Suche
Kategorien
Seiten
Nachrichten
Bilder
Videos
{{{_highlightResult.post_title.value}}}
{{#helpers.snippet}}{ "attribute": "content", "highlightedTagName": "mark" }{{/helpers.snippet}}
Zur Seite{{{_highlightResult.post_title.value}}}
{{#helpers.snippet}}{ "attribute": "content", "highlightedTagName": "mark" }{{/helpers.snippet}}
Zur Neuigkeit
Brasilien bereitet sich auf den 19. Nationalen Eucharistischen Kongress vor
Einblick in die Weltkirche
Regensburg, 25. März 2026
In vielen Ländern sind Eucharistische Kongresse regelmäßige Großereignisse für Katholiken. Auch das lateinamerikanische Land Brasilien gehört dazu. Aktuell bereitet sich die Erzdiözese Goiânia auf den Kongress im kommenden Jahr vor.
In Brasilien ist der Nationale Eucharistische Kongress, der auf Portugiesisch „Congresso Eucarístico Nacional“ (CEN) heißt, eine der wichtigsten katholischen Großveranstaltungen des Landes. Die Kongresse stehen ganz im Zeichen der Verehrung der Eucharistie. Dazu kommt die theologische und geistliche Vertiefung des Verständnisses der Eucharistie, die in Anbetung und Vorträgen eine große Rolle spielen. Der CEN wird von der Brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB) organisiert und findet in unregelmäßigen Abständen in verschiedenen Städten des Landes statt. Der jüngste Kongress war 2022 in Recife der 18. Nationale Eucharistische Kongress.
Dort hatte er auch 1939 schon stattgefunden. Vor vier Jahren hieß das Motto „Brot auf allen Tischen“. Das Motto zeigte neben dem geistlichen Charakter der Verehrung der Eucharistie auch Aspekte der Caritas. Die Caritas steht als einer der wichtigsten christlichen Dienste in ganz engem Zusammenhang mit der Eucharistie. Erkennbar wird dies daran, dass der Diakon in der Liturgie die Gaben auf dem Altar bereitet, während des Hochgebetes nahe beim Priester steht und am Ende der Messe die Gläubigen mit dem Ruf „Ite Missa est“ aussendet.
Motto und Logo wurden vorgestellt
Der 19. Nationale Eucharistische Kongress wird im kommenden Jahr vom 3. bis 7. September 2027 stattfinden. Er wird bereits jetzt umfassend vorbereitet. Vor Kurzem wurde das Motto und das Logo vorstellt. Die Durchführung liegt schwerpunktmäßig in der Verantwortung des Erzbistums Goiânia. Diese bereitet den Kongress in Zusammenarbeit mit den Diözesen der Region Zentral-Westbrasilien vor. Die Wahl Goiânias wurde bereits beim Abschluss des 18. Kongresses 2022 in Recife bekannt gegeben. Das offizielle Motto des 19. Kongresses, das nun bekannt gegeben wurde, lautet „Hóstias vivas, no mundo, para a glória do Pai“ („Lebendige Opfer in der Welt zur Ehre des Vaters“). Jesus, der sich leidenschaftlich wünschte, das Passahfest mit seinen Jüngern zu essen (vgl. Lk 22,15), so schreibt das Erzbistum Goiânia auf seiner Webseite, stiftete in seinem Leib und in seinem Blut den Neuen Bund mit den Menschen. Er gab seinen Jüngern den Auftrag, dies in seinem Gedenken zu wiederholen. Unter Unterlass feiert die Kirche seit diesem letzten Passah-Mahl des Herrn sein Opfer in der Heiligen Eucharistie.
Der Leitidee hinter dem Motto 19. Eucharistischen Kongress basiert auf einem Gedanken des Apostels Paulus im Römerbrief, Kapitel 12, Vers1 „Ich ermahne euch also, Brüder und Schwestern, kraft der Barmherzigkeit Gottes, eure Leiber als lebendiges, heiliges und Gott wohlgefälliges Opfer darzubringen - als euren geistigen Gottesdienst." Es geht damit um die Umwandlung der Gläubigen durch die Eucharistie. Sie sollen eine aktive Rolle als Christen in der Welt spielen und den Zusammenhang zwischen Liturgie und gelebtem Glauben neu entdecken.
Die Herrlichkeit Gottes
Das Erzbistum erinnert mit dem Ausdruck von der „Herrlichkeit Gottes“ an den heiligen Irenäus von Lyon, der diese in seinem berühmten Satz erklärte: „Die Herrlichkeit Gottes ist der lebendige Mensch; die Herrlichkeit des Menschen ist die Vision Gottes!“ Damit ist das Anliegen des Kongresses in einem sehr dichten Satz umschrieben. Die Eucharistie wird von den Veranstaltern auf der Webseite des Erzbistums als Zentrum des kirchlichen Lebens bezeichnet. Das korreliert mit dem II. Vatikanischen Konzil, das die Eucharistie als „Quelle und Höhepunkt“ des Lebens der Kirche nannte.
Goiânia lieht mitten im geografischen Zentrum des Landes. Manche bezeichnen es als Herz Brasiliens. Im kommenden Jahr wird es für einige Tage zu einem Altar und zu einem Weg des Glaubens werden. Hier kommt die Kirche zusammen, um zu beten, zu feiern und zu dienen. Die Veranstaltung findet zum Teil dezentral im gesamten Erzbistum statt. Feierlichkeiten und Initiativen werden derzeit in allen Gemeinden vorbereitet. Die Heiligen Messen, das Theologische Symposium und die Katechesen sind hauptsächlich im Kongresszentrum der Päpstlichen Universität Goiás geplant. Dort werden auch die Eröffnungszeremonie mit der ersten Eucharistiefeier stattfinden. Der Abschluss der Tage wird in der Stadt Trindade gefeiert werden.
Ein Meilenstein der Glaubensgeschichte
Das Erzbistums Goiânia erinnert in einem kurzen Rückblick auch an die Geschichte der Eucharistischen Kongresse. Der erste Eucharistiekongress fand 1881 in Lille, Frankreich, auf Initiative einer Gruppe von gläubigen Laien statt. Der heilige Pierre Julien Eymard, ein französischer Priester, gilt als einer der geistlichen Väter der Verehrung der Eucharistie als zentralem Punkt des christlichen Lebens ein. Seine Lehren legten den Grundstein für die Anbetungsbewegung und in Folge auch der Eucharistischen Kongresse. Gerade junge Menschen, so zeigen es die Weltjugendtage, entdecken die Eucharistische Anbetung seit einigen Jahren neu. Daher verwundert es nicht, dass auch die Eucharistischen Kongresse der vergangenen Jahre viel junge Menschen angezogen haben.
Diese Treffen stellen immer wieder einen wichtigen Meilenstein für Katholiken dar. Sie fallen aus dem Alltag und führen Menschen, die ihren Glauben teilen zusammen. Neben besonderen Momenten der Gemeinschaft sind auch geistliche Vertiefung und das öffentliche Glaubenszeugnis wichtige Elemente dieser Kongresse. In Brasilien fand 1933 der erste Nationale Eucharistiekongress in der Erzdiözese São Salvador, Bahia, statt. Seitdem wurden 18 dieser Kongresse gefeiert.
Die Bischöfe Brasiliens bitten die Gläubigen um ihr Gebet für den Kongress und haben dazu das folgende Gebet veröffentlicht:
O Ewiger Vater, deine Herrlichkeit besteht darin,
deine Söhne und Töchter lebendig zu sehen.
Dafür hast du uns deinen geliebten Sohn geschenkt.
Jesus Christus hat uns dein Antlitz als barmherziger Vater offenbart
und sich dir auf dem Altar des Kreuzes hingegeben.
Zuvor, beim Abendmahl, wusch er den Jüngern die Füße
und gab seinen Leib und sein Blut,
in Brot und Wein als Nahrung,
für das Leben der Welt und
als Gedächtnis seines Ostern.
Heute, als Kirche Brasiliens,
belebt durch den Heiligen Geist,
durch das Wort und die Eucharistie,
in der Begleitung der Jungfrau Maria, der Helferin,
bitten wir dich: Gewähre uns, lebendige Opfer in der Welt zu sein,
zu deinem Ruhm, zum Heil der Menschheit
und zur Bewahrung deiner ganzen Schöpfung.
Amen.
Text: Peter Winnemöller
Foto: Shutterstock




