Bischof segnet Jugendheim

Bischof Rudolf spendet Segen für neues Pfarr- und Jugendheim in Weiden

Ort für gelebte Gemeinschaft


Weiden, 14. September 2026 

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer sprach bei der Feier in den neuen Räumlichkeiten von einem „äußerst gelungenen Gebäude“. Er dankte allen, die an der Realisierung des Jugend- und Pfarrheims beteiligt waren. Sehr gerne habe man von Seiten des Bistums den Bau mit 50 Prozent Kostenbeteiligung unterstützt. „Nutzen Sie das Gebäude nun – jung und alt!“, appellierte der Diözesanbischof.

Gemeinsam mit Pfarrer Johannes Lukas segnete der Bischof nicht nur die einzelnen Räume des Gebäudes, sondern auch das Kunstwerk „Marien-Kapellensteine“ auf dem Platz zwischen Pfarrkirche und Pfarrheim. Dabei handelt es sich um eine großzügige Spende des überregional bekannten Weidener Bildhauers Günter Mauermann. Dieser hatte vor zehn Jahren die „Kapellensteine“ aus einem Steinblock gefertigt, der aus der inzwischen abgerissenen alten Weidener Klinikum-Kapelle stammte. Es zeigt eine Darstellung der Mutter Gottes mit dem Jesuskind. Gemeinsam mit Architekt Volker Schwab brachte der Bischof im großen Saal des Pfarrheims spontan ein Holzkreuz an der Wand an, das er zuvor ebenfalls gesegnet hatte. 

Begonnen hatten die Feierlichkeiten mit einem festlichen Gottesdienst in der Kirche St. Konrad. Da der Bischof wegen eines unfallbedingten Staus auf der Autobahn erst 90 Minuten später als geplant in Weiden ankam, zelebrierte Pfarrer Johannes Lukas gemeinsam mit Pfarrvikar Patrick Akpan, Pfarrer i.R. Gerhard Pausch sowie Pfarrer Christian Kalis die Heilige Messe. Für die musikalische Gestaltung sorgten die Bläser und der Kirchenchor unter der Leitung von Angela Sauer. In seiner Predigt betonte Pfarrer Lukas, dass mit der Fertigstellung des neuen Pfarrheims ein neues Kapitel in der Geschichte der Pfarrgemeinde aufgeschlagen worden sei. Das Gebäude solle nicht nur ein funktionaler Raum sein, sondern vor allem ein Ort, an dem Gemeinschaft gelebt werde. „Die Gemeinschaft macht eine lebendige Gemeinde aus. Und Konrad ist eine lebendige Gemeinde“, sagte der Pfarrer. Mit dem Projekt habe man sich zwei Jahrzehnte befasst. Rechtzeitig zum Schlusssegen traf auch Bischof Voderholzer in der Weidener Kirche ein. 

Architekt Volker Schwab sprach von einem „Megaprojekt“ über zwei Jahrzehnte, für das man jetzt den Schlussstein setzen könne. Er dankte allen, die bei diesem „stadtbildprägenden Projekt“ mit angeschoben haben. „Ich denke, es ist heute ein Tag der Freude für uns alle“, so Schwab. Er überreichte einen symbolischen Schlüssel aus Brezenteig unter anderem an den Pfarrer. Weidens Oberbürgermeister Benjamin Zeitler beglückwünschte die Pfarrei zu einem „wunderschönen Gebäude“, das mit einem bescheidenen Budget realisiert werden konnte. Damit werde die „Lebendigkeit der Pfarrei“ weiter gefördert. 

Die Gesamtkosten für das neue Jugend- und Pfarrheim samt Umgriff belaufen sich auf 2,4 Millionen Euro. Die Planung stammt aus dem Jahr 2021, trotz der deutlichen Preissteigerungen in den vergangenen Jahren wurde der Kostenrahmen nicht überschritten.   

Text und Fotos: Holger Stiegler 
(jas/chb)



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