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Zur Neuigkeit
Bischof Stefan Oster, Passau, zum Ehesakrament
Christliche Ehe ist nicht „rechts“
Passau / Regensburg, 28. Februar 2026
Der Passauer Bischof Stefan Oster SDB hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach ein katholisches Eheverständnis politisch rechts stehe. In einer Stellungnahme zur „Tradwives“-Debatte betonte er das gegenseitige Wohl der Ehepartner als zentrales Ziel christlicher Ehe. Der Begriff „Tradwives“ bezeichnet einen Social-Media-Trend, bei dem gläubige Frauen ein konservatives Rollenverständnis in der Ehe vertreten.
Hintergrund seiner Äußerungen ist die Debatte um die Fernsehdokumentation „Die hippen Missionare“ des Bayerischen Rundfunks (BR) aus Dezember 2025. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte der Bischof der Dokumentation vorgeworfen, kirchliche Initiativen zu skandalisieren. Auch der bekannte katholische Theologe Johannes Hartl hatte der BR-Dokumentation zuletzt ein vorher feststehendes Framing vorgeworfen.
Nun veröffentlichte Oster eine ausführliche Einordnung. Darin setzt er sich explizit mit dem Vorwurf der politischen Rechtslastigkeit und dem aktuellen kirchlichen Verständnis der Ehe auseinander. Oster kritisierte den Versuch, Befürworter der klassischen Kernfamilie politisch in eine rechte Ecke zu rücken. Er beobachte ein ideologisches Interesse von linker Seite, gläubige Anliegen unter einen Pauschalverdacht zu stellen. „Katholische Christen, die die Lehre der Kirche verteidigen, sind bei nicht wenigen automatisch als ‚rechts‘ gelabelt“, erklärte der Passauer Bischof.
Oster führte weiter aus: „Wir beobachten damit einhergehend, dass die Kirchen insgesamt von innen und außen gedrängt werden, sich in den familienpolitischen und sexualethischen Themen zu liberalisieren – und ein geeignetes Mittel dazu ist es ganz offensichtlich, die Verbindung zu völkischem Denken zu unterstellen, um in der Hermeneutik des Verdachts gläubige Anliegen unter Pauschalverdacht zu stellen.“
Gleichzeitig distanzierte sich der Bischof deutlich von der US-amerikanischen MAGA-Bewegung um Präsident Donald Trump, die oft mit religiös-konservativen Positionen verknüpft wird. Er bezeichnete Trumps Präsidentschaft als „unverlässlich und gefährlich“. Oster stellte klar: „Nein, ich habe weder Interesse an völkischem Denken, noch an Rechtsaußenpolitik, noch an religiösen Verbindungen in die USA.“
Mit Blick auf die kirchliche Lehre betonte der Bischof, dass in neueren Texten des katholischen Lehramts keine ausdrückliche Unterordnung der Frau mehr gefordert werde. Stattdessen habe das Zweite Vatikanische Konzil das Eheverständnis maßgeblich vertieft. War früher die Zeugung von Nachkommen der primäre Ehezweck, so trete nun ein weiteres Element hinzu.
Laut Oster gilt heute „das gegenseitige Wohl der Gatten als zweites Hauptziel“. Er führte aus: „Die Ehe ist jetzt als personale Gemeinschaft des Lebens und der Liebe formuliert.“ Dennoch hielt der Passauer Bischof unmissverständlich fest: „Männer und Frauen sind aber in ihrer Würde gleich – und zugleich in ihrem Welt- und Selbstverhältnis in der Regel unterschiedlich.“
Text: CNA Deutsch
(sig)




