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Zur Neuigkeit
Bischof Voderholzer empfing Bischof Timothée Bodika Mansiyai
Katholische Kirche wächst im Kongo
Regensburg, 14. Oktober 2026
Beim Besuch von Bischof Dr. Timothée Bodika Mansiyai in Regensburg ging es um den Priesternachwuchs, die politischen Konflikte im Kongo und die langjährigen Verbindungen zwischen den beiden Ortskirchen.
Bischof Dr. Rudolf Voderholzer empfing am Mittwochnachmittag Bischof Dr. Timothée Bodika Mansiyai PSS im Bischöflichen Ordinariat in Regensburg. Der Gast reiste aus der Demokratischen Republik Kongo an, wo er seit Dezember 2016 das Bistum Kikwit leitet. Begleitet wurde er von Pfarrvikar Franklin Mboma Emboni aus der Pfarreiengemeinschaft Riedenburg–Eggersberg–Thann–Schambach–Buch, Pfarrer Dr. Theodore Nzamba Diba Pombo, der im Bistum Regensburg unter anderem in Ruhstorf an der Rott tätig war, sowie Pfarrvikar Dr. Placide Ponzo Bin Kabamba aus der Pfarreiengemeinschaft Schmidgaden–Rottendorf.
Beachtlicher geistlicher Nachwuchs
Während des Gesprächs schilderte der Gast die kirchliche und politische Situation in seiner Heimat. Die katholische Kirche verfügt dort über einen beachtlichen geistlichen Nachwuchs. Auch im Bistum Kikwit bereiten sich junge Männer auf den Priesterberuf vor. Das dortige Priesterseminar St. Cyprien bildet Kandidaten aus fünf Diözesen aus. Verbindungen zwischen der Kirche im Kongo und dem Bistum Regensburg bestehen seit vielen Jahren. So wirken auch kongolesische Geistliche in Regensburg, darunter der Kirchenrechtler Prof. Dr. Yves Kingata Nkiel Abar.
Der kongolesische Bischof ging außerdem auf die politischen Verhältnisse in seiner Heimat ein. Besonders im Osten der Demokratischen Republik Kongo dauern die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Gruppen an. Die Kämpfe haben zahlreiche Menschen aus ihrer Heimat vertrieben und eine schwere humanitäre Krise ausgelöst. Die katholische Kirche kümmert sich angesichts der anhaltenden Krise um die seelsorgliche Betreuung und die Versorgung notleidender Menschen.
Nach seinem Aufenthalt in Regensburg wird Bischof Dr. Timothée Bodika Mansiyai seine Europareise fortsetzen. Von Regensburg aus führt ihn sein Weg zunächst nach Stuttgart und anschließend weiter nach Paris.

Vita von Bischof Timothée Bodika Mansiyai
Timothée Bodika Mansiyai wurde am 1. Januar 1962 in Kinshasa geboren und am 1. August 1990 für das dortige Erzbistum zum Priester geweiht. Er gehört der Gemeinschaft der Sulpizianer an, die sich besonders der Ausbildung von Priestern widmet. Nach seinem Theologiestudium in Kinshasa setzte er seine wissenschaftliche Ausbildung am Katholischen Institut in Toulouse fort, wo er in Moraltheologie promovierte. Später übernahm er leitende Aufgaben an Priesterseminaren in seiner Heimatstadt und war unter anderem Rektor der Seminare Saint-André Kaggwa und Bienheureux Jean XXIII.
Papst Benedikt XVI. ernannte den Geistlichen am 2. Februar 2012 zum Weihbischof von Kinshasa. Am 19. November 2016 berief ihn Papst Franziskus zum Bischof von Kikwit; am 4. Dezember desselben Jahres wurde er dort in sein Amt eingeführt. Das Bistum liegt in der Provinz Kwilu im Westen der Demokratischen Republik Kongo und gehört zur Kirchenprovinz Kinshasa. Mit einer Fläche von rund 73.000 Quadratkilometern ist es beinahe so groß wie Österreich. Nach kirchlichen Angaben aus dem Jahr 2023 lebten dort rund 2,9 Millionen Katholiken in 57 Pfarreien. Zu seinen Aufgaben als Diözesanbischof zählen die Leitung der Ortskirche und die Verantwortung für ihre pastorale Arbeit, für die Priester und die kirchlichen Einrichtungen.
Text: Dr. Dr. Stefan Groß
(kw)



