Suche
Kategorien
Seiten
Nachrichten
Bilder
Videos
{{{_highlightResult.post_title.value}}}
{{#helpers.snippet}}{ "attribute": "content", "highlightedTagName": "mark" }{{/helpers.snippet}}
Zur Seite{{{_highlightResult.post_title.value}}}
{{#helpers.snippet}}{ "attribute": "content", "highlightedTagName": "mark" }{{/helpers.snippet}}
Zur Neuigkeit
Bischof Rudolf sendet zehn neue pastorale Mitarbeiter aus
Lebendiges Zeugnis des Evangeliums
Regensburg, 3. Oktober 2026
„Wir danken Ihnen für Ihre Bereitschaft und auch dafür, dass Sie Ihre Talente für den Dienst an Gott und an den Menschen zur Verfügung stellen“, betonte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer bei der Aussendung von zehn pastoralen Mitarbeitern für das Bistum. Sie seien ein „lebendiges Zeugnis des Evangeliums“, stellte Claudia Stöckl für die Mitarbeitervertretung der Gemeindeassistenten und Gemeindereferenten in ihrem Grußwort fest. Die Feier zur Beauftragung begann am Samstag, 3. Oktober, in der Basilika St. Emmeram und wurde anschließend mit einem Festakt im Kolpinghaus fortgesetzt.
Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Basilika am Tag der Deutschen Einheit. Neben den Familienangehörigen der neuen Mitarbeiter waren auch Vertreter der Praktikumspfarreien sowie der aktuellen Einsatzpfarreien und -orte gekommen. Dazu kamen, was den Bischof besonders freute, rund 50 Ministranten aus einigen dieser Pfarrgemeinden. „Es ist heute ein hoher, festlicher Tag“, merkte der Bischof in seiner Begrüßung an und nahm auch den 800. Todestag von Franz von Assisi in den Blick.
Gefahren und Herausforderungen durch die Kraft des Heiligen Geistes meistern
In seiner Predigt stellte der Oberhirte Bezüge aus dem Lesungs- und Evangeliumstext zur Aufgabe der pastoralen Mitarbeiter her. Aus dem Buch Ijob werde deutlich, dass Ijob sich in seinem Vertrauen auf Gott trotz schwerster Prüfungen nicht erschüttern ließ. Er habe ein „grenzenloses Vertrauen in Gott“ bewahrt. Ijob könne dabei auch als „Vorausbild für Jesus Christus“ gesehen werden, der in der Wüste ebenfalls vom Satan in Versuchung geführt wurde und diesem widerstand.
Von Dämonen und vom Satan war auch im Evangelium die Rede, als die 72 Jünger gleichsam von ihrer Praktikumszeit zurückkehrten und über schier Unglaubliches berichteten. Durch die Kraft des Heiligen Geistes hätten sie manche Gefahren und Herausforderungen gemeistert. „Das ist die Kraft, die denen gegeben ist, die sich von Jesus senden lassen“, interpretierte Bischof Rudolf die Schrift.
An die zehn Frauen und Männer gewandt, sagte er: „Sie haben Ihre Praktikumszeit gut absolviert. Nun werden Sie endgültig für den Dienst im Bistum Regensburg bestellt!“ Den fünf nun in der Klinikseelsorge wirkenden Mitarbeitern wünschte er den „Beistand des heiligen Ijob“, die fünf in Pfarreien und Schulen tätigen Frauen und Männer bat er, Menschen zusammenzuführen und mit Empathie zu begleiten. Alle zehn ermutigte er, „all das, was die künstliche Intelligenz nicht kann, zu pflegen und auszubilden, die natürliche Intelligenz einzuüben“. Exemplarisch nannte er das gemeinsame Singen und Musizieren, Sport und Theater. „Im kirchlichen Leben, besonders im Gottesdienst, bündelt sich alles, was die KI nicht kann“, schloss er diesen Aspekt.
Abschließend ging er auf den Tag der Deutschen Einheit ein. Eine Aufgabe der Kirchen sei es, Politik möglich zu machen. In diesem Kontext wies er auf die Katholische Soziallehre und deren Prinzipien beziehungsweise Bausteine hin und empfahl, diese ebenso wie die erste Enzyklika von Papst Leo XIV., „Magnifica Humanitas“, in die Jugendarbeit und Erwachsenenbildung einfließen zu lassen. Vielleicht gelinge es auf diese Weise, Menschen, die fest auf dem Boden des Evangeliums und der Katholischen Soziallehre stehen, dazu zu bewegen, in die Politik zu gehen. Nach dem von den Mitarbeitern gemeinsam gesprochenen Glaubensbekenntnis legten sie ihr Versprechen für die gute Ausübung ihres pastoralen Dienstes ab. Mit dem Segen des Bischofs endete die Zeremonie.
Je fünf in Pfarreien und Schulen sowie in der Klinikseelsorge
Beim Festakt im großen Saal des Kolpinghauses hieß Dompropst Dr. Franz Frühmorgen, Leiter der Hauptabteilung Pastorales Personal, besonders die neu ausgesandten pastoralen Mitarbeiter willkommen und nannte einige interessante Aspekte. Für drei von ihnen ist es die erste Arbeitsstelle, für sechs die zweite, für einen die dritte. Vier absolvierten die universitäre Ausbildung für den pastoralen Dienst, eine die Ausbildung zur Gemeindereferentin.
Vier Frauen und ein Mann beginnen als Quereinsteiger in der Krankenhausseelsorge und wirken in unterschiedlichen Kliniken als Gemeindereferenten. Zuvor waren sie im medizinischen, pflegerischen oder therapeutischen Bereich tätig. Berufsbegleitend absolvierten sie die neue Ausbildung. „Sie sind ein Segen für uns in der Kirche“, würdigte der Dompropst ihren Einsatz und dankte auch Bischof Rudolf „für die persönliche Begegnung im Vorfeld“.
Darüber hinaus freute sich Frühmorgen über die vielen Begleiter aus dem umfangreichen Netzwerk von Familien, Priestern, pastoralen Mitarbeitern und Einrichtungen im Kontext von Ausbildung und Beruf. Aus den Händen des Diözesanbischofs erhielten die neuen pastoralen Mitarbeiter anschließend ihre Urkunden und Zeugnisse sowie – als besonderes Geschenk – eine „Bibel to go“, die überallhin mitgenommen und bei Begegnungen mit Menschen genutzt werden kann.
Einbringen der eigenen Lebensgeschichten
Abschließend sprach Claudia Stöckl, erste Vorsitzende der Mitarbeitervertretung (MAV) der Gemeindeassistenten und Gemeindereferenten im Bistum Regensburg, ein Grußwort. „Jede und jeder bringt seine eigene Lebensgeschichte mit ein. Sie sind ein lebendiges Zeugnis des Evangeliums“, machte sie deutlich. Sie verwies auf die Begleitung der Menschen in unterschiedlichen Situationen und in der Vielfalt des Lebens. Als Geschenk überreichte sie eine Klangschale, „um die Menschen zur Ruhe und in ihre Mitte zu bringen. Bringen Sie das Leben der Menschen weiter zum Klingen“.
Der Kinder- und Jugendchor Gosseltshausen unter der Leitung von Susanne Krönauer brachte den Gottesdienst und den Festakt mit beschwingten, aber auch ruhigen Liedern zum Klingen und zum Swingen. An der Orgel spielte beim Gottesdienst Regionalkantor Konrad Linkmann.
Text und Fotos: © Markus Bauer
(jas und SG)








