubigen in der Niedermünsterkirche. Domkapellmeister Büchner und die beiden Chöre der Domspatzen erhielten von Bischof Gerhard Ludwig den Blasiussegen erteilt.

In früheren Zeiten endete am 2. Februar nicht nur die Weihnachtszeit, im Volksmund heißt es auch heute noch, dass man sich bis zu diesem Tag „A Guads Neis“ wünschen kann. Was beim gläubigen Volk gängig als „Mariae Lichtmess“ bezeichnet wird, trägt im Festkalender der Kirche seit der Liturgiereform den Namen „Fest der Darstellung des Herrn“ oder auch „Einführung Jesu in den Tempel“. Dieses Fest erinnert daran, das die Eltern Jesu ihn, gemäß dem jüdischen Brauch, genau 40 Tage nach seiner Geburt nach Jerusalem in den Tempel brachten, um das dort vorgeschriebene Opfer darzubringen. Der greise Simeon stimmte beim Anblick Jesu voller Freude seinen Lobgesang an: „Nun lässt Du, Herr, Deinen Knecht, wie Du gesagt hast, in Frieden scheiden…“, das „Nunc dimittis“, das im Abendgebet der Kirche, der Komplet, seinen Platz gefunden hat. Es war dies Jesu erster Aufenthalt in Jerusalem, sozusagen sein erster öffentlicher Auftritt und damit der Beginn seines heilsgeschichtlichen Wirkens. Am 2. Februar wird auch weltweit der „Tag des geweihten Lebens“ begangen, der alle Formen des geweihten Lebens in der Kirche würdigen und fördern will, wie das der Ordensleute, der Mitglieder der Säkularinstitute oder auch der Gottgeweihten Jungfrauen. Papst Johannes Paul II. hat im Jahre 1997 diesen Tag mit dem Fest der “Darstellung des Herrn” verbunden. „Das Leben der besonderen Weihe an Gott in seinen vielfältigen Ausdrucksformen“, so der Papst 1997, “steht im Dienst an der Taufweihe aller Gläubigen.“