News Bild Bischof Rudolf Voderholzer zu Besuch in der Pfarrei St. Martin in Pullenreuth

Bischof Rudolf Voderholzer zu Besuch in der Pfarrei St. Martin in Pullenreuth

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Der Regensburger Diözesanbischof Rudolf Voderholzer feierte am Sonntag ein Pontifikalamt anlässlich des 350-jährigen Bestehens der Pfarrei Pullenreuth (Landkreis Tirschenreuth). In der voll besetzten Kirche konnte Ortspfarrer Josef Waleszczuk neben dem Bischof auch seinen Vor-Vorgänger Pfarrer Konrad Kummer als Konzelebranten begrüßen.

 

"Um Christ zu werden, muss man lernen, wer dieser Jesus Christus ist"

Der Bischof brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, genau am Festtag des Heiligen Martin erstmals in der Pfarrkirche St. Martin zu sein. Er erinnere sich gerne an seinen Besuch in der Filialkirche St. Wendelin in Trevesen vor einigen Jahren zurück, betonte Voderholzer. In seiner Predigt rief der Bischof das Leben des Heiligen Martin in Erinnerung: "Die berühmteste Geschichte spielt zu einer Zeit, als Martin noch gar nicht getauft war!" Vielmehr sei er auf dem Weg gewesen, Christ zu werden. "Und um Christ zu werden, muss man lernen, wer dieser Jesus Christus ist", so Voderholzer.


Prinzip der Nächstenliebe gilt auch heute noch

Die Begegnung mit Jesus erfolge in der Heiligen Schrift, in der Feier der Eucharistie und in jedem Menschen, der Zuwendung und Hilfe brauche. Diese habe Martin erfahren, als er seinen Mantel mit dem Bettler geteilt habe. Dieses Prinzip der Nächstenliebe gelte auch heute noch, so der Bischof. Jesus sei "der Freund der Armen und Entrechteten" und stehe fest an deren Seite. Wer diesen Menschen helfe, zeige seine Nächstenliebe auch gegenüber Jesus. Seinen Besuch in Pullenreuth nutzte der Bischof auch, um allen Mitwirkenden in der Pfarrei für ihren Dienst und ihr Engagement zu danken.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatte der Chor St. Wolfgang unter der Leitung von Alexander Hecht übernommen. Dem Gottesdienst vorausgegangen war ein Kirchenzug vom Schützenhaus aus, an dem zahlreiche Abordnungen kirchlicher und weltlicher Vereine mit ihren Fahnen teilnahmen. An die Pontifikalmesse schloss sich ein Festakt im Schützenhaus an. Im Jahr 1668 war Pullenreuth aus der Mutterpfarrei Kemnath entlassen und zur selbstständigen Pfarrei erhoben worden. Als erster Pfarrer war Johann Öttl berufen worden. Josef Waleszczuk ist der 25. Pfarrer in dieser Reihenfolge. Seinen Aufenthalt in der Region verband Bischof Rudolf Voderholzer mit einem Besuch des Krippensammlers Karl Schenkl sowie der Holzschnitzerei Schinner.