News Bild Bischof Gerhard Ludwig beglückwünscht Patriarch Kyrill I. persönlich

Bischof Gerhard Ludwig beglückwünscht Patriarch Kyrill I. persönlich

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(pdr) Bischof Gerhard Ludwig Müller, Vorsitzender der Ökumenischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), hat am vergangenen Sonntag als Vertreter der DBK an den Inthronisationsfeierlichkeiten des neuen russischen Patriarchen Kyrill I. in der Erlöserkirche in Moskau teilgenommen. Als einer der ersten nicht-orthodoxen Gratulanten beglückwünschte Bischof Gerhard Ludwig Kyrill persönlich. Von evangelischer Seite war Bischof Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), gekommen.

Die Feier in der Kirche, die mit mehr als 1000 Menschen prall gefüllt war, dauerte mehrere Stunden. Die Kathedrale war vor zehn Jahren wiedererstanden. Stalin hatte den Vorgängerbau aus dem 19. Jahrhundert abreißen lassen.

Bischof Gerhard Ludwig hatte bereits in der vergangenen Woche als Vorsitzender der Ökumene-Kommission an den Patriarchen eine Glückwunschadresse gerichtet und den Segen Gottes für seinen Dienst in der Kirche Gottes im Patriarchat Moskau und der Ganzen Rus erbeten. Der Bischof drückte seine Freude darüber aus, dass Patriarch Kyrill in den ersten Jahrzehnten seines Dienstes mit Metropolit Nikodim von Leningrad und Novgorod zusammen sein konnte, der auch in Regensburg weilte. Seitdem seien die Kontakte zur Russischen Orthodoxen Kirche stetig gewachsen, wie dies auch Patriarch Alexij II. in einem Brief vom 13. Oktober 2008 ausgedrückt hatte.

Als Verantwortlicher für die ökumenischen Beziehungen war der Metropolit mehrmals mit Papst Benedikt XVI. begegnet, zuletzt im Dezember 2007 im Vatikan. Kyrill wird seine Aufmerksamkeit auch auf die innerorthodoxe Ökumene richten. In seiner Dankesrede rief er die Schwesterkirchen zur Einheit auf.

Geboren wurde der neue Patriarch als Wladimir Michailowitsch Gundjajew am 20. November 1946 im heutigen Sankt Petersburg. Er ist Schüler des betont ökumenisch ausgerichteten Metropoliten Nikodim. Gundjajew war von 1971 bis 1974 Vertreter beim Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf. 1976 wurde er zum Bischof geweiht und nahm den Namen Kyrill an, 1989 übernahm er die Leitung des Außenamtes im Moskauer Patriarchat. Bereits seit dem Tod von Alexij II. im Dezember 2008 leitete Kyrill auf Beschluss des obersten Leitungsgremiums der Kirche, des Heilige Synods, seine Kirche übergangsweise.