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Zur Neuigkeit
Bischof Dr. Voderholzer erneut im Beirat der Joseph-Ratzinger-Benedikt-XVI.-Siftung
Impulse aus Regensburg
Regensburg, 24. Februar 2026
Anlässlich der Wiederberufung des Regensburger Bischofs Dr. Rudolf Voderholzer in den wissenschaftlichen Beirat der vatikanischen Joseph-Ratzinger-Benedikt-XVI.-Siftung, auf Italienisch Fondazione Vaticana Joseph Ratzinger Benedetto XVI., bringen wir ein Interview mit dem Theologischen Referenten des Bischofs, Dr. Gabriel Weiten.
Frage: Was geschieht in der vatikanischen Joseph-Ratzinger-Stiftung - Benedikt XVI.? Welche Bedeutung hat sie?
Dr. Weiten: Der Höhepunkt der Aktivitäten ist natürlich die Verleihung des „Premio Ratzinger“. Er ist mit 50.000 Euro dotiert und wird jährlich vom amtierenden Papst an zwei Personen verliehen. Ausgezeichnet wird damit ein Wirken im Geiste Joseph Ratzingers entweder innerhalb der Theologie oder der Kunst und Kultur. Daneben werden Stipendien vergeben, Konferenzen und Publikationen organisiert. Alles mit Ziel, das reiche theologische Erbe Joseph Ratzingers / Benedikts XVI. wachzuhalten.
Wie kann Bischof Rudolf Voderholzer als Theologe seine Kompetenz gerade zur Theologie Joseph Ratzingers / Benedikt XVI. dort einbringen? Welche Entscheidungen gibt es zu treffen? Und gibt es bereits Empfehlungen für die Preisvergabe?
Als Gründungsdirektor des Instituts Papst Benedikt XVI. ist Bischof Voderholzer einer der profundesten Kenner des theologischen Werkes Joseph Ratzingers. Das Institut ist eine Anlaufstelle für Forscher aus der ganzen Welt. An keinem anderen Ort kann man dem theologischen Schaffen des verstorbenen Papstes näher kommen. Bischof Voderholzer konnte nicht zuletzt deswegen schon einige Kandidatinnen und Kandidaten für den „Premio“ vorschlagen. Aber auch bei den Entscheidungen, welche Forschungsvorhaben gefördert werden können und welche nicht, kann er natürlich seine wissenschaftliche Kompetenz und Hochschulerfahrung gut einbringen.
Wie ist die „Szene“ der Forschung zur Theologie Joseph Ratzingers / Benedikt XVI. derzeit verfaßt – welche Bewegungen, Fortschritte, Neuigkeiten gibt es diesbezüglich?
Die „Szene“ ist vor allem international sehr agil. Im spanischsprachigen Raum gibt es sowohl in Europa als auch in Südamerika viele Initiativen. An der Katholischen Universität von Avila gibt es bspw. einen „Joseph Ratzinger / Benedikt XVI. Lehrstuhl“, ebenso in Valenzia. Von besonderem Interesse ist international der Beitrag Joseph Ratzingers zum Verhältnis von Glaube und Vernunft, insbesondere die „Regensburger Rede“. Viel Arbeit fließt auch in die Übersetzungen der Gesamtausgabe. Aber auch im deutschsprachigen Raum gibt es neben dem Institut Papst Benedikt XVI. einige Orte der vertieften Ratzinger-Rezeption, so zum Beispiel in Köln und Wien.
Welche Bedeutung hat die Rezeption der Theologie Joseph Ratzingers heute – in der jetzigen Situation der Kirche (in Deutschland)?
Die Bedeutung der Theologie Joseph Ratzingers bestand immer schon darin, dass sie vielfältige „Brücken“ baut: zwischen Auslegung der Heiligen Schrift (Exegese) und systematischer Erschließung der Glaubensinhalte (Fundamentaltheologie und Dogmatik) und weiter hin zur praktischen Theologie (Homiletik, Religionspädagogik). Auch die Kommunikationsfähigkeit der Theologie mit anderen Wissenschaften, vor allem und grundlegend mit der Philosophie, ist eine Stärke, die in der Ratzinger-Rezeption deutlich wahrgenommen wird. Nicht zuletzt ist auch die ökumenische Perspektive ein Aspekt, der das Schrifttum Joseph Ratzingers durchzieht. Ich denke, seine Art, Theologie zu betreiben, wird mit zunehmender Säkularisierung der Gesellschaft immer bedeutender werden.
2027 steht der 100. Geburtstag Joseph Ratzingers an. Gibt es bereits Ideen seitens der genannten Stiftung, um dieses Jubiläum zu begehen?
Anlässlich des 100. Geburtstags Joseph Ratzingers wird es weltweit viele Initiativen, Kongresse und Veröffentlichungen geben. Die Stiftung hat das Ziel, diese Aktivitäten nach Möglichkeit zu unterstützen. Dafür hat sie ein eigenes wissenschaftliches Komitee berufen. Dieses soll die verschiedenen Ideen sammeln und überlegen, in welcher Weise die Stiftung das Engagement fördern kann. Aber auch eine eigene große, internationale Tagung zum „Erbe Ratzingers“ plant die Stiftung. Sie wird rund um die Verleihung des „Premio Ratzinger“ im November und Dezember 2027 in Rom stattfinden. Übrigens wird es im Haus der Bayerischen Geschichte ab 16. April 2027 bis Jahresende eine Sonderausstellung geben, die in Kooperation mit dem Institut Papst Benedikt XVI. geplant und durchgeführt wird.
Text: Bistum Regensburg
(sig)





