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Zur Neuigkeit
Chrisammesse im Regensburger Dom mit Weihe der heiligen Öle
„Regensburger Dom hat uns etwas zu erzählen“
Regensburg, 30. März 2026
Traditionell wird am Montagabend in der Karwoche die Missa chrismatis im Dom St. Peter in Regensburg gefeiert. In der Chrisammesse werden die heiligen Öle geweiht und die Priester im Bistum Regensburg erneuern ihre Weiherversprechen.
Bis auf den letzten Platz war die Regensburger Kathedrale gefüllt. In den beiden Seitenschiffen wurden zusätzliche Stühle aufgestellt, um den vielen Gläubigen Platz zu bieten. Darunter waren auch viele Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Bistum Regensburg, die tagsüber am „U!14-Tag“ des Bischöflichen Jugendamtes teilgenommen hatten. Neben Bischof Rudolf Voderholzer konzelebrierten Generalvikar Domdekan Dr. Roland Batz, Regens Daniel Stark, acht Regionaldekane des Bistums und Jugendpfarrer Matthias Strätz. Musikalisch gestaltet wurde das beeindruckende Pontifikalamt durch die Band „Makaber“ aus der Pfarrei St. Jakobus in Regenstauf, unter der Leitung von Andreas Dengler. Zu Beginn seiner Predigt richtete der Bischof die Worte an die jungen Firmlinge, die er vormittags bereits per Handschlag in der Basilika Sankt Emmeram zum „U14-Tag“ begrüßt hatte.
Dom als Ort des Lebens und des Glaubens
„Ich finde es wunderbar, dass ihr euren ersten Ferientag dazu nützt, nach Regensburg zu kommen, und dass ihr die verschiedenen geistlichen Angebote des Jugendamtes wahrgenommen habt und jetzt die Messe mitfeiert, in der die heiligen Öle geweiht werden, das Krankenöl, das Katechumenenöl und der Chrisam, der auch bei eurer Firmung verwendet wird“, sagte Bischof Rudolf Voderholzer in Richtung der vielen jungen Firmbewerber und Firmbewerberinnen. Er findet es wunderbar, dass sich die jungen Christinnen und Christen an ihrem ersten Ferientag in die Feierlichkeiten der heiligen Woche hineinführen lassen, um sich auf dem Weg zur Firmvorbereitung zu stärken. Er sprach auch einen besonderen Dank an alle Begleiterinnen und Begleiter der Firmgruppen aus sowie an die fleißigen Helferinnen und Helfer des „U!14-Tages“ im Vorfeld der Chrisammesse.
Besonders freute sich der Regensburger Oberhirte, dass die vielen jungen Christinnen und Christen so richtig Leben in den Regensburger Dom hereinbringen. In diesem Jahr feiert der Regensburger Dom einen besonderen Geburtstag: 750 Jahre wird der gotische Dom St. Peter in diesem Jahr alt. Eine gewaltige Zahl und schwer vorzustellen, so Bischof Rudolf. Viele Generationen haben an diesem besonderen Gotteshaus gebaut, bevor es fertig gestellt werden konnte. Den Überlieferungen zufolge konnte im Jahr 1276 wohl „die erste Heilige Messe in den schon stehenden Mauern des neuen und modernen gotischen Domes gefeiert werden“. Dieses Ereignis ist jetzt genau 750 Jahre her. Der Dom war damals schon ein Zeichen der Zuversicht und ein Hoffnungszeichen auf die Zukunft, denn die Erbauer wussten damals schon, dass sie die Fertigstellung des Gotteshauses nicht erleben werden. Ebenso ihre Kinder und Enkelkinder, so Bischof Rudolf. Diese Zuversicht ist aus heutiger Perspektive absolut beeindruckend.

Dom als Symbol der Orientierung auf Jesus Christus
Bemerkenswert ist auch, dass die nachfolgenden Generationen den Beschluss ihrer Vorfahren nicht eingestampft haben, sondern treu und mit voller Zuversicht den Dom weitergebaut haben. Den jungen Christen versuchte der Bischof sehr anschaulich zu vermitteln, dass uns der Dom etwas erzählen will. Das Gotteshaus möchte „uns aufbauen und stärken“. Im Glauben und im Leben. Der Dom wird auch als Symbol für Orientierung, Licht und Gemeinschaft betrachtet. Der Dom ist klar ausgerichtet, er steht „nicht einfach kreuz und quer in der Landschaft rum“ – wie alle Kirchen zeigt er nach Osten zur aufgehenden Sonne „und die ist das Symbol für Jesus Christus, den auferstandenen Herrn“. Wer sich auf ihn einlässt, der findet Orientierung im Leben und wird nicht verloren gehen. Er ist der Kompass für unser Leben, so Bischof Rudolf, wenn wir auf ihn vertrauen, uns in der Firmung von seinem Geist und in der Eucharistie vom Brot des Lebens stärken lassen, dann „können wir uns gar nicht verlaufen und irren nicht orientierungslos durch diese Welt“. Ebenso ergibt der Grundriss des Domes eine Kreuzform, denn das „Langhaus-Mittelschiff und die Seitenschiffe bilden ein Kreuz“, erklärte der Regensburger Bischof und forderte die Jugendlichen auf, sich dieses „Kreuz“ einmal aus der Vogelperspektive bei Google-Maps anzuschauen. Das Kreuz ist das Erkennungszeichen der Christen, das Zeichen des Heils, an dem Jesus für uns am Kreuz gestorben ist.
In der Gotik fließt Licht in die Kirche und verwandelt sie in einen hellen, farbenfrohen Raum. Das Licht symbolisiert Gottes Gegenwart und die innere Erleuchtung, die er den Menschen schenkt, wenn sie den Dom – also die Kirche und den Glauben – von innen erleben. Nur von außen betrachtet „sieht man nur die dunklen Seiten“, aber wer sich auf den Weg macht und sich in der Gemeinschaft der Christen einbringt, „dem werden die Farben und die bunten Fenster vor Augen geführt“. Die Gemeinschaft der Christenheit vermittelt uns Hoffnung, Zuversicht und Mut und bringt Farbe und Licht in unser Leben.
Gott ist Licht, Orientierung und Gemeinschaft
Der gotische Dom erhebt uns, er richtet unsere Blicke nach oben. Bringt uns zum Staunen und Bewundern. Vor allem im Innenraum zeigen die Spitzbögen und die hohen Säulen nach oben. „Herz und Sinne gehen einem bei diesem Anblick auf und wir werden erhöht und nach oben geführt“, erklärte Bischof Rudolf den jungen Christen. Dabei warf er auch einen Blick auf die aktuellen politischen Debatten in der Gesellschaft: „Es gehe oft von links nach rechts, oder von rechts nach links, dabei sollte der wichtigste Blick nach oben oder unten gehen“. Das sind die wichtigsten Richtungsanker unseres Lebens. Der Blick sollte sich nach oben richten zu Gott, dann wird uns das Leben gut gelingen, so der Regensburger Oberhirte. Wer den Blick nach oben richtet, vergisst dann auch nicht die echten Sorgen und Nöte von unten nicht.
Der wichtigste Aspekt des Domes ist aber die Gemeinschaft der Gläubigen. Wer sich engagiert, erlebt die leuchtenden, positiven Seiten der Kirche und erfährt Hoffnung, Zuversicht und Mut. Der Glaube verbindet Menschen und schafft eine neue Familie in Christus. Zum Abschluss der Predigt rief Bischof die Gläubigen auf, aktiv an dieser Gemeinschaft teilzunehmen und die Priester zu unterstützen, damit sie als gute Hirten für die Menschen da sein können.
Unmittelbar vor Ostern erneuern die Priester ihr Weiheversprechen, das sie bei ihrer Weihe vor dem Bischof abgelegt haben. „Zeugen der Auferstehungsbotschaft“, das wünscht sich Bischof Rudolf von seinen Priestern. Sie sollen den Gläubigen die Schönheit und Freude des Evangeliums vermitteln. Alle anwesenden Priester erneuerten vor Bischof Rudolf Voderholzer ihr Weiheversprechen.
Die Ölweihe
In der Missa Chrismatis weiht Bischof Rudolf die drei heiligen Öle: Den Chrisam, das Katechumenenöl und das Öl für die Krankensalbung. Grundstoff aller Öle ist ein reines und hochwertiges Olivenöl aus Sizilien, das bereits in der Antike eine wichtige Rolle gespielt hat. Dem Chrisam werden vor der Weihe wohlriechende Duftstoffe zugegeben. Mit diesem Öl werden die Neugetauften und die Firmlinge gesalbt, ebenso wird es bei der Priester- sowie der Altarweihe verwendet. Mit dem Katechumenenöl salbt man die Taufbewerber, mit dem Öl für die Krankensalbung Kranke und Sterbende. Alle gesegneten Öle werden ein Jahr lang bis zum nächsten Osterfest für die Spendung der Sakramente verwendet. Am Anschluss an die Missa chrismatis wurden die heiligen Öle im Dom auf die einzelnen Dekanate und Pfarreien verteilt.
Text und Fotos: Christian Beirowski
(jas)
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